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Justiz

Pfarrer aus Untersuchungshaft entlassen

Gegen den ehemaligen Priester von Reichertshofen wird aber weiter wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Der Beschuldigte bestreitet die Tatvorwürfe.

Seit 20. August saß der Beschuldigte im Gefängnis. Jetzt wurde er entlassen. Foto: dpa

Sengenthal/Nürnberg.Seit 20. August war er in Untersuchungshaft gesessen, seit Freitag ist der des sexuellen Missbrauchs beschuldigte Ex-Pfarrer von Reichertshofen wieder auf freiem Fuß.

Der Anwalt des Seelsorgers hatte beim Landgericht Nürnberg-Fürth Beschwerde gegen die U-Haft seines Mandanten eingereicht, daraufhin wurde der Haftbefehl aufgehoben. Aktuell bestehe kein dringender Tatverdacht, zudem stehe Aussage gegen Aussage, so Anita Traud, Justizsprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, auf MZ-Nachfrage.

Allerdings werde gegen den 47-jährigen Beschuldigten weiter ermittelt. Als damaliger Pfarrer von Reichertshofen soll er sich zwischen 1998 und 2001 mehrfach an einem Buben, der damals noch keine 14 Jahre alt war, vergangen haben. Der Vorwurf: schwerer sexueller Missbrauch. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ermittelt in insgesamt sieben Fällen. Der Pfarrer bestreitet die Tatvorwürfe.

Drei Jahre nach den mutmaßlich letzten Vergehen wechselte der Pfarrer, der aus Baden-Württemberg stammt, die Pfarrei. Sollte sich der Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs bestätigen, drohen dem Mann zwischen einem und 15 Jahren Haft.

Die Pfarrei Reichertshofen war zwischen 1995 und 2004 die erste Pfarrstelle des Priesters.

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