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Priester ist sein Traumberuf

Ewald Scherr wurde vor 25 Jahren zum Priester geweiht. Seit 2010 ist er Pfarrer von St.Willibald Woffenbach. Dort wird am Donnerstag gefeiert.
Von peter tost

Pfarrer Ewald Scherr feiert sein Silbernes Priesterjubiläum. Foto: privat

Neumarkt. „Ich wüsste nicht, was ich lieber machen würde“, sagt Seelsorger Ewald Scherr über seinen Beruf. Am 15. August jährt sich die Priesterweihe des Pfarrers von St. Willibald Woffenbach auf den Tag genau zum 25. Mal. Gefeiert wird das Silberne Priesterjubiläum am Donnerstag um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst.

„Ich wollte schon immer Pfarrer werden“, erzählt der gebürtige Weidener, der zunächst eine Kaufmannslehre absolvierte, bevor er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachholte und in München Theologie studierte. Kurz vor Beendigung seines Studiums ging er nach Wien.

„Dort trat ich dem Orden der Augustiner Chorherren bei, einer Glaubensgemeinschaft, die es in Deutschland nicht mehr gibt.“ Der Orden kombiniere das Leben in einer klösterlichen Gemeinschaft mit einer starken Ausrichtung auf Seelsorge. „Diese Kombination fand ich sehr reizvoll“, erklärt der Geistliche.

Am 15. August 1988 wurde er im Alter von 33 Jahren im weltberühmten Wiener Stephansdom zum Priester geweiht. „Ich war dann noch ein Jahr als Kaplan in Wien, aber dann zog es mich doch wieder in heimatlichere Gefilde“, erinnert sich Ewald Scherr.

Über Mörnsheim und Ensfeld, Beilngries und Dietenhofen-Großhabersdorf ging es nach Aurach und Weinberg im Dekanat Herrieden und schließlich nach Wendelstein. Seit 2010 ist der Jubilar nun Pfarrer in Neumarkt-Woffenbach.

„Mit rund 3000 Katholiken ist die Pfarrei St. Willibald sehr überschaubar“, sagt der Geistliche, was ihm und seinen Zielen als Seelsorger sehr entgegenkomme. „Die Liturgie an sich liegt mir genauso am Herzen wie der Kontakt zu jungen Menschen“, betont er. Und: „Jede Altersgruppe soll sich in der Kirche beheimatet fühlen“. Natürlich auch die Kinder und deswegen legt Pfarrer Ewald Scherr großen Wert darauf, dass auch die Arbeit mit Kindern religiös begleitet wird.

Überhaupt ist der 58-Jährige ein Mensch, dem daran gelegen ist, dass alles in Bewegung bleibt. Mit 30 Jahren hat er noch Skifahren gelernt, wie er im Gespräch mit dem Tagblatt erzählt. Dafür habe er jetzt aber fast keine Zeit mehr – genauso wenig wie für das Reiten, mit dem er begann, als er 40 Jahre alt war. Als er Pfarrer in Aurach war, habe er als begeisterter Biker auch etliche Motorradwallfahrten organisiert und einmal sei er sogar mit einem Ballon gefahren.

Auf seine Feier zum Silbernen Priesterjubiläum freut er sich schon, besonders aus musikalischen Gründen. „Unser Kirchenchor wird mir einen großen Wunsch erfüllen und den Hymnos Akathistos singen – einen aus der Ostkirche stammenden Lobgesang auf Maria.“ Nach dem Gottesdienst werde dann im Pfarrgarten noch ein wenig gefeiert, sagt er.

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