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Schauspieler durchleiden eine harte Zeit

Darsteller hoffen darauf, ihr Stück bald aufführen zu dürfen. Der Kulturförderkreis Berching bereitet das neue Jahr vor.
Von Barbara Blaser

Vorsitzender Armin Edbauer vor der verschlossenen Tür der Kulturfabrik  Foto: Barbara Blaser
Vorsitzender Armin Edbauer vor der verschlossenen Tür der Kulturfabrik Foto: Barbara Blaser Foto: Barbara Blaser

Berching.Kultur in Zeiten von Corona steht ganz hinten an. Das war, beziehungsweise ist für die Schauspieler der Kulturfabrik eine harte Zeit, wie der Kulturförderkreis in einer Pressemitteilung schreibt.

Eigentlich sollte es in diesem Jahr mit den Theateraufführungen „Der Hund von Baskerville“ perfekt laufen. Die Darsteller hatten über Monate „mit einem enormen Aufwand“ geprobt. Die Premiere und ein Wochenende durften sie ihr Stück dann auch aufführen, nun ruht aber alles. Aber dennoch stecken sie den Kopf nicht in den Sand. Wenn es die Corona-Zeit erlaubt, führen sie das Kriminalstück mit britischem Humor auf der Sulzbühne mit allen Sicherheitsmaßnahmen, die zu diesem Zeitpunkt gelten, auf. „Wir sind im Standby-Modus und können relativ kurzfristig reagieren“, so der Vorsitzender des Kulturförderkreises Armin Edbauer. Er nimmt die Situation ziemlich gelassen, denn ändern kann man eh nichts, so seine Einstellung.

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Verträge liegen auf Eis

Das Bühnenbild würde in abgespeckter Form auf der Sulzbühne aufgebaut werden. Mit einer Wiederholung insgesamt rechnet er eher nicht, wenn dann 2021 in der neuen Kulturhalle Christoph Willibald Gluck. Die Verträge mit den Künstlern für 2020 liegen auf Eis. Der Vorverkauf für „Kultur im Herbst“ ist gleich null, was man derzeit gut verstehen kann. „Die Leute warten erst, wie die Krise mit dem Virus sich entwickelt. Die Verträge mit den diesjährig geplanten Künstlern werden wahrscheinlich mit neuen Terminen angeboten. Auf die Frage, ob die Baustelle der neuen Kulturhalle im Zeitplan liegt, sagte Armin Edbauer: „Ich habe noch nichts von einer Terminverzögerung gehört.“

Kulturförderkreis

  • Engagement:

    Kultur ist nicht systemrelevant und wird bestimmt das Letzte sein, das nach den ganzen Maßnahmen wieder öffnet. Trotzdem haben sich die Verantwortlichen von der Corona-Krise nicht unterkriegen lassen und freuen sich wieder auf die Zuschauer.

  • Vorbereitung:

    Trotz der Corona-Krise laufen die Vorbereitungen des Kulturförderkreises für das kommende Jahr weiter. Die Mannschaft steht geschlossen hinter dem Vorsitzenden. Auch wenn der Verein sein gewohntes Terrain verlassen muss, arbeiten alle mit der gleichen Intensität weiter.

Über den Umzug von der „eigenen“ Kulturfabrik in die Kulturhalle, die mehrfach genutzt werden kann, waren die Mitglieder anfangs nicht vollends begeistert. „Die Planungen wurden mit uns abgestimmt und vonseiten der Stadt diskutiert. Das Ganze wird etwas enger, wir sind nicht mehr so frei und flexibel, arrangieren uns aber gerne. Darum setzen wir so früh wie möglich unsere Termine.“ Für das Jahr 2021 hat der Kulturförderkreis bereits 26 Daten festgehalten.

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Fragen bleiben natürlich offen, zum Beispiel, wo die Proben stattfinden können. Diese Unsicherheit werden die Darsteller mit der Stadt in enger Zusammenarbeit klären.

Keine Einnahmen

Keine Aufführung bedeutet für den Verein auch keine Einnahmen. „Wir haben enorme finanzielle Einbußen“, so Edbauer. Aber zum Glück ist der Verein beim bayerischen Amateur-Theater-Verband Mitglied. Dieser Verband mit etwa 660 Bühnen hat die Regierung um Unterstützung gebeten. „Darauf hoffen wir, so dass auch unser Verein davon etwas abbekommt.“

Trotz der Corona-Krise laufen die Vorbereitungen des Kulturförderkreises für das kommende Jahr weiter. Die Mannschaft steht geschlossen hinter dem Vorsitzenden. Auch wenn der Verein sein gewohntes Terrain verlassen muss, arbeiten alle mit der gleichen Intensität und großer Lust an den aufgetragenen Aufgaben weiter. Aber natürlich müssen die Verantwortlichen auf die Zuschauer reagieren, wie sie das neue Domizil annehmen.

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