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Backofenfest

Schlüter-Prototyp zog Blicke auf sich

In Prönsdorf gab es ausgefallene Oldtimer zu sehen.
Von vera Gabler

Die „Stoaquetsch’n“ war eine Attraktion in Prönsdorf.  Foto: Vera Gabler
Die „Stoaquetsch’n“ war eine Attraktion in Prönsdorf. Foto: Vera Gabler

Prönsdorf.Kaum waren die Absperrungen und die Bestuhlung für das Backofenfest aufgestellt, schon trafen die ersten Oldtimerfreunde mit ihrem Fuhrpark in Prönsdorf ein. Seit zwölf Jahren gehört das Oldtimertreffen zum festen Termin in den Jahreskalender, sei es für die Feuerwehr und den Obst- und Gartenbauverein als Veranstalter, für die Schlepperfreunde aus Utzenhofen als Organisator des Treffens, und für die Besucher, die damit einen Sonntagsausflug verbinden. In diesem Jahr waren zudem vier Tische für das Klassentreffen um den ehemaligen Schullehrer Alfred Zeitler reserviert worden, und so herrschte auch da eine große Wiedersehensfreude. Im Hintergrund, aber dennoch hörbar, machten Da Schore und da Franz Musik, während sich die Besucher und Aussteller erst einmal an dem gegrillten Spanferkel stärkten. Bis zur Rundfahrt konnten die Traktoren, alte Zweiräder und Autos besichtigt werde. Es fanden Fachgespräche statt: Wo bekommt man die Ersatzteile noch her ? Andere erinnerten sich an die ersten eigenen Fahrten mit dem VW Käfer oder mit der Zündapp. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Schlüter AS22-80, Baujahr 1954 geschenkt. Laut Besitzer Benjamin Zitzelsberger und Recherchen war der Traktor ein Prototyp, aber aufgrund des damaligen Kaufpreises von 16 500 Deutsche Mark nicht vermarktbar gewesen.

Richtig laut ging es an der „Stoaquetsch’n“ von Fred Geitner aus Bernla zu. Gebaut von der Landmaschinenfirma Firtsch in Parsberg verrichtete sie jahrzehntelang ihren Dienst in der ehemaligen Gemeinde Engelsberg, so Geitner. Mit der „Stoaquetsch’n“ wurden die Steine gebrochen, die auf den Äckern zusammengeklaubt wurden, und dann als Auffüllmaterial bei Baumaßnahmen oder zum Wegebau verwendet. Mit den Jahren änderte sich die wirtschaftliche Lage, und die „Stoaquetsch’n“ wurde beiseitegestellt. „Sie stand dann rund 30 Jahre zwischen Stauden und Brennnesseln, siechte so vor sich hin“, weiß Geitner, der sie dann vor elf Jahren restaurierte und auf Vordermann brachte.

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