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Politik

Pyrbaum: Räte wollen keine Steinwüste

Zur Gestaltung der Außenanlagen der Bräustuben gibt es noch viel Diskussionsbedarf. Ein Ortstermin soll Klarheit bringen.
Von Heike Regnet

Wegen des abschüssigen Geländes soll eine Stützmauer errichtet werden, um einen ebenerdigen Zugang zur Bräustube zu ermöglichen. Foto: Regnet
Wegen des abschüssigen Geländes soll eine Stützmauer errichtet werden, um einen ebenerdigen Zugang zur Bräustube zu ermöglichen. Foto: Regnet

Pyrbaum.Wie bereits im Mai hatte Bürgermeister Guido Belzl auch bei der Junisitzung wieder viele leere Stühle vor sich, denn diesmal waren nur 14 der 20 Gemeinderäte erschienen. Alle Beschlüsse, die an diesem Abend gefasst wurden, waren einstimmig.

Voran geht die Sanierung der Gaststätte Bräustuben. Belzl informierte, dass die Außenanlagen plus Entwässerungsleitungen ausgeschrieben wurden. War man bei der Planung noch von 264 000 Euro Kosten ausgegangen, sind es nun rund 360 000 Euro. Dies liege an der konjunkturellen Situation, so Belzl. Zudem wurden die Kanalarbeiten nun mit den Außenanlagen ausgeschrieben. Während der laufenden Arbeiten hatte der Keller zeitweise unter Wasser gestanden. Die Leitungen müssen nun bis zu vier Meter tief verlegt werden. Zur geplanten Wiederverwendung der Sandsteine aus dem Abbruch erläuterte Belzl, dass diese stark porös seien. Sie sollen nunmehr in die Stützmauern eingearbeitet werden.

Die Visualisierungen zum künftigen Erscheinungsbild der Bräustuben, die das Architekturbüro Berschneider + Berschneider erstellte hatte, gaben zur lebhaften Diskussion Anlass. Stefan Zeltner monierte, dass durch die aufgezeigte Stützmauer mit Geländer nicht nur der Marktplatz zerschnitten werde, sondern auch wieder eine Steinwüste entstehe. Belzl betonte, dass die Stützmauer im abschüssigen Gelände wegen des gewünschten ebenerdigen Zugangs vom Marktplatz zum Haupteingang der Bräustuben nötig sei.
Dirk Lippmann erinnerte daran, dass bei der Planung versprochen wurde, den geplanten Verlauf der Steinmauer auf dem Gelände abzustecken und bei einem Ortstermin anzusehen. „Ein Computerbild vermittelt immer nur einen Eindruck“, so Lippmann. Karl Meyer betonte, dass auch über das Geländer noch kein Beschluss gefasst wurde.

Besichtigung im Spätherbst

Eine Ausführung wie auf dem Computerbild sei nicht gewollt. Lippmann fragte nach, wann die Baustelle von den Bürgern besichtigt werden könne. Dies sei erst möglich, wenn das Dach gesetzt ist, voraussichtlich im Spätherbst, so Belzl. Einstimmig wurden die Tiefbauarbeiten vergeben.

Neues gab es zur geplanten Sanierung der Kreisstraße NM6/Neumarkter Straße. So sei vom Landkreis nicht mehr nur das Erneuern der Oberdecke geplant, sondern ein Vollausbau, berichtete Belzl.

Marktbaumeister Josef Erntl erläuterte, dass Probebohrungen einen sehr schadhaften Untergrund gezeigt hätten. Zudem weise die Straße viele Querrisse auf und eingebrochene Hausanschlüsse. Beim Vollausbau sollten Kanal- und Wasserleitungen erneuert werden. Bislang verlaufe der Kanal teils in der abzweigenden Falkenstraße, einige Häuser haben noch ein Drei-Kammer-Gruben-System.

Karl Meyer regte an, neue Leitungen entsprechend groß auszulegen, damit auch ein Baugebiet bei Bedarf problemlos angeschlossen werden könne. Zudem sollten Großwasserereignisse wie vor kurzem in Postbauer-Heng berücksichtigt werden. Stefan Zeltner fragte nach den Kosten für einen zweiten Oberflächenkanal. Hieran könnte bei Umbauarbeiten am Haus jeder Eigentümer nach und nach problemlos anschließen.

Kanal und Wasser wird verlegt

Zum Zeitplan gefragt, informierte Erntl, dass die Gemeinde Kanal und Wasser im Herbst verlegen könnte und der Kreis im Frühjahr den Vollausbau durchführe. Einig waren sich die Räte, dass nur dann Kosten gespart werden können, wenn beide Maßnahmen Hand in Hand gingen. „Lieber ist die Straße drei Monate länger gesperrt und wir haben was gespart, als dass sie zweimal innerhalb eines halben Jahres aufgerissen wird“, so Zeltner. Einstimmig wurde der Beschluss zur Erneuerung des Leitungssystems (Kosten rund 580 000 Euro) bei einer Vollsanierung durch den Landkreis beschlossen. Die Maßnahme soll nun mit dem Kreis ausgeschrieben werden. Beschlossen wurde auch der Bebauungsplan Schwarzach „am alten Feuerwehrhaus“. Bei der Auslegung hatten die Bürgern keine Einwände, so Belzl. Nahezu alle Grundstücke sind verkauft.

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