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Kommunalwahl

Preißl will Rathauschef werden

Der 3. Bürgermeister will als Chef ein „Kümmerer“ in Lauterhofen sein. Die SPD-Mitglieder gaben ihm volle Rückendeckung.
Von Hans-Jürgen Hennig

Die Kandidaten für den Gemeinderat Lauterhofen mit Bürgermeisterkandidat Anton Preißl (stehend Mitte), Kreisrat und DGB-Kreisvorsitzenden Michael Meyer sowie Landratskandidat Dirk Lippmann. Foto: Hennig
Die Kandidaten für den Gemeinderat Lauterhofen mit Bürgermeisterkandidat Anton Preißl (stehend Mitte), Kreisrat und DGB-Kreisvorsitzenden Michael Meyer sowie Landratskandidat Dirk Lippmann. Foto: Hennig

Lauterhofen.Die Kommunalwahlen im März werfen ihre Schatten voraus. Mit Optimismus und guter Stimmung hat die Nominierungsversammlung der SPD Lauterhofen im Sportheim stattgefunden. SPD-Ortsvorsitzender und 3. Bürgermeister Anton Preißl eröffnete die Versammlung und begrüßte die Anwesenden und die Gäste Kreisrat und DGB-Kreisvorsitzender Michael Meyer sowie SPD-Landratskandidat Dirk Lippmann aus Pyrbaum.

Preißl sah der kommenden Wahl mit Optimismus entgegen und zitierte einen bekannten Spruch „Alle Macht geht vom Volke aus“, zu dem er sich voll bekenne. Nachdem er seinen engsten Helfern für ihre Unterstützung in der vergangenen Zeit dankte, übergab er das Wort an Landratskandidat Dirk Lippmann. Lippmann bekannte, dass er gerne in Lauterhofen sei, da seine Wurzeln hier liegen und er sich auch über den Sport mit dem Ort verbunden fühle. In seiner Begrüßung machte er auch deutlich, welchen Aufgabengebieten sich die SPD stellen müsse, wie zum Beispiel Bildung, weiterführende Schulen und Gesundheitsvorsorge, ein Kernanliegen der Sozialdemokraten. Dass in den Räten nicht nur eine Partei die Mehrheit und das Sagen habe, sei gut und sei gelebte Demokratie. Zur anschließenden Wahl wünschte er den Genossen viel Glück.

Die Kandidaten

  • Platz 2 bis 10:

    2. Nathalie Niebler, Lauterhofen; 3. Josef Seitz, Lauterhofen: 4. Martina Plank, Deinschwang; 5. Bernhard Seitz, Lauterhofen; 6. Jürgen Niebler, Lauterhofen; 7. Thomas Niebler; 8. Thomas Fruth; 9. Karl Seitz, alle Lauterhofen; 10. Jutta Thumann, Pettenhofen

  • Platz 11 bis 16:

    11. Gerd Hirschmann; 12. Manfred Geier; 13. Bastian Meyer, 14. Hans-Jürgen Hennig; 15. Benny Hirschmann, alle Lauterhofen, 16. Corinna Preißl, Traunfeld

Seit 24 Jahren im Gemeinderat

Für die Wahl des Bürgermeisterkandidaten von Lauterhofen war Anton Preißl der einzige Kandidat. Einstimmig wurde in diese Funktion gewählt. Zu seiner Person sagte Preißl, dass er jetzt im 24. Jahr im Gemeinderat für die SPD arbeite und er sich auf der richtigen Seite sehe, weil beispielsweise die SPD keine dogmatische Partei sei, sondern man auch eine eigene Meinung vertreten könne.

Für die kommende Zeit nehme er sich vor, mit ganzer Kraft Lokalpolitik für die Bürger zu gestalten und das ohne Parteikalkül, aber ganz im Sinne von sozialer Gerechtigkeit, ein Wort, das in der Staatspolitik kaum noch vorkomme, sagte Preißl. Schwerpunkte in seiner Arbeit sollen die Gleichbehandlung aller Bürger, Transparenz und aktive Bürgerdialoge sein, wie zum Beispiel eine regelmäßige Bürgermeistersprechstunde. „Ich möchte ein Kümmerer sein, einer, der sich um die Bürger kümmert“, sagte Preißl.

Lauterhofen stehe im Vergleich mit vielen Gemeinden gut da und sei auch auf einem guten Weg, aber es gebe immer noch sehr viel zu tun. Zum Beispiel seien noch viele Ortsteile verkehrsmäßig zu schlecht angebunden, sagte Preißl. Das Thema Rufbus sei ursprünglich eine Idee der SPD gewesen, aber es sei noch nicht befriedigend gelöst. Um jungen Leuten zu preiswertem Wohnraum zu verhelfen, müsse auch noch viel getan werden. Aber auch um die Senioren müsse man sich kümmern und Preißl sprach sich für eine durchgängige Altenpflege, von der Tagespflege bis hin zum Hospiz aus. „Die Alten waren es, die unser Land aufgebaut haben. Sie haben einen sorgenfreien Lebensabend verdient“, sagte er.

Den Ortskern beleben

Ein weiteres Problem, das angegangen werden müsse, sei laut Anton Preißl die Wiederbelebung des Ortskerns bis hin zu einem Dorfladen, denn die Schließung des Edeka habe in Lauterhofen eine riesige Lücke hinterlassen.

„Das Spektrum, wo wir etwas bewegen wollen, ist groß, so auch beim Umwelt- und Naturschutz. Aber auch die Menschen haben ein Anrecht auf Bestandsschutz“, sagte Preißl und verwies auf die beabsichtigte Ausdehnung des Steinbruchs in Trautmannshofen. Die Vereins- und Kulturförderung solle finanziell erhöht werden.

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