MyMz
Anzeige

Kommentar

Pfarrer sind keine Unternehmer

Ein Kommentar von Nicole Selendt

Leiterinnen und Pfarrer sind beim Gedanken an eine Zentralisierung von Verwaltungsaufgaben besorgt. Das ist verständlich und berechtigt. Denn wer weiß heute schon, ob sich auf lange Sicht nicht doch das Bistum als Gesellschafterin der gGmbH in die pädagogische Arbeit einmischt, sobald die Trägerschaft erst übertragen ist.

Doch das stärkste Argument dafür, sich trotz aller Vorbehalte der gGmbH anzuschließen, liefert ein altes Sprichwort: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten.“ Pfarrer sind keine Unternehmer. Ihre Aufgabe in Kindergärten sollte doch in erster Linie die Seelsorge sein: Ansprechpartner zu sein für Eltern, die Kinder bei der Vorbereitung auf kirchliche Feste zu begleiten und ihnen die Freude am Glauben zu vermitteln. Und die Leiterinnen? Sie sind bestimmt nicht Erzieherinnen geworden, um stundenlang im Büro Papierkram abzuarbeiten. Ihr Platz ist bei den Kindern.

Jetzt liegt es an den Beteiligten, die gGmbH so zu gestalten, dass jeder seiner ihm zugedachten Aufgabe bestmöglich gerecht werden kann. Zum größtmöglichen Vorteil der Akteure vor Ort – und vor allem der Kinder.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht