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Katastrophenschutz

Retter stellten sich den Kindern vor

Am Donnerstag fand zum zweiten Mal der Blaulichttag an der Erich Kästner Schule in Postbauer-Heng statt.
Von Nicole Götz

Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Postbauer-Heng zeigten den Schülern, wie man jemanden aus dem Auto schneidet. Foto: Götz
Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Postbauer-Heng zeigten den Schülern, wie man jemanden aus dem Auto schneidet. Foto: Götz

Postbauer-Heng.Verschiedene Hilfsorganisationen stellten sich vor und beantworteten die Fragen der Schüler. Einige Mitglieder der Hundestaffel Neumarkt zeigten wie sie arbeiten, indem sie die Hunde zwei versteckte Schüler suchen ließen. Die Tiere werden alle 18 Monate in einem Eignungstest geprüft. Die Betreuer der Tiere sind dabei ehrenamtlich tätig.

Bei den Hunden der Rettungsstaffel handelt es sich um Flächensuchhunde. Das bedeutet, dass sie ein bestimmtes Gebiet haben, zum Beispiel ein Waldstück, in dem sie jeden Menschen anzeigen, der sich in diesem Gebiet befindet, auch wenn es sich um einen Pilzsammler handeln sollte. Hat der Hund einen Menschen gefunden, kommt er sofort zurück zu seinem Betreuer und führt diesen dorthin.

Die Freiwillige Feuerwehr Postbauer-Heng demonstrierte das Aufschneiden eines Autos sowie das Aufbrechenaufbrechen einer Autoscheibe. Mit dabei waren auch Silja und Carina, die Schülerinnen an der Erich Kästner Schule sind und sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagieren.

Der Leiter der Jugendfeuerwehr Postbauer-Heng Sven Kassner zeigte den Schülern den Aufbau eines Feuerwehrautos. Im Tank des Wagens befinden sich 2000 Liter Wasser. Zusätzlich gibt es eine Schaummischanlage, deren Tank 125 Liter fasst. Mittels Knopfdruck wird der Schaum zugeleitet und ein Schaumwassergemisch entsteht. Sven Kassner erklärte weiter, dass je nach Wasserdurchlauf eines Stahlrohrs, das vorne auf den Schlauch aufgesetzt wird, der Wassertank nach nur etwa 2,5 Minuten erschöpft sei und man dann auf Hydranten zurückgreifen müsse.

Hier finden Sie weitere Informationen zum THW:

Mitglied beim THW

  • THW:

    Auch das Technische Hilfswerk (THW) war mit einem LKW vertreten. Alle Mitglieder des THW Neumarkt sind ehrenamtlich tätig. Bereits ab zehn Jahren können Kinder sich dort ausbilden lassen.

  • Einsätze:

    Ab 17 Jahren dürfen sie an richtigen Einsätzen teilnehmen und dabei alle Gerätschaften nutzen. In der Ausbildung ist es möglich, den LKW-Führerschein zu machen.

90 000 Liter Wasser benötigt

Beim Brand hinter der Diskothek vor etwa zwei Jahren habe man insgesamt 90000 Liter Wasser benötigt, um den Brand vollständig zu löschen. Zum Auspumpen von Kellern und Ähnlichem gibt es einen Wassersauger, der so arbeitet wie ein normaler Staubsauger. Zudem verfügt das Feuerwehrauto über eigenen Strom. Des Weiteren zeigte die Freiwillige Feuerwehr Neumarkt ihr Feuerwehrauto mit Drehleiter.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Postbauer-Heng hatte einige Dinge im Gepäck, die die Schüler ausprobieren durften, unter anderem einen Rollstuhl, Krücken und eine Brille, durch die man sehen kann wie ein Mensch mit Sehbehinderung. Die Schüler durften zusehen, wie ein Blutzuckertest mit einem entsprechenden Messgerät vorgenommen wird.

Die Mitglieder des BRK wiesen darauf hin, dass man immer die Einwilligung des Patienten brauche, bevor man ihn sticht oder ihm eine Spritze gibt, da es sich andernfalls um eine Körperverletzung handle. Zwei Jugendliche durften versuchen, einen Schüler im Rollstuhl die Rampe zum Rettungswagen hochzufahren. Außerdem durften sie die Trage ausprobieren. Die Polizeiinspektion Neumarkt zeigte ihre schusssicheren Westen, die innen mit einer Keramikplatte ausgestattet sind. Der 13-jährige Marko aus der siebten Klasse durfte die über 30 Kilogramm schwere Ausrüstung, die bei größeren Einsätzen benutzt wird, anziehen und damit um den Sportplatz der Schule laufen.

Mut und Pünktlichkeit wichtig

Die Vertreter der Bundespolizei erörterten zusammen mit den Schülern, welche Eigenschaften jemand mitbringen muss, der Polizist werden möchte. Besonders wichtig seien dabei Ausdauer, Mut, Menschenkenntnis, Pünktlichkeit und Einfühlungsvermögen. Gerade eine gute Menschenkenntnis sei unerlässlich, um sein Gegenüber einschätzen zu können.

Die Verkehrswacht Neumarkt war mit einem LKW der Fahrschule Otto vertreten und hatte den toten Winkel markiert, in den sich Schüler stellten. Einige Schüler konnten vom Fahrersitz des LKWs aus überprüfen, ob sie die Gruppe sehen konnten. Außerdem hatte die Verkehrswacht eine Fahrsimulation aufgebaut. Vor rund drei Jahren wurde der erste Blaulichttag durchgeführt. Dieses Jahr nahmen alle Klassen teil und auch der zweite Bürgermeister ließ sich einen Besuch nicht nehmen.

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