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Sankt Nepomuk ist bald wieder da

Der Berchinger Brückenheilige wird gerade restauriert.
Franz Guttenberger

Am Rossmarkt begrüße St. Nepomuk noch munter die Gäste. Dann traf ihn Sturm Sabine.
              Foto: Franz Guttenberger
Am Rossmarkt begrüße St. Nepomuk noch munter die Gäste. Dann traf ihn Sturm Sabine. Foto: Franz Guttenberger

Berching.Eine Gemeinde hat vielseitige Aufgaben zu erledigen. Dazu zählt in Berching auch die Pflege des Brückenheiligen St. Nepomuk. Im Rahmen der Dorferneuerung in Holnstein wurde darum damals die Figur auf der Laberbrücke restauriert.

Zum Abschluss erfolgte letztes Jahr die Segnung aller ausgeführten Arbeiten. Doch vom heiligen St. Nepomuk gab es keine Spur. Monatelang sei er bei einer Firma in Nürnberg verschollen gewesen. Dank der Initiative von Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Ortssprecher Christian Meissner sei er aber wieder zum Vorschein gekommen und thront und seit vergangenem Herbst nun wieder am gewohnten Platz. Doch seit dem Berchinger Rossmarkt fehlt der nächste Nepomuk–diesmal an der Johannes- Brücke. Die Heiligenfigur wurde im Februar vom Ast eines nebenstehenden Baumes getroffen, als Sturm Sabine durchs Land fegte.

Dabei trug der steinerne Schutzpatron Schäden davon. Darum beauftragte man einen Berchinger Steinmetz mit der Reparatur . Wie das Bauamt der Stadt Berching mitteilte, könne der Nepomuk schon bald wieder von der Brücke grüßen. Eine zweite Odyssee wie in Holnstein soll es dabei nicht mehr geben. Die Altstadtfreunde hatten die Figur erst vor 10 Jahren renovieren lassen. Der Stein habe durch witterungsbedingte Schäden einer umfassenden Sanierung bedurft. Außerdem habe der Vorsitzende der Altstadtfreunde, Hans Schoyerer, den Lorbeerkranz auf dem Haupt des Brückenheiligen neu angefertigt.

St. Nepomuk sei ein Wahrzeichen der Stadt, sag Schoyerer. Seit 1734 stehe die Figur schon auf der Johannes-Brücke. Er sei damals von Johann Georg Pettenkofer gestiftet worden, einem der angesehensten Bürger des Städtchens. Er habe vom Weinhandel gelebt und war einige Jahre Bürgermeister von Berching.

Neben dem Heiligen Nepomuk stiftete Pettenkofer im Jahr 1722 außerdem einen stolzen Betrag für die Neuerrichtung des Kapuzinerklosters, dem späteren Franziskanerkloster und heutigen Pettenkoferhaus. (ugu)

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