MyMz
Anzeige

Spatenstich

Quantensprung am Blomenhof

Der Neumarkter Wertstoffhof erhält eine Halle mit 1000 Quadratmetern Dachfläche. Staus soll es künftig nicht mehr geben.
Von Gerd Schlittenbauer

Zum ersten Spatenstich trafen sich die Vertreter des Landkreises, der Politik sowie der ausführenden Firmen. Foto: Gerd Schlittenbauer
Zum ersten Spatenstich trafen sich die Vertreter des Landkreises, der Politik sowie der ausführenden Firmen. Foto: Gerd Schlittenbauer

Neumarkt.Gewaltiges tut sich ab sofort am Wertstoffhof Blomenhof. Der symbolische Spatenstich zu einer 2,5-Millionen-Bau- und Umbaumaßnahme ist am Mittwoch erfolgt. Schon bis November soll alles getan sein: Eine neue Wertstoffhalle entsteht mit 1000 Quadratmetern Dachfläche. Der Landkreis hat dafür von der Stadt Neumarkt zusätzlich 5000 Quadratmeter Fläche erworben.

Bis zu 300 Fahrzeuge in der Stunde steuern an manchen Tagen den Wertstoffhof an. Künftig soll auch die Verkehrssituation entspannt werden. Dazu wird die bisherige Ausfahrt zur Einfahrt, was allein schon mehr Raum für anfahrende Fahrzeuge schafft. Der Sachgebietsleiter für Abfallwirtschaft am Landratsamt, Roland Hadwiger, führte die Details genauer aus. Künftig kann als Erstes der viel frequentierte Bereich der Gartenabfälle angesteuert werden, für deren Entsorgung ja nichts bezahlt werden müsse.

Quantensprung am Blomenhof

  • Gewerke:

    An drei Firmen sind schon Gewerke vergeben worden. Die Zimmererarbeiten führt die Firma O.LUX aus Roth durch. Die Elektroarbeiten wurden an die Firma Elektro Eibl aus Lauf an der Pegnitz vergeben. Hoch-, Tief- und Straßenbauarbeiten führt die Firma Dörrmann aus Berg durch.

  • Ausschreibung:

    Alle weiteren Gewerke befinden sich derzeit in der Ausschreibung. (ngs)

Hat jemand nur Gartenabfälle, kann er dann den Wertstoffhof über eine neue Ausfahrtspur auf direktem Weg wieder verlassen. Nur wer weitere Abfälle zu entsorgen hat, wird den separaten Wertstoffbereich ansteuern.

Die Gebühren steigen nicht

„Dies führt zu einer deutlichen Entzerrung des Anlieferverkehrs“, sagt Michael Gottschalk, Abteilungsleiter Kreisentwicklung am Landratsamt, „sodass auch in Spitzenzeiten Staus der Vergangenheit angehören dürften.“

„Die Gebühren steigen nicht“, betonte Landrat Willibald Gailler, der darauf hinwies, dass jeder Landkreis-Bürger durchschnittlich 427 Kilo Abfall pro Jahr produziere. Roland Hadwiger sah in dem Bauprojekt einen „Quantensprung“. Aufgrund des im Bereich der Halle abschüssigen Geländes könne der Müll künftig oben angeliefert werden, die Container könnten in Kniehöhe befüllt werden. In dem Häuschen, in dem bisher der Radlader steht, wird eine Elektro-Altgerätehalle installiert, der Radlader bekommt eine eigene, neue Halle.

Auch „Privatnutzer“ OB Thomas Thumann sah in der neuen überdachten Halle einen „Riesenschritt“ nach vorne. „In der neuen Wertstoffhalle werden die Container für Sperrmüll, Papier, Bauschutt und viele andere Wertstoffe zentral und übersichtlich angeordnet“, sagt Michael Gottschalk. Für die Gesamtplanung und Konzeption der Maßnahme zeichnet die „ia GmbH“ aus München verantwortlich.

Wertstoffbetrieb läuft weiter

Den Tiefbau betreut das Ingenieurbüro Dotzer, für den Hochbau sind die „bharchitekten Regensburg“ zuständig. „Das umfangreichste Gewerk“, sagt Gottschalk, „die Hoch-, Tief- und Straßenbauarbeiten, wird mit der Firma Dörrmann aus Berg eine ortsansässige und bewährte Firma ausführen.“

Bei der neuen Wertstoffhalle werden sieben Dachträger verbaut, die jeweils 25 Meter lang und 5,5 Tonnen schwer sind. „Während der gesamten Baumaßnahme wird der Wertstoffbetrieb weiterlaufen“, sagt Gottschalk. Zuerst wird die neue Wertstoffhalle errichtet, ab Juli 2019 wird der Betrieb in die neue Halle verlegt, damit anschließend der bisherige Wertstoffbereich umgebaut werden kann.

Mehr aus Neumarkt und Umgebung:

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht