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Musik

Sängerstars von morgen in Neumarkt

Nachwuchssänger aus aller Welt kommen für eine Fortbildung nach Neumarkt. Die Zuhörer können sie in Konzerten live erleben.

Beim Eröffnungskonzert war der Reitstadel bereits ausverkauft. Foto: Michael David
Beim Eröffnungskonzert war der Reitstadel bereits ausverkauft. Foto: Michael David

Neumarkt.Zum neunten Mal ist Neumarkt mit seinem für die außergewöhnlich gute Akustik bekannten Konzertsaal des historischen Reitstadels für sechs Wochen Gastgeber der Internationalen Meistersinger Akademie (IMA).

Aus über 200 Sängern aus aller Welt haben sich dieses Jahr 16 Nachwuchstalente aus acht Nationen für den Kurs qualifiziert. Zentraler Bestandteil ist der Unterricht durch die Künstlerische Leiterin Prof. Dr. Edith Wiens und zahlreiche hochkarätige Gastprofessoren. Das Eröffnungskonzert mit den talentierten Sangeskünstlern und den Nürnberger Symphonikern unter der Leitung von Michael Hofstetter fand am vergangenen Mittwoch statt.

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Junge Talente treten im Reitstadel auf

Nach acht Tagen intensivsten Coachings präsentierten sich die jungen Sänger und Sängerinnen zum ersten Mal dem Neumarkter Publikum im ausverkauften Reitstadel. Bevor es allerdings mit den zukünftigen Stars losging, gewährte die Initiatorin der IMA, Prof. Dr. Edith Wiens, einen kleinen Einblick in ihre künstlerische Seele. Die Arbeit mit den jungen Menschen sei inspirierend und vielversprechend. Besonders glücklich sei sie, dass die meisten Teilnehmer der vergangenen IMAs auf namhaften Bühnen im In- und Ausland Erfolge feierten und zum Teil vor festen Engagements stünden.

Eröffnet wurde dieses Konzert mit der Overtüre des „Barbiers von Sevilla“ von Gioachino Rossini.

IMA-Veranstaltungen

  • 30. Juli: Liederabend mit Franz Schubert und italienischen Komponisten; Reitstadel, 19 Uhr
  • 4. August: Öffentlicher Meisterkurs mit Kammersängerin Brigitte Fassbaender; Reitstadel, 14 Uhr
  • 7. August Generalprobe zur Operngala, Reitstadel, 18 Uhr
  • 8. August: Operngala; Reitstadel, 19 Uhr


Der Funke springt über

Angenehm aufgeregt betrat die Jungstudentin Libby Sokolowski, Sopranistin aus den Vereinigten Staaten, die Bühne. Trotzdem oder vielleicht auch genau deswegen kam ihre Darbietung der Pamina aus „Die Zauberflöte“ glaubhaft und überzeugend rüber. Vom ersten Ton an ging ihre Stimme unter die Haut. Vital, inspiriert und selbstbewusst verkörperte die kanadische Mezzosopranistin Sarah Bissonnette die Rosina aus Rossinis „Barbier von Sevilla“.

Jamez McCorkles Auftritt vereinte einfach alles, was einen zum Star macht. Kräftige, variable Stimme, eine Bühnenpräsenz, die kaum zu beschreiben ist – die Nürnberger Symphoniker waren eigentlich gar nicht mehr vorhanden – und der sofort überspringende Funke zum Publikum. Dass es nicht immer nur Arien von Mozart, Rossini, Verdi und Donizetti sein müssen, bewies die Interpretation der schwärmerisch-melancholischen Bariton-Arie „Mein Sehnen, mein Wähnen“ aus „Die Tote Stadt“ von Erich Korngold. Feinsinnig, mit Tiefgang und berührender Stimme, hin und hergerissen zwischen Trauer, Hoffnung und Wut, zelebrierte Dominic Sedgwick – Bariton, die emotionalen Höhen und Tiefen einer dramatischen Geschichte. (nmd)

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