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Pilgern in Zeiten von Corona

Zum 1. Mai kann in diesem Jahr das Habsberg-Wallfahrtsjahr nicht wie gewohnt mit einem großen Festprogramm eröffnet werden.

Noch kann Wallfahrtsrektor Elmar Spöttle keine offiziellen öffentlichen Gottesdienste am Habsberg feiern, doch in der kommenden Woche hofft er auch hier auf eine Änderung der erlassenen Verordnungen.  Foto: Wolfgang Schön
Noch kann Wallfahrtsrektor Elmar Spöttle keine offiziellen öffentlichen Gottesdienste am Habsberg feiern, doch in der kommenden Woche hofft er auch hier auf eine Änderung der erlassenen Verordnungen. Foto: Wolfgang Schön

Velburg.Seit weit mehr als 300 Jahren schon pilgern die Gläubigen zum Gnadenort „Maria, Heil der Kranken“ auf den Habsberg und bitten in ihren Fürbitt- und Dankgebeten die Gottesmutter um Fürsprache und Schutz in ihren persönlichen Anliegen. In besonderer Weise wird die himmlische Mutter hier als „Heil der Kranken“ verehrt. Mehr als 40 offiziell gemeldete Wallfahrtsgruppen sind es, die hier an festen Terminen jährlich oft von weit her und auch in großer Zahl zu Fuß die Wallfahrtstätte aufsuchen.

Wenn auch die Wallfahrtsstätte mit der großen Wallfahrtskirche und der Gnadenkapelle das ganze Jahr über zum Gebet aufgesucht werden kann, wird das offizielle Wallfahrtsjahr traditionell doch stets am 1. Mai – dem Festtag Patrona Bavariae „Hochfest Maria Schutzfrau Bayerns“ – am Habsberg eröffnet. So war es auch für dieses Wallfahrtsjahr vorgesehen und ist so auch im „Habsberger Jahreskalender 2020“ ausgewiesen, weil dieser schon vor dem Ausbruch der „Corona-Pandemie“ in den Druck gegangen ist.

Glaube

Fußwallfahrer wollen Corona trotzen

Während die Regensburger für heuer erstmals absagten, halten das die vier Gruppen aus dem Raum Neumarkt noch lange offen.

Vor der Verteilung konnte dann aber zumindest noch ein Zusatzblatt mit eingelegt werden, auf dem auf die kurzfristigen Änderungen zum Wallfahrtskalender 2020 aufgrund der erlassenen gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich des Infektionsschutzes hingewiesen wird.

Fest fällt aus

Und wie in allen anderen Diözesen und Kirchen Deutschlands finden nun auch am Habsberg seit dem 18. März keine öffentlichen Gottesdienste mehr statt. Wie nun Wallfahrtsrektor Dekan Elmar Spöttle in einem Gespräch mit unserem Medienhaus mitteilte, kann das Wallfahrtsjahr 2020 an diesem Freitag, 1. Mai, nicht mit dem bewährten Festablauf eröffnet werden.

Weihbischof Dr. Josef Graf aus der Nachbardiözese Regensburg wäre der Hauptzelebrant und Festprediger beim Pontifikalamt gewesen, die Stadtkapelle Velburg hätte ein Standkonzert gegeben und den Motorradfahrern wäre am Beginn ihrer neuen Fahrsaison wieder der kirchliche Segen für ein unfallfreies Fahren gespendet worden. Und auch die beabsichtigten beiden Maiandachten am Nachmittag entfallen wegen der Corona-Auflagen.


Wallfahrtsleiter hofft auf spätere Monate

Spöttle hofft auf den 4. Mai, wenn bei einer neuerlichen Zusammenkunft der politischen Verantwortungs- und Entscheidungsträger mögliche Lockerungen erörtert werden sollen. Und was das weitere Wallfahrtsjahr auf dem Habsberg anbelangt, ist der Wallfahrtsleiter vorsichtig optimistisch.

„Hoffen und beten wir, dass wir die Auswirkungen der Pandemie in den Griff bekommen und sich daraus Möglichkeiten ergeben, unseren Glauben öffentlich zu leben, wozu dann auch das Wallfahren gehört“, sagt Elmar Spöttle. So wie man es über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg gewohnt war, wird es wohl in diesem Jahr nicht mehr werden, schätzt der Wallfahrtsrektor.

Auch bei Gottesdiensten in der Kirche wird man Auflagen zu Abstandhalten und Hygiene einhalten müssen. Diese Maßnahmen werden auch als richtig erachtet; schließlich steht dem Schutz des Lebens und der Gesunderhaltung höchste Priorität zu. Wallfahrtsleiter Elmar Spöttle verweist darauf, dass zum persönlichen, stillen Gebet die Kirchen auf dem Habsberg wie auch alle Gotteshäuser in der Region immer offenstehen. Das war auch schon seit dem 18. März so. (pws)

Angebot

  • Seelsorge:

    Wallfahrtsrektor Elmar Spöttle versucht für seine Gläubigen und natürlich auch die Wallfahrer, die nun hin und wieder als „stille Beter“ kommen, in seinen seelsorgerischen Aufgaben da zu sein.

  • Kontakt:

    Dafür ist er unter seiner Handynummer (0163) 7325789 zu erreichen.

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