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Freitag, 20. Juli 2018 29° 3

Parsberg

Projekttag an Parsberger Realschule

Nach dem Motto „Best of the Best“ durfte die beste Gruppe jeder Klasse ihren Beitrag zu unterschiedlichen Themen vorstellen.
Von Günter Treiber

Das archimedische Prinzip der Wasserverdrängung eines festen Körpers demonstrierte die 9a. Foto: Treiber
Das archimedische Prinzip der Wasserverdrängung eines festen Körpers demonstrierte die 9a. Foto: Treiber

Parsberg.Berühmte Bauwerke, Fair Trade, Marken und ihre Bedeutung, Ideen machen Schule und eine Reise nach Neuseeland waren Themen des Projekttages in der Edith-Stein-Realschule (ESR). Schülerinnen und Schüler aller fünf neunten Klassen haben in Gruppen eine Präsentation erarbeitet.

Unter dem Titel „Best of the Best“ durfte die jeweils beste Gruppe jeder Klasse dann ihr Projekt in Wort und Bild sowie auch als kurzes Theaterstück präsentieren.

Konrektor Thilo Götz hat den Projekttag in der Aula der ESR organisiert, um dann auch gleich durch das umfangreiche Programm zu führen. Man muss schon staunen, worüber und vor allem wie sich junge Menschen heutzutage zu vielen Themen informieren, sich Gedanken machen und mit Vorschlägen aufwarten.

Die Qual der Wahl

Emily Feuerer führt Besucher ins Bergwerk in Ruanda. Foto: Treiber
Emily Feuerer führt Besucher ins Bergwerk in Ruanda. Foto: Treiber

Für unsere Zeitung bestand die Schwierigkeit, worüber sollte man berichten, denn über alle Themen würde den Rahmen sprengen. So hat man sich spontan zum einen für das hoch interessante Thema „Der Louvre in Paris“ entschieden. Darin geht es um Mathematik und Geometrie. Zum anderen nahm das Thema, das immer wieder durch alle Schlagzeilen der Medien läuft: „Die Zukunft der Fair Trade Bewegung“ und auch die in diesem Thema enthaltenen Umweltgedanken. Wohlgemerkt, die beiden Themen sind kein Ranking, das die weiteren in den Hintergrund stellen würde.

Es war die 9a, die sich des Themas der berühmten Bauwerke angenommen hatte. Unter anderem war eine der Aufgabenstellungen, „Erkläre anhand des Louvre die Oberflächen-, Mantelflächen- und Volumenformel einer Pyramide“.

Das Objekt, das die Gruppe als Beispiel nehmen sollte, war die Glaspyramide am Louvre. Patrick Meier, Robert Söllner, Niklas Stiegler, Alexander Waletzko und Philip Zitzelsberger waren die Klassenprimusse, die mit der besten Präsentation aufwarten konnten.

Ausgehend von dem berühmten Mathematiker und Astronomen Bonaventura Francesco Cavalieri, der im 16. Jahrhundert schon festgestellt hatte, dass zwei Körper dasselbe Volumen besitzen, wenn all ihre Schnittflächen in Ebenen parallel zu einer Grundebene in entsprechenden Höhen den gleichen Flächeninhalt haben, bestimmten sie die Formeln zur Berechnung von Grundfläche, Volumen und Mantelfläche einer Pyramide und erklärten ihr Vorgehen in verständlicher Weise in Bild und freier Sprache ihren Zuhörern.

Hier finden Sie Informationen zur Edith-Stein-Realschule:

Die Edith-Stein-Realschule

  • Schüler:

    Die Edith-Stein-Realschule Parsberg besuchen im Schuljahr 2017/18 831 Schülerinnen und Schüler in 32 Klassen, unterrichtet werden sie von 63 Lehrkräften. Sie ist eine staatliche Realschule für Knaben und Mädchen

  • Zweige:

    Ab der 7. Jahrgangsstufe können sich die Schülerinnen und Schüler für Wahlpflichtfächergruppen entscheiden. Alle Klassen- und Fachräume in der Realschule sind mit Internetanschluss und Beamer ausgestattet.

In die Physik stieg die Gruppe in anschaulicher Form mit dem archimedischen Prinzip ein. Über die Wasserverdrängung einer steinernen Pyramide, die sie den Zuhörern vorführten, erklärten sie, warum ein U-Boot sinkt, indem es Wasser aufnimmt und dadurch schwerer wird, und wieder aufsteigen kann, indem es das Wasser wieder dem Ozean zurückgibt.

Ein Mädchenquartett, nämlich Sonja Frank, Emily Feuerer, Lisa Herrmann und Cristina Keller, hatten sich ein heißes Thema, das in der Öffentlichkeit viel diskutiert wird, vorgenommen. „Alles möglichst billig: Unser Luxus auf Kosten anderer“. „Aber“, so das Quartett in seiner Präsentation, „Fair Trade setzt einen Gegentrend“.

„Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten jeden Tag schwer und verdienen gerade mal so viel, dass es kaum zum Überleben reicht“. Erschreckende Bilder aus Ruanda, mit hungernden Kindern und dem Töten der Rebellen begleitete die Präsentation, so dass das Publikum in der Schulaula mit beklemmenden Gefühlen zuschaute. „Allein 1994 wurden über 800000 Menschen gewaltsam von Rebellen getötet“, sagte das Quartett. Ebenso schreckliche Bilder gab es auch aus Bergwerken, aus denen die westlichen Staaten ihre Bodenschätze beziehen.

Fiktive Firma gegründet

Sonja Frank trägt die Kleidung einer Stewardess und führt so nach Ruanda. Foto: Treiber
Sonja Frank trägt die Kleidung einer Stewardess und führt so nach Ruanda. Foto: Treiber

Die Idee der vier Mädels: Sie haben eine fiktive Firma in den Niederlanden gegründet, mit zu Beginn sieben Angestellten, die sich im Lauf der Zeit auf 80 erhöht hat. Die Firma stellt Smartphones her aus Materialien, wie Zinn, Tantal, Wolfram und Gold aus den Minen in Ruanda. Die Arbeiter dort erhalten geeignete Schutzkleidung, bekommen attraktive Arbeitszeiten und höhere Löhne. Smartphones, die eine lange Haltbarkeit haben. Aus den Erlösen wird die Bevölkerung Ruandas unterstützt.

„Marken und ihre Bedeutung“: Die Klasse 9c mit Sally Breuning, Marie Bruckbauer, Alexandra Frank, Florian Karl und Nico Schuierer präsentierten anhand der Firma Faber Castell deren Geschichte, wo produziert wird, welche Bedeutung für die Firma der Umweltschutz hat und die wichtigsten Wirtschaftsdaten.

„Ideen machen Schule“: Die Klasse 9d mit Maria Dorfner, Lea Obermeier, Moritz Sippl und Susanne Spangler haben herausgefunden, was man mit neuen Geschäftsideen, wie der sogenannten „Shop Small Bewegung“ erreichen kann. Ihr „süßes“ Thema war dabei die „Cupcake Faktory“.

„Neuseeland“: Marlene Füracker, Nicolas Füracker, Lena Matschiner, Daniel Meier und Verena Schrödl, die beste Gruppe der 9e,hatten den Nordostteil der Nordinsel, teils auch in englischer Sprache, beschrieben. Hauptthema der Vorstellung war allerdings die Geografie. (pgt)

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