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Wettbewerb

Pferde zogen um die Wette Holz

In Pollanten waren starke Pferde an der Arbeit, die einen Parcours absolvieren mussten, dabei gab es einen Zuschauerrekord.
Von Franz Guttenberger

  • Für dieses Pferd ist das Ziehen eines Baumstammes überhaupt kein Problem. Fotos: Guttenberger
  • Herbert Mayr moderierte wieder.

POLLANTEN.Beim Holzrückewettbewerb des Pferderzuchtvereins Jura e.V. in der Kutscheralm in Pollanten gab es einen Besucherrekord. Das Wetter war am Sonntag wie bestellt. Die Veranstaltung verlief unfallfrei, war gut organisiert. Mehrere Pferderassen waren zu bestaunen. Die Teilnehmer kamen aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Österreich und der Schweiz.

Sie waren vertreten mit sechs verschiedenen Kaltblut-Rassen, Warmblütern und Haflingern. Es waren mit die besten Holzrücker vertreten, darunter auch Peter Mühlbauer, er ist mehrfacher Teilnehmer bei den Europameisterschaften. Obwohl es in Pollanten um keine Meisterschaft ging, so gingen die Fuhrleute dennoch recht ehrgeizig ihre Sache an.

Die beiden Preisrichter Richter Günter Pressl aus Persberg und Herbert Mayr haben mit viel Fachwissen den Wettbewerb geleitet und kurzweilig moderiert. Herbert Mayr aus Ammersee ist ein gerngesehener Gast in Pollanten. Er kommt jedes Jahr und moderiert mit viel Leidenschaft das Geschehen. Er ging auch auf die Geschichte des Holzrückens ein.

Die Pferde waren früher in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft unersetzlich. Vor allem in der Bergwelt sind heute noch die Pferde für das Holzrücken enorm wichtig.

Der Parcours war sehr anspruchsvoll und wurde zum größten Teil von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen auf höchstem Niveau gemeistert. Rainer Satzinger aus Sternberg hatte den Parcours aufgebaut. Er ist selbst erfahrener Holzrücker und war auch schon bei der Europameisterschaft mit vorderen Plätzen vertreten. Es gab insgesamt zwölf Hindernisse zu meistern. Der Boden mit sandigem Untergrund war gut präpariert. Der Fuhrmann gibt das Zeichen, dann startet das Rücken. Ein Novum war dieses Jahr, dass der Abstand von den Hindernissen von 1,20 Meter auf einem Meter verkürzt wurde. Das war schwieriger als in den Vorjahren, aber dennoch wurde dies von allen gut gemeistert. Beim Wettbewerb mussten die Hindernisse in einer Zeit von zwölf Minuten geschafft sein, Wer länger braucht, dem drohten einige Strafpunkte. Das Zuschauerinteresse war sehr hoch und die Wettbewerbe haben das Publikum begeistert.

Nachdem das Wiegen der Vierbeiner erfolgt war, ging es in den Parcours. Zunächst zeigten die Einsteiger ihr Können. Wichtig dabei war es, dass die Tiere keine Angst vor dem Publikum hatten und das Vertrauensverhältnis zwischen dem Pferd und dem Begleiter hergestellt war.

Beim Holzrückwettbewerb muss ein Pferd gut auf den Wettkampf vorbereitet sein. Das Pferd muss lernen, dass es im Gegensatz bei der Arbeit im Wald hier Zuschauer und Lautsprecher gibt und die Umgebung anders ist. Daran muss der Pferdebesitze seine Rösser gewöhnen, Dafür braucht es auch sehr viel Geduld, sagte Moderator Mayr. Bei den Einsteigern siegt am Ende Helmut Preis vor Kim Baumann und Lokalmatador Martin Deflorin. Bei den Einspännern gingen 22 Pferde an den Start. Hier siegte Peter Niebauer vor Reinhard Hundsdorfer aus Denkendorf und Dirk Zöll. Bei den Zweispännern gingen waren es zwölf Teilnehmer. Dabei wurde Branko Hug Sieger. Auf Platz zwei kam Dirk Zöll. Dritter wurde Martin Streif. Die Bewirtung in der Kutscher Alm war, wie immer, hervorragend.

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