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Finanzen

Rekord-Haushalt in Berg genehmigt

Der Friedhof in Berg soll neu gestaltet werden. Außerdem soll eine neue Aussegnungshalle entstehen, hieß es im Gemeinderat.
Von Hans Stepper

Vom Fortgang der Arbeiten an den Außenlagen beim Sport- und Kulturzentrum in der Schulstraße überzeugten sich die Gemeinderäte. Fotos: Stepper
Vom Fortgang der Arbeiten an den Außenlagen beim Sport- und Kulturzentrum in der Schulstraße überzeugten sich die Gemeinderäte. Fotos: Stepper

Berg.Bürgermeister Helmut Himmler hat mit dem langjährigen gemeindlichen Kämmerer Otmar Donhauser am Donnerstagabend bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung den von der Verwaltung ausgearbeiteten Entwurf des Gemeindehaushalts für das Jahr 2019 vorgestellt. Himmler sprach von einem Rekord-Haushalt seit Bestehen der Großgemeinde Berg vor 41 Jahren und von einem qualitativ hervorragenden Zahlenwerk.

„Wir in der Gemeinde Berg leisten uns nur das, was wir auch bezahlen können“, sagte der Bürgermeister und verwies auf die Kommunalpolitik in Berg, die seit Jahren von Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit durch solide und strikte Finanzpolitik geprägt sei. Das Haushaltsjahr 2019 sei wiederum gekennzeichnet von kräftigen Investitionen in die technische und soziale Infrastruktur des Gemeinwesens in der Gemeinde.

Sorgfältig mit Geldern umgehen

Himmler machte bei der Vorstellung des Haushalts nochmals deutlich, dass die Gelder, die im Haushalt eingesetzt sind, nicht Gelder des Bürgermeisters oder Gemeinderates seien, sondern die Finanzmittel der gesamten Bürgerschaft. Mit diesen Geldern, so Himmler, müsse man sorgfältig und behutsam umgehen.

Diese Kernaussage von Bürgermeister Helmut Himmler stand hinter dem aktuellen Gemeindehaushalt, der sich in Einnahmen und Ausgaben auf 32,56 Millionen Euro beläuft und nun dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt wurde. Der Verwaltungshaushalt steht mit 14,582 Millionen Euro zu Buche und der Vermögenshaushalt mit 17,981 Millionen Euro. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt betrage heuer mehr als 3,738 Millionen Euro.

Als „klassische Leitplanken“ verantwortungsbewusster und damit nachhaltiger Finanz- und Haushaltspolitik bezeichnete Himmler die sparsame Bewirtschaftung der Haushaltsmittel einerseits und die bestmögliche Sicherung von Einnahmen und Zuschüssen andererseits.

Nachdem die Fraktionssprecher Markus Mederer (CSU), Richard Kreuzer (LBG), Anita Vogel (SPD) und Hans Bogner (FWG) wegen des nachhaltigen Haushalts 2019 dem Bürgermeister sowie Donhauser und die Verwaltung mit Lob bedachten, sagte Himmler: „Berg verfügt über sehr gute Voraussetzungen für eine sinnvolle, nachhaltige und zukunftsfähige Gemeindeentwicklung“.


Berg investiert nachhaltig

Wie der Bürgermeister betonte, seit das Haushaltsjahr 2019 wieder gekennzeichnet von kräftigen Investitionen in die technische und soziale Infrastruktur des Gemeinwesens. Umwelt- und Gewässerschutz, nachhaltige Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Schulen, Bildung, Kultur, Kinderbetreuung, Vitalisierung der Dörfer und nachhaltige Forstwirtschaft gehörten zur Verbesserung der Ressourcen und der Lebensqualität der fast 8000 Einwohner in der Gemeinde. Ein wichtiger Punkt sei eine moderne Familien-Politik, angefangen von den Angeboten für die Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und besonders auch für die Senioren. Sachgerecht und modern ausgestattet seien auch die Feuerwehren im Bereich der Kommune, um die auch in Zukunft anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Im Herbst dieses Jahres erhalte die Feuerwehr Stöckelsberg ein neues Fahrzeug und im kommenden Jahr die Feuerwehr Oberölsbach. Im Haushaltsjahr 2019 seien auch Kosten eingesetzt für den derzeitigen Erweiterungsbau der Feuerwehr Sindlbach.

1,82 Millionen Euro fließen heuer in die Verbesserung der Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen. Als weitere wichtige Punkte bezeichnete der Bürgermeister den Ankauf und die Ausweisung von Bauland für junge Familien sowie die Ansiedelung von Handel und Gewerbe. Erfreulich sei, dass die Kommune seit März 2011 schuldenfrei sei – trotz großer Investitionen wie das Sport- und Kulturzentrum an der Schulstraße, das heuer noch mit ihren Außenanlagen komplett fertig werden soll. Bis Ende des Jahres werde die Gemeinde in die lokale DSL-Infrastruktur 1,315 Millionen Euro investiert haben.

Positiv sei für die Grundstücksbesitzer und Gewerbetreibenden, dass die Realsteuersätze (Grundsteuer A und B, Gewerbesteuer) unverändert bei 300 Prozentpunkten bleiben.

Weiter sparsam haushalten

Trotz der guten finanziellen Lage werde Himmler „den bewährten Kurs der strikten, sparsamen und intensiven Haushaltspolitik konsequent und ohne Abstriche weiter fortsetzen“. Die einstimmig beschlossene Haushaltssatzung sowie der Finanz- und Stellenplan treten rückwirkend zum 1. Januar 2019 in Kraft.

Die alte Leichenhalle soll einer neuen Aussegnungshalle weichen. Foto: Stepper
Die alte Leichenhalle soll einer neuen Aussegnungshalle weichen. Foto: Stepper

Architekt Markus Kraus vom Büro Knychalla + Team zeigte den Gemeinderäten die Entwurfsplanung für die Erweiterung und Neustrukturierung des Friedhofs in Berg mit dem Neubau einer Aussegnungs- und Verabschiedungs-Halle auf. Die neue Aussegnungshalle solle bis zu 100 Trauergästen Sitzplätze bieten. Im Verabschiedungsraum können drei Verstorbene aufgebahrt werden. Die Bestatter können nach der Fertigstellung des Projekts im kommenden Jahr direkt von der Herrnstraße zum Aussegnungs-Gebäude fahren. Eingeplant seien auch weitere Urnengräber. Einige Gemeinderäte störte die bereits bestehende Mauer, die das von der Gemeinde erworbene Nachbargrundstück, auf dem die Aussegnungshalle mit einer Ruhefläche und den anonymen Gräber im Grünen entstehen soll. Sie hätten sie am liebsten entfernt. Die geschätzten, vorläufigen Kosten belaufen such auf etwa 1,3 Millionen Euro.

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