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Kommune

Postbauer-Heng startet ins Jahr 2020

Motto beim Neujahrsempfang 2020 war „Gaffen geht gar nicht“. Postbauer-Heng zeichnete dabei drei verdiente Mitbürger aus.
Von Nicole Götz

Josef Schwarz, Michael Hirschmann und Gerhard Meiler wurden für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit in der Marktgemeinde geehrt. Foto: Nicole Götz
Josef Schwarz, Michael Hirschmann und Gerhard Meiler wurden für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit in der Marktgemeinde geehrt. Foto: Nicole Götz

Postbauer-Heng.Am Donnerstag fand der alljährliche Neujahrsempfang im Deutschordensschloss statt. Geladen waren zahlreiche Vertreter der Parteien, Vereine und Organisationen der Gemeinde, sowie die drei Bürgermeister, der Marktgemeinderat, Landrat Willibald Gailler und Bundestagsabgeordneter Alois Karl. Durch den Abend führten Anne Kropf und Laura Pfeifer. Musikalisch begleitet wurde der Empfang von der Musikgruppe „Oberkrainer Projekt“ der Musikschule Element Musik.

Der Neujahrsempfang stand unter dem Motto „Gaffen geht gar nicht“, wozu es auch einen Beitrag von Stefan Pfeiffer gab, dem Leiter der Verkehrspolizei Feucht. Bürgermeister Horst Kratzer bemerkte in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr 2019, dass der Umgang miteinander immer mehr von einem rauer werdenden Ton geprägt sei, insbesondere in den sozialen Medien. Es gebe Hass und Häme und sogar persönliche Angriffe und Drohungen. Daher sei die Bereitschaft, ein Engagement und Ämter zu übernehmen, besonders lobenswert. In der Gemeinde Postbauer-Heng sei es bunt und sozial, und es herrsche eine gute Diskussions- und Streitkultur. Es gebe ein tolles und vielfältiges Angebot, unter anderem die ärztliche Versorgung sowie die neu gebaute Schwimmschule. Er dankte besonders Mario Göhring, dass er mit dem „Krausenbäck“ einen würdigen Nachfolger für die Bäckerei Kraus gefunden habe. Die Gemeinde fühle sich Kratzer lebendig an, so Kratzer, und die Bürger fühlten sich als Teil der Gemeinde. Er dankte auch dem Marktgemeinderat für ein ehrliches Miteinander. Die Sache stehe im Vordergrund.

Wandel in Deutschland

Bundestagsabgeordneter Alois Karl betonte, dass die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, häufig nicht mehr allzu groß sei. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges habe sich im damals bettelarmen Deutschland ein Wandel vollzogen. In den vergangenen 15 Jahren habe sich die Arbeitslosenquote halbiert, es gebe 20 Prozent mehr Arbeitsplätze, und die Löhne und Renten seien so hoch wie nie. Für Postbauer-Heng prophezeite er eine gute Zukunft, denn man sei bereit zu investieren, was bedeute, dass man Vertrauen in die Zukunft habe. Der wahre Reichtum sei es Menschen zu haben, die die Gemeinde hoch hielten.

Landrat Willibald Gailler steuerte ebenfalls ein paar Zahlen bei. Der Landkreis stehe insgesamt sehr gut da mit einer Arbeitslosenquote von nur 1,7 Prozent . Auch sei der Bevölkerungszuwachs von 5,1 Prozent ein Anzeichen dafür, dass man hier eine hohe Lebensqualität vorfinde. Postbauer-Heng habe gut gewirtschaftet, besonders auch beim Naturhaushalt, und investiere dann aber auch wieder. So werde dafür gesorgt, dass die Lebensqualität weiter steige. Unser Landkreis sei zudem der sicherste Landkreis in ganz Deutschland. Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ehrenämter seien toll in der Marktgemeinde.

Ehrungen

  • Goldkegelpreis des Marktes:

    Für Josef Schwarz, der seit mehr als 40 Jahren den Kirchenchor der Kirche St. Elisabeth leitet.

  • Urkunden:

    Michael Hirschmann für seine langjährige ehrenamtliche Hilfe in der Marktbücherei sowie Gerhard „Ede“ Meiler für 41 Jahre als Kassier bei der Feuerwehr Postbauer-Heng. (ngn)

Im Anschluss an die Grußworte wurde ein kurzer Film zum Thema „Gaffen geht gar nicht“ gezeigt. Der Leiter der Verkehrspolizei Feucht Stefan Pfeiffer wundere sich immer wieder über die Reaktionen, die dieser Film auslöse. Heutzutage dokumentierten die Leute ihr Leben und stellten es ins Netz. Es sei also kein Wunder, dass bei einem Unfall mit Blaulicht sofort Fotos und Videos gemacht würden. Man suche nach Lösungen, die „Gaffer“ zur Rechenschaft zu ziehen.

Tempolimit „sinnvoll“

Er bedankte sich weiter dafür, dass viel für die Polizei gemacht werde. Sie würde wertgeschätzt, gut bezahlt und sei personell gut aufgestellt. Pfeiffer sei es besonders wichtig sich für die Verbesserung der Verkehrssicherheit einzusetzen. Beispielsweise halte er ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen für sinnvoll. So könnten einige Unfälle vermieden werden. Er sehe positiv in die Zukunft, denn man sei insgesamt auf einem guten Weg mehr und mehr Verkehrstote und -verletzte zu vermeiden. Bevor es Impressionen aus dem vergangenen Jahr gab, wurden Josef Schwarz, Michael Hirschmann und Gerhard „Ede“ Meiler geehrt (siehe Info). Im Anschluss waren alle zu Buffet und Sektempfang im Foyer eingeladen.

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