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Abschied

Parsbergs Polizeichef verabschiedet

PI-Leiter Peter Gotteswinter geht in den Ruhestand. Von den Rednern beim Festakt bekam der 61-Jährige Bestnoten.
Von Peter Tost

Peter Gotteswinter (4. v. r.) wurde in Begleitung seiner Frau Martina in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Peter Tost
Peter Gotteswinter (4. v. r.) wurde in Begleitung seiner Frau Martina in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Peter Tost

Parsberg.Der neue Burgsaal war am Montagvormittag der wohl sicherste Ort im kompletten Landkreis Neumarkt. Mehrere Dutzend Polizeibeamte und eine Vielzahl von Ehrengästen waren gekommen, galt es doch, Polizeichef Peter Gotteswinter in den Ruhestand zu verabschieden.

Rund 90 geladene Gäste aus Politik, Kirche und Vertreter von Behörden und Organisationen sowie die Leiter der umliegenden Polizeidienststellen und nicht zuletzt Finanz- und Heimatministers Albert Füracker wurden vom Leitenden Polizeidirektor Robert Hausmann begrüßt.

Die offizielle Abschiedsrede hielt in Vertretung von Polizeipräsident Norbert Zink Vizepräsident Thomas Schöniger. Die Vielzahl an Ehrengästen wertete er als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit der PI Parsberg. Für deren Chef sei es ein ganz besonderer Tag, den Peter Gotteswinter werde nicht nur in den Ruhestand verabschiedet, sondern er könne außerdem seinen 61. Geburtstag feiern.

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Peter Gotteswinter fing als Praktikant in Parsberg an und geht als Leiter in Ruhestand. Dazwischen liegen spannende Jahre.

„Bei der PI Parsberg wird alles richtig gemacht“, stellte der Polizeivizepräsident fest. Als Beweis nannte er die hervorragende Sicherheitslage im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Parsberg. „2018 hatten Sie den niedrigsten Stand an Straftaten in den letzten fünf Jahren – und das bei einer gleichzeitig bemerkenswert hohen Aufklärungsquote von 79,7 Prozent.“ Zum Vergleich: Bayernweit liegt diese bei 64,5 Prozent. Peter Gotteswinter sei in den vergangenen elf Jahren als Dienststellenleiter der Garant für die sehr gute Sicherheitslage im Zuständigkeitsbereich der PI gewesen.

Hohes Maß an Professionalität

Schöniger bescheinigte dem scheidenden Parsberger Polizeichef ein hohes Maß an Professionalität, Fleiß und Know-how, wobei er als Vorgesetzter immer als kollegialer Partner aufgetreten sei. Nun habe Peter Gotteswinter Zeit für seine zahlreichen Hobbys, unter anderem für das Tanzen und ausgedehnte Touren mit dem Mountainbike. „Als Erstes steht ja die zweite Alpenüberquerung zusammen mit der Familie an“, verriet er.

Finanzminister Albert Füracker dankte Gotteswinter für seinen Einsatz für die Menschen in der Region und bescheinigte ihm höchsten Einsatz. „Er ist bei allem immer Mensch geblieben – und zwar ein feiner Mensch“, betonte er. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Freistaat seit Jahren konsequent in die Ausstattung der Polizei und neue Stellen investiere. Landrat Willibald Gailler sprach in seinem Grußwort von elf guten Jahren für den Landkreis, der der sicherste in ganz Deutschland sei. Gotteswinter sei als Ansprechpartner für die Gemeinden immer ansprechbar und ein Polizeichef mit Herz und Seele gewesen.

Lob für gute Zusammenarbeit

Auch Bürgermeister Josef Bauer lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und den Gemeinden und sprach dem Gotteswinter größte Hochachtung dafür aus, mit wie viel Kompetenz und Ruhe dieser seine Arbeit auch in schwierigen Situationen – etwa bei der vorgetäuschten Kindesentführung – erledigt habe.

Personalratsvorsitzender Michael Hinrichsen schloss sich dem Lob an und bestätigte Füracker, dass für die Polizei viel getan worden sei. Kritik übte er an der zunehmenden Gewalt gegen Polizei und Rettungsdienste. Er forderte dazu auf, solches Verhalten öffentlich zu verurteilen.

Gotteswinter selbst blickte mit Zufriedenheit und auch ein klein wenig stolz auf sein Berufsleben zurück. Die PI Parsberg verfüge über ein gutes Team, das sich für die Sicherheit der Bürger einsetze. „Ich war gerne Polizist – und die Polizeiuniform wird mir fehlen“, sagte er abschließend.

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