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Präsentation

Schuljahr kann in neuem Gebäude starten

Das Gebäude für Bräugassenschule und Kinderhort in Neumarkt steht kurz vor der Fertigstellung. Die Kosten wurden eingehalten.
Von Gerd Schlittenbauer

Treffen auf kreativem, gelbem Naturkautschuk: Alle freuen sich über die neuen Schul- und Hortgebäude an der Bräugasse. Foto: Gerd Schlittenbauer
Treffen auf kreativem, gelbem Naturkautschuk: Alle freuen sich über die neuen Schul- und Hortgebäude an der Bräugasse. Foto: Gerd Schlittenbauer

Neumarkt.„Es ist unglaublich gut gelungen.“ Diese Worte von Schulleiterin Tanja Kölbel drücken die Situation am besten aus. Die Erweiterung der Schule Bräugasse und der Neubau des Kinderhorts stehen kurz vor der Fertigstellung. Grund genug für die Stadt Neumarkt und die beteiligten Architekten, das Projekt in diesem Stadium noch einmal der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Fünf Jahre Bau- und Umbauzeit liegen nun insgesamt hinter den Beteiligten – und Tanja Kölbel ist zuversichtlich, dass die neuen Schulräume zu Beginn des kommenden Schuljahres bezogen werden können. Zwei Jahre dauerte die Fertigstellung der neuen Gebäude. Zuvor waren von 2014 bis 2015 im Bestandsgebäude Mensa und Küche sowie Räume für die Mittagsbetreuung eingerichtet worden. Im Dachgeschoss, wo das frühere Stadtarchiv untergebracht war, entstanden eine Bibliothek, ein Ruheraum und die Lernwerkstatt. Im zweiten Bauabschnitt 2015 bis 2016, so schilderte OB Thumann, wurden Klassen- und Differenzierungsräume für den Ganztagsunterricht eingerichtet, der Brandschutz wurde aktualisiert, eine Außentreppe kam hinzu und die Räume der Schulverwaltung wurden saniert.

Bunte Naturkautschuk-Böden

Im dritten Bauabschnitt nun kam es zum Neubau. „Es ist eine zweiteilige Gebäudestruktur entstanden“, schilderte der OB. „Der Kinderhort im Erdgeschoss ist für zwei Gruppen à 25 Kinder geplant. Im ersten OG gibt es nun zwei Klassenräume, einen Mehrzweckraum und einen Musikraum mehr für die Schule.“ Und im Dachgeschoss kämen zwei Mittagsbetreuungsräume und ein Textilraum für die Schule hinzu sowie für den Hort ein Therapieraum, sagte Projektleiter und Architekt Markus Kraus. Die Stockwerke werden mit einem Aufzug erschlossen und außerdem wird im Zusammenhang mit den Arbeiten der Pausenhof erweitert.

Zahlen und Fakten

  • Baukosten insgesamt:

    4 799 000 Euro (Schätzung bei Planung); 4 830 000 Euro (Prognose nach derzeitigem Kostenstand); OB Thumann: „Eine Punktlandung“

  • Zuschuss Regierung:

    440 000 Euro (Erweiterung Ganztagsschule), 300 000 Euro (Kinderhort)

  • Nutzfläche:

    873 Quadratmeter (Neubau); Bruttorauminhalt: 6150 Kubikmeter (Neubau) (ngs)

Stadtbaumeister Matthias Seemann erklärte, man habe „etwas mehr investiert“, um robuste Lösungen zu finden. So habe man zum Beispiel auf ein Wärmedämm-Verbundsystem verzichtet und stattdessen eine Vormauerschale geschaffen. Architekt Wolfgang Knychalla erläuterte die Gedanken zur Außenfassade ein wenig näher. Die Vormauerschale bestehe aus Kalksandsteinen und werde noch ein wenig verputzt. „Es ist eine klassische Bauweise“, sagte Knychalla, „sie ist seit Jahrzehnten bewährt und auch gut für den Brandschutz.“

Die beiden neuen Gebäude seien „der alten Substanz nachempfunden“. Um in der Innenstadt mehr Fläche zu gewinnen, habe man jedoch höher gebaut. „Die Fassade sollte anders werden als bei einem normalen Wohnungsbau“, deshalb sei sie „nicht starr regelmäßig“. Schmale, hohe Eckfenster seien an einer bestimmten Stelle extra geschaffen worden, um den Blick zum Münster zu gewährleisten. Der Clou im Inneren sind die Fußböden. Sie sind komplett aus Naturkautschuk und damit weich und gut strapazierfähig, wobei der Kautschuk in den Gängen noch etwas rauer gestaltet wurde.

Raum ist der dritte Pädagoge

Das Erdgeschoss gehört künftig dem Kinderhort: „Die Kinder kommen in die Mensa, aber nicht in die Schule“, erklärte Projektleiter Markus Kraus. Im ersten Obergeschoss entstehen drei Klassenzimmer und ein Fachraum für die Ganztagsschule. „Große Fenster bringen mehr Offenheit in der Innenstadt“, erklärte Stadtbaumeister Seemann. Und Architekt Kraus freut sich über die farbigen Kautschuk-Böden, die die Kreativität fördern und „eine positive Stimmung erzeugen.“

So ist der Musikraum zum Beispiel mit einem gelben Kautschukboden ausgestattet. LED-Beleuchtung sorgt für ein angenehmes Raumklima. „Der Raum prägt ein Kind“, betonte Bauleiter Markus Kraus und so habe man Wert auf Wohlfühl-Atmosphäre gelegt: „Neben den Eltern und dem Lehrer ist der Raum der dritte Pädagoge“, sagte Kraus, der zur Betonung der Wertigkeit Eichenfenster einbauen ließ. „Die Kinder freuen sich riesig, das Warten hat sich gelohnt“, rundete Schulleiterin Tanja Kölbel den positiven Gesamteindruck ab.

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