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Evangelisches Dekanat

Schule, Kirche, Menschen – alles soll vernetzt sein

Das evangelische Dekanat schaltet eine Plattform frei, auf der Angebote für die Unterrichts-Gestaltung gesucht und feilgeboten werden können.

Gute Laune am Dienstagnachmittag: das Ehepaar Fuchs (Mitte) mit Dekan Dr. Norbert Dennerlein (r.) und dem Schulbeauftragten Bernd Baran.

Neumarkt. Noch ist das Projekt nicht am Start – der evangelische Dekan Dr. Norbert Dennerlein prophezeite aber bereits am Dienstagnachmittag, dass es ein großer Erfolg werden könnte. So groß, dass es von Neumarkt aus bayernweit ausgedehnt werden könnte – die Rede ist von der Internet-Kooperationsplattform „Bildung gemeinsam gestalten“. Deren Ziel: Menschen, die bisher noch nichts oder wenig mit Schule zu tun hatten, mit eben einer Schule zusammenzubringen. Und dort sollen diese Menschen ihre Kompetenzen, ihr Wissen oder ihre Lebenserfahrung weitergeben.

Das kann beispielsweise ein Gärtner sein, der mit Schülern einen Schulgarten anlegt, ein Theaterpädagoge, der mit Schülern ein Stück einstudiert, oder ein Handwerker, der mit Schülern ein Gerät für den Pausenhof zimmert. Dass Menschen wie diese mit Schulen zusammenarbeiten, gibt es zwar immer wieder, neu an der Idee des evangelischen Dekanats ist aber, dass die Ideen und Angebote zentral gebündelt werden – und dass die Schulen sich virtuell über Ideen und Anbieter informieren und bei Gefallen ganz real mit ihnen zusammenarbeiten können.

Hintergrund der Idee ist, dass sich die Schullandschaft verändert und es immer mehr Ganztagsschulen gibt, die zur Gestaltung des Unterrichts Angebote suchen, wie der Schulbeauftragte des Dekanats, Bernd Baran, beim Pressegespräch sagte. Die Kirche ihrerseits wolle mit dieser Plattform zum einen dazu beitragen, Bildung in ihrem Sinne weiterzugeben und zum anderen Menschen Mut machen, ihr Wissen weiterzugeben, sich einzubringen.

Insgesamt hat das Dekanat für das Projekt für die nächsten fünf Jahre 20000 Euro zur Verfügung – die Verantwortlichen hoffen aber, einen Großteil der Gelder durch Sponsoren abdecken zu können. Und so freute sich Dekan Dennerlein sehr über die ersten Sponsoren: Michael und Waltraud Fuchs stellten aus ihrer vor wenigen Jahren gegründeten Stiftung 4000 Euro als Starthilfe zur Verfügung – obwohl die beiden Neumarkter katholisch sind.

„Für uns zählt nicht katholisch oder evangelisch, für uns zählt der christliche Gedanke“, erklärten die beiden gestern ihr Engagement. Die Michael-und-Waltraud-Fuchs-Stiftung hat vor allem Jugendliche und Schüler sowie die Wohlfahrt im Blick, sagte Michael Müller. Für diese beiden Aspekte stehen jährlich 15000 bis 20000 Euro zur Verfügung.

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