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Region Neumarkt
Donnerstag, 20. September 2018 26° 1

Jugend forscht

Preis für Neumarkter Schülerinnen

Michaela Schmidt und Loona Loch gewinnen mit ihrer Idee des „Tabletts gegen Müll“ den Sonderpreis im Regionalentscheid.

Michaela Schmidt und Loona Loch haben ein Tablett entwickelt, das dabei helfen könnte, Müll zu vermeiden. Foto: Zankl
Michaela Schmidt und Loona Loch haben ein Tablett entwickelt, das dabei helfen könnte, Müll zu vermeiden. Foto: Zankl

Neumarkt.Beim Regionalwettbewerb Oberpfalz Jugend forscht – Schüler experimentieren 2018 haben Michaela Schmidt und Loona Loch aus Neumarkt mit ihrem Projekt „Tablett gegen Müll“ den Regionalsieg im Fachgebiet „Arbeitswelt“ errungen. Auch den Sonderpreis „Umwelttechnik“ in der Kategorie „Schüler experimentieren“ konnten sie sich sichern.

Ein wiederverwendbares, abwaschbares Tablett soll Schnellrestaurants helfen, ihre üblichen Müllberge enorm zu minimieren. Den Prototypen für den Wettbewerbsbeitrag hat der Spezialist für Additive Fertigung und Rapid Prototyping FIT AG in Lupburg gefertigt. Die Idee der findigen Schülerinnen ist so naheliegend, dass man sich fragt, wieso es das nicht schon längst gibt. Jeder kennt die Müllberge, die beim Besuch eines Schnellrestaurants anfallen. Die Verpackung wird weggeworfen, der Müll landet in Abfalleimern und oft genug auch irgendwo.

Ausgehend von dieser Problematik entstand die Fragestellung für die Siegeridee: Warum muss die Verpackung eigentlich weggeworfen werden? Wieso nicht einfach ein wiederverwendbares, abwaschbares System einführen, genauer gesagt ein Tablett mit speziellen Aussparungen für die verschiedenen Gerichte? Da kein am Markt existierendes Tablett den speziellen Anforderungen gerecht wird, haben die Siegerinnen das perfekte Tablett einfach selbst designt, und mit Unterstützung des 3D-Druck-Pioniers FIT AG aus auch den Prototypen fertigen lassen.

Herausgekommen ist ein fertiges Tablett samt Deckel und einem Mehrwegbecher. Das Tablett kann in den Wunschfarben in Serie hergestellt werden, die Aufteilung innerhalb des Tabletts kann auf die Standards eines jeden Restaurants angepasst werden. Der Becher ist mit und ohne Pfand denkbar. „Wir sehen in einem Tablett mit dieser Funktion einen wertvollen Beitrag, die tägliche Müllproblematik ein wenig zu entschärfen. Warum sollen Dinge für Sekunden oder ein bis zwei Minuten eingepackt werden und dann wirft man einfach alles weg“, erklärt Michaela Schmidt, einer der beiden Umweltfüchse. Und Loona Loch ergänzt: „Es heißt nicht, wenn man seit Jahrzehnten etwas macht, dass es auch für die nächsten Jahrzehnte richtig sein muss. Umweltschutz ist ein Thema, das alle betrifft und jeden von uns etwas angeht. Keiner sollte und kann sich davon ausnehmen.“

Carl Fruth, Gründer der FIT AG, freut sich über den Erfolg der Schülerinnen: „Im Kreis Neumarkt haben wir viele junge Talente. Wir sind stolz auf unseren innovativen Nachwuchs und haben das Projekt sehr gern unterstützt. Nun drücken wir Michaela und Loona in der nächsten Wettbewerbsetappe beim Landeswettbewerb die Daumen!“

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