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Wirtschaft

Raiffeisenbank Parsberg wächst

Vorstandssprecher Martin Reindl sprach über die Finanzkrise, Vorstand Roland Pirzer präsentierte ein gutes Ergebnis.
Von Günter Treiber

Anton Ferstl (m. Urkunde) erhielt von Regionaldirektor Franz Penker (2.v.r.) die Silberne Ehrennadel, Peter Koller und Roland Lehner (2., 3. v.l.) wurden erneut in den Vorstand gewählt. FOTO: TREIBER
Anton Ferstl (m. Urkunde) erhielt von Regionaldirektor Franz Penker (2.v.r.) die Silberne Ehrennadel, Peter Koller und Roland Lehner (2., 3. v.l.) wurden erneut in den Vorstand gewählt. FOTO: TREIBER

Parsberg. Am vergangenen Dienstag fand im Burgsaal in Parsberg die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Parsberg-Velburg statt. Aufsichtsratsvorsitzender Roland Lehner hieß die Mitgliedervertreter herzlich willkommen. Er zeigte sich sehr erfreut über die Entwicklung der Mitgliederzahlen, die in den letzten Jahren stetig nach oben ging und zum Jahresende 2017 5 754 aufwies. „Wir werden auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken“, freute sich Lehner, „an unserer Erfolgsgeschichte haben alle zusammengearbeitet“.

Interessant für die Mitglieder war natürlich das Ergebnis, das trotz Niedrigzinsphase ein zufriedenstellendes Jahresergebnis aufwies, wie Vorstand Roland Pirzer erläuterte. Im Verlauf des vergangenen Jahres sei die Bank erneut gewachsen. Die Bilanzsumme konnte auf 395,9 Millionen Euro gesteigert werden, so der Vorstand. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 haben die Kunden der Bank Einlagen in Höhe von 302,4 Millionen. Euro anvertraut, was einer Steigerung von drei Prozent entspricht.

Erfreulich hohes Niveau

Erneut positiv verlief die Entwicklung im Kreditgeschäft. Durch eine überdurchschnittliche Steigerung von 8,1 Prozent stieg das Kundenkreditvolumen auf 179,2 Millionen Euro. Die gesamten Ausleihungen konnten sogar um 15 Prozent auf insgesamt 222,5 Millionen Euro ausgebaut werden. „Damit ist die Bank ein Motor der heimischen Wirtschaft und als Kreditgeber stark gefragt“, betonte Pirzer.

Auf weiterhin erfreulich hohem Niveau bewege sich das Kundengesamtvolumen, so Roland Pirzer weiter. Diese Kennzahl gebe die Gesamtheit aller Einlagen und Kredite wieder, inklusive der von der Bank betreuten Produkte ihrer Verbundpartner, wie etwa die Bausparkasse Schwäbisch Hall und andere. „Dieses betreute Kundengesamtvolumen erreichte am Jahresende einen Stand von 720,2 Millionen Euro“, freute sich der Vorsitzende, „was einem Zuwachs von neun Prozent entspricht“.

„Wir, die Genossenschaftsbanken, haben die Finanzkrise nicht gemacht“, ärgerte sich Vorstandssprecher Martin Reindl über die Folgen der Krise. Genau zehn Jahre sei die folgenschwere Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers her, die an den internationalen Finanzmärkten eine Kettenreaktion auslöste. „Die Genossenschaftsbanken haben mit dafür gesorgt, dass Deutschland diese Krise so gut gemeistert hat“, lobte Reindl. Die Folgen dieser Krise traf die Raiba jedoch besonders und auch mehrfach.

Schwerwiegende Folgen

Eine dieser Folgen sei die extreme Niedrigzinspolitik der EZB, die die Zinsmargen des risikoarmen Geschäftsmodelles dahinschmelzen lasse. Eine weitere Folge ist die Bankenregulierung, die die Bürokratie und die Personalkosten für hochausgebildete Spezialisten vervielfältigt hat. „Alleine in unserem Haus“ so Reindl „sind seit Ausbruch der Krise schätzungsweise drei bis vier Mitarbeiter zusätzlich nötig, um alle neuen Regularien und Meldungen einzuhalten.“

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden Roland Lehner und Peter Koller erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Eine erfreuliche Maßnahme hatte Regionaldirektor Franz Penker, im Gepäck. Er lobte in seiner Laudatio das Vorstandsmitglied Anton Ferstl für sein 25-jähriges Engagement und heftete ihm die Silberne Ehrennadel an.

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