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Schmucken Neubau im Visier

Der FC Möning bekommt ein modernes Sportheim mit Gymnastikhalle. Die Kosten betragen eine knappe Million Euro.
Von Gerd Schlittenbauer

Nach leichten Anfangsschwierigkeiten kann es nun richtig losgehen: Der Spatenstich für das Möninger Sportheim ist erfolgt.
Nach leichten Anfangsschwierigkeiten kann es nun richtig losgehen: Der Spatenstich für das Möninger Sportheim ist erfolgt. Foto: Gerd Schlittenbauer/Gerd Schlittenbauer

Möning.Der FC Möning hat die Gunst der Stunde genutzt, was die Bezuschussung zum Bau des neuen Sportheims mit Gymnastikhalle betrifft. 40 Prozent staatliche Fördergelder konnten über den BLSV beantragt werden. Als es diesen Sondertopf noch nicht gab, waren nur 20 Prozent möglich. Ein wenig ausgebremst durch die Viruskrise, konnte nun am Mittwochabend der Spatenstich für das Millionenprojekt erfolgen.

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„Das alte Sportheim war zu klein, in der Schule gab es keine Möglichkeit mehr und so mussten wir das Projekt angehen“, sagte FC-Vorsitzender Christian Muschaweck bei seiner Begrüßungsrede. Sieben Entwürfe wurden eingereicht, bis der passende gefunden wurde, doch auch dieser stieß bei der Umsetzung auf Schwierigkeiten, wie Muschaweck ausführte. So stellten die Bauwilligen im März beim Kanaleinstich fest, dass der Unterboden nicht trägt. Ein Gutachter bewies, dass erst in 4,5 Metern Tiefe fester Untergrund folgt, sagte der Vorsitzende. So rauchten zunächst einmal die Köpfe, wie man diesen Bau, der auch der nächsten Generation dienen soll, wie Muschaweck sagte, denn angehen solle.

Bohrpfähle in Boden gerammt

Für acht Tonnen Stahl in Form von 38 Bohrpfählen entschieden sich die Bauherren vom FC Möning schließlich und ließen diese sechs Meter tief in den weichen Boden rammen. „Es läuft eben nicht immer alles nach Plan“, musste Bürgermeister Alexander Dorr einräumen, „der Möninger Bach hatte seinen Verlauf früher anders“. Ein „richtiger Akt“ sei das gewesen, blickt Vorsitzender Muschaweck zurück.

Doch nun atmet man auf beim FC Möning, denn bis Ende Juni sollen die Bodenplatten installiert werden. „Eineinhalb Jahre lang gab es Informations- und Kontaktgespräche“, sagte Muschaweck. „Es war eine super Zusammenarbeit mit der Stadt Freystadt und dem BLSV.“ Letzterer war durch Kreisvorsitzenden Robert Hoidn vertreten, der bestätigte, dass das alte Sportheim „nicht mehr zeitgemäß“ gewesen sei. Der FC habe die „Gunst der Stunde genutzt“ und bekomme nun einen 190 Quadratmeter großen Gymnastikraum. Das alte Sportheim werde einmal den Parkplätzen weichen müssen.

Der Verein

  • FC Möning:

    Der Verein hat 600 Mitglieder und eine 70-jährige Vereinsgeschichte.

  • Abteilungen:

    Fußball, Tischtennis, Tennis, Ski, Damengymnastik, Kinderturnen

  • Neues Sportheim:

    Das Erdgeschoß beherbergt den Gaststättenbereich mit Umkleiden, WCs und Duschen, das Obergeschoß die Gymnastikhalle sowie Gymnastikraum, Umkleide und Büro. (ngs)

Gefördert werde nur, was sportlich genutzt wird, sagte Hoidn, und davon gebe es über den BLSV-Sondertopf 40 Prozent öffentliche Gelder. 15 Prozent kämen von der Stadt Freystadt und zehn Prozent vom Kreis, bekräftigten Bürgermeister Dorr und Vorsitzender Muschaweck. Der Gaststättenbereich unterliege jedoch nicht der Förderung, sagte der FC-Boss.

Die vorhandenen Zuschüsse seien „eine gute Basis“, meinte Robert Hoidn: „Es ist wichtig, dass solche Anlagen für die Bevölkerung angeboten werden. Die Gymnastikhalle wird auch eine große Erleichterung für die anderen Hallen sein.“ Verwaltungstechnisch nicht immer ganz einfach sei es, die Gelder aus München von der dortigen BLSV-Zentrale loszueisen: „Es sind alles öffentliche Gelder und der BLSV kontrolliert genau.“

Frühere Vorstände helfen

Mit diesem Vorhaben hätten die Ehrenamtlichen „viel Mut bewiesen“, sagte Bürgermeister Alexander Dorr. Nun müsse man „dran bleiben“. Damit die Mitglieder im Zuge des Baus nicht zu viel graue Haare bekämen, sei auch die Mitarbeit der früheren Vorstände sehr hilfreich, sagte Dorr.

Des Bürgermeisters Amtsvorgänger und jetzige Landrat Willibald Gailler sieht im wachsenden Möning einen „Ort mit Zukunft und guter Infrastruktur“. Der Sportheimbau sei „eine gute Investition“ und biete dem FC Möning künftig „vielfältige sportliche Möglichkeiten“. Die moderne Planung von Netter-Bau passe „gut auf das Areal“.

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