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Region Neumarkt
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Pfarrei

Reichertshofen feiert die Erhebung

Vor 150 Jahren wurde Reichertshofen zu einer eigenständigen Pfarrei. Im September soll das Jubiläum zelebriert werden.
Von Andreas Meyer

An die Pfarrkirche Reichertshofen grenzt die Friedhofsanlage. Foto: Meyer
An die Pfarrkirche Reichertshofen grenzt die Friedhofsanlage. Foto: Meyer

Reichertshofen.Am vergangenen Dienstag vor 150 Jahren wurde die Pfarrei Reichertshofen offiziell zur Pfarrei erhoben. In den Jahren zuvor seit 1854 war man bereits eine selbstständige Pfarrkuratie. Am Sonntag, 23. September, soll das Jubiläum gefeiert werden.

Blickt man auf die Geschichte der Pfarrei Reichertshofen zurück, stellt man fest, dass sich in den vergangenen 150 Jahren viel getan hat. Seit der Erhebung zur Pfarrei 1868 waren bis heute elf Priester in Reichertshofen eingesetzt. Seit 1886 entstammen nicht weniger als 15 Priester und aktuell ein Diakon aus der heutigen Pfarrei.

Der Hochaltar der Pfarrkirche Foto: Meyer
Der Hochaltar der Pfarrkirche Foto: Meyer

Lehrer notierte viele Daten

Der verstorbene Hauptlehrer Josef Sichert schreibt in der Festschrift „125 Jahre Pfarrei Reichertshofen“ aus dem Jahr 1993 viele Begebenheiten in und um die Pfarrkirche nieder. So wurden in den Jahren 1862 bis 1869 die Empore umgebaut. Auch die beiden Seitenaltäre wurden entfernt. 1871 fand eine erste Erweiterung des Friedhofs statt, 1883 wurden neue Glocken angeschafft, wovon man in den Kriegsjahren 1917 zwei und 1943 weitere zwei Glocken abliefern musste.

Die Urkunde

  • Beweis:

    Im Staatsarchiv Amberg befindet sich eine Urkunde von König Ludwig II. aus Hohenschwangau vom 19. Dezember 1867.

  • Zustimmung:

    Der König stimmt darin mit seiner Unterschrift zu, die bisherige Pfarrkuratie Reichertshofen zu einer Pfarrei zu erheben. (nyr)

1929 wurden für die Gefallenen eine „Kriegerglocke“ und 1949 zwei neue Stahlglocken angeschafft. Ab 1932 wurde unter Pfarrer Franz Xaver Gottschalk, Maurermeister Max Bögl aus Sengenthal und Kirchenmaler Max Eckerle aus Neumarkt die Pfarrkirche gründlich innen und außen renoviert. 1938 wurde das elektrische Licht in der Kirche installiert. Nach Abriss der Schule 1985 wurde der Friedhof ein weiteres Mal erweitert. 1992 wurde der Grundstein für das Pfarrzentrum St. Nikolaus gelegt. Ein Jahr später wurde es eingeweiht. Und so trifft es sich gut, dass neben dem Jubiläum der Pfarrei in diesem Jahr auch noch der 25. Geburtstag des Pfarrzentrums St. Nikolaus gefeiert werden kann.

Diese Steintafel in der Taufkapelle zeigt die Namen der Priester, die hier gewirkt haben. Foto: Meyer
Diese Steintafel in der Taufkapelle zeigt die Namen der Priester, die hier gewirkt haben. Foto: Meyer

Eichstätt stimmte zu

Im Staatsarchiv Amberg befindet sich eine Urkunde, in der König Ludwig II. aus Hohenschwangau mit seiner Unterschrift bekräftigt, dass Reichertshofen eine eigene Pfarrei wird.

Das Bischöfliche Ordinariat Eichstätt stimme diesem historischen Schreiben am 16. Januar 1868 zu, das die Kuratie Reichertshofen zur Pfarrei erhoben wird. Aus dem Schreiben des bischöflichen Ordinariats ist zu entnehmen: „Indem wir für die abschriftliche Mitteilung der allerhöchsten Entschließung vom 19. vorigen Monats und Jahres im Betreff ‘Erhebung der Pfarrkuratie Reichertshofen zur Pfarrei’ verbindlichst danken.“

Der damalige Pfarrer Martin Geidtner wurde im Schreiben des Bischöflichen Ordinariats aufgefordert, die Entscheidung der Pfarrgemeinde von der Kanzel zu verkünden und über die Rechte einer Pfarrkirche zu belehren.

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