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Parteien beschäftigt die Kinderbetreuung

Die Diskussion um den Kindergarten in Höhenberg zieht in Neumarkt Kreise. Die Linke und die CSU äußern sich gegensätzlich.

Der Kindergarten in Höhenberg war zuletzt Anlass für Diskussionen.  Foto: Benjamin Weigl
Der Kindergarten in Höhenberg war zuletzt Anlass für Diskussionen. Foto: Benjamin Weigl Foto: Benjamin Weigl

Neumarkt.Das Thema Kinderbetreuung in Neumarkt ist weiter virulent. Auslöser war die Forderung von Eltern, den Kindergarten in Höhenberg zu erweitern. Die Stadt hatte das mit Verweis auf die große Zahl an freien Betreuungsplätzen in der Stadt abgelehnt. Der Stadtrat folgte der Empfehlung der Verwaltung. Die Parteien beschäftigt das Thema aber weiterhin, wie zwei Stellungnahmen von CSU und Linke zeigen.

Kinderbetreuung

Stadträte lehnen Eltern-Antrag ab

Höhenberger Eltern fordern, den Kindergarten im Neumarkter Stadtteil zu erweitern. Die Stadt sieht aber keinen Bedarf.

Schmidt kritisiert Entscheidung

Die Linke mit ihrem Stadtrat Philipp Schmidt kritisiert die Entscheidung der Mehrheit im Ferienausschuss des Stadtrats. Schmidt war damals einer von zwei Stadträten neben André Madeisky (SPD), der für den Bürgerantrag auf Erweiterung gestimmt hatte. Die Entscheidung sei ein Schlag ins Gesicht aller Eltern und deren Kinder, schreibt Schmidt in einer Stellungnahme. Der Stadtrat entscheide damit vorbei am Willen von über 300 Menschen, die diesen Antrag mit ihrer Unterschrift unterstützt hätten.

Familie

Eltern fordern mehr Kindergartenplätze

Die Einrichtung in Höhenberg platzt aus allen Nähten. Der Träger will eine zweite Gruppe, doch die Stadt wartet ab.

Angesichts des Baugebiets in Höhenberg fordert die Linke, dass Betreuungsplätze bereitstehen müssten, wenn sie gebraucht werden und nicht dann erst geschaffen werden sollten. Aus Sicht von Schmidt ist die Begründung, dass es noch genügend freie Kindergartenplätze gebe, am Thema vorbei. Es habe zu Beginn des Bürgerantrages 22 Anfragen für diesen Kindergarten gegeben, welche damals nicht alle angenommen werden konnten.

Insbesondere kritisierte Schmidt eine Ausführung von OB Thomas Thumann, der darauf hingewiesen hatte, dass die Stadt bei den Kinderbetreuungseinrichtung auch auf einen betriebswirtschaftlich sinnvollen Umgang mit Steuergeldern achten müsse. „Es ist für mich ein Unding bei sozialen Einrichtungen über Rentabilität zu sprechen“.


CSU sieht Stadt gut aufgestellt

Auch die CSU meldete sich zum Thema Kinderbetreuung zu Wort. Dass die Stadt bei der Kinderbetreuung so gut da stehe, sei auch der Arbeit der langjährigen Kindergartenreferentin des Stadtrats, Lissy Walter (CSU), zu verdanken, heißt es in einer Pressemitteilung.

Lissy Walter selbst, die im neuen Stadtrat zur Referentin für die „Städtepartnerschaft Mistelbach“ ernannt wurde, sieht zwei entscheidende Faktoren für diese positive Entwicklung: „Zum einen führen die permanenten An-, Um- und Neubauten im gesamten Stadtgebiet in den vergangenen Jahren nun dazu, dass erstmals in der Geschichte der Stadt Neumarkt nach dem Jahresanmeldetermin noch so viele Kinderbetreuungs-Plätze zur Verfügung stehen.“

Zum anderen gebe es dank des neueingeführten Online-Anmeldeportals endlich belastbare Zahlen für die Planung: So wurden die jetzigen Anmeldungen für den Herbst 2020 bereits zum zweiten Mal zentral und auf digitalem Weg durchgeführt. Abschließend bedankte sich Lissy Walter insbesondere bei Frau Gebhard von der Stadtverwaltung für die hervorragende Zusammenarbeit.

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Zahlen zur Kinderbetreuung

  • Freie Plätze:

    In der Stadt Neumarkt gibt es laut Rathaus 133 freie Plätze bei der Kinderbetreuung.

  • Verteilung:

    66 freie Plätze gibt es in Kindergärten, 67 sind es in Kinderkrippen. Dies sei der aktuelle Stand, nachdem die Neuanmeldungen für das Kindergartenjahr 2020/2021 ausgewertet und die Kinder den Einrichtungen zugeordnet worden seien.

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