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Baustelle

Rosengarten soll so werden, wie er war

Das Areal rund um das Klinikum Neumarkt sieht schlimm aus derzeit. Doch das Ziel aller ist es, den Garten zu retten.
Von Nicole Selendt

So sah der Laubengang am Kanal vor Beginn der Bauarbeiten aus. Foto: Franz Kraus
So sah der Laubengang am Kanal vor Beginn der Bauarbeiten aus. Foto: Franz Kraus

Neumarkt.Garten- und vor allem Rosenliebhaber müssen derzeit ganz stark sein. Der Rosengarten, beliebter Erholungsraum für Patienten und Besucher, ist in keinem guten Zustand. Weil dort noch einige Monate gebaut wird, ist ein Teil des Geländes aus Sicherheitsgründen gesperrt, viele Beete sind zerstört, der Bogengang am LDM-Kanal wurde vorübergehend entfernt, die Bögen liegen auf dem Gelände herum.

Architekt Hans-Jürgen Distler und Klinikumssprecher Oliver Schwindl sei „die Sensibilität der Bevölkerung diesbezüglich bekannt“, wie sie bei einem Rundgang über die Baustelle versichern. Deswegen versprechen sie: „Der Rosengarten wird wieder so schön wie vorher.“ Auch Landschaftsarchitektin Maria Boßle, die mit der Planung des Außenbereichs am Klinikum beauftragt ist, sagt das auf Anfrage des Neumarkter Tagblatts. Sie kann die Bürger verstehen, die beim momentanen Anblick des Rosengartens nicht gerade glücklich sind: „Es schaut schlimm aus – das finde ich auch.“

„Der Rosengarten wird wieder so schön wie vorher.“

Architekt Hans-Jürgen Distler

Boßle werde in enger Kooperation mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege, der im Landratsamt angesiedelt ist, die Beete planen. Bereiche mit Sitzgelegenheiten, der Bogengang am Kanal entlang und die Flächen am Gebäude entlang müssten wieder bepflanzt werden. Dass das mit viel Arbeit verbunden sein wird, weiß Susanne Flach-Wittmann.

Sie ist im Landratsamt Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege und damit auch zuständig für die Außenanlagen des Klinikums, einer Kreiseinrichtung. Denn derzeit sei das Gelände sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, durch Bauarbeiter, Baumaterialien, Maschinen. Dass das Gelände wieder neu überplant und bepflanzt werden muss, sieht Flach-Wittmann allerdings als Chance an. So könne man neue Farbkombinationen ausprobieren und mit den Farbspektren, die Rosen zu bieten haben, experimentieren. Auch könne man in einigen Beeten zeigen, wie sich Rosen mit Stauden kombinieren lassen, oder welche Begleitpflanzen in Kombination mit Rosen möglich sind.

Maria Boßle nennt zum Beispiel Lavendel, Salbei oder andere Kräuter. Dass sich die Landschaftsarchitektin so eng mit dem Kreisverband abspricht, auf deren Wünsche in Sachen Sorten und Detailgestaltung, eingeht, findet Flach-Witmann sehr positiv: „Wir arbeiten da sehr gut zusammen.“ Und das sei auch schon bei der Planung des Garten vor einigen Jahren so gewesen. Auch damals war Maria Boßle schon mit der Planung des Gartens betraut gewesen.

Was derzeit im Klinikum neu gebaut wird, erfahren Sie hier

Doch bevor der Kreisverband mit seinen Gärtnern die neuen Rosen aussuchen, besorgen und pflanzen kann, müssen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Kommende Woche werden für die Außenarbeiten bereits die Aufträge vergeben, etwa ab Herbst kann der Innenhof hinter der Geburtshilfestation bearbeitet werden. Weil es dort sehr schattig ist, werden laut Boßle dort hauptsächlich Sitzgelegenheiten entstehen. Erst im Frühjahr, wenn die neue Geburtshilfestation und die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung längst ihre Arbeit aufgenommen haben, könne man dann mit den Arbeiten im Rosengarten beginnen.

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