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Hobby

Schulschachturnier mit Teilnehmerekord

Der Denksport ist in der Neumarkter Theo-Betz-Schule nicht mehr wegzudenken. Die Erfolge zeigen sich auch im Alltag.
von Lucie Graf

Beim Schachspielen müssen sich die Kinder gut konzentrieren und Strategien ausdenken. Foto: Graf
Beim Schachspielen müssen sich die Kinder gut konzentrieren und Strategien ausdenken. Foto: Graf

Neumarkt. Immer zwei sitzen ganz konzentriert einander gegenüber. Die Zeit läuft. Ein letztes Knacken auf dem Karobrett und – Schachmatt! Natürlich handelt es sich hier um Schach spielen. Ungewöhnlich ist aber vielleicht, dass die Spieler nicht älter als elf Jahre alt sind. Es sind die Kinder der Theo-Betz-Schule, die sich bei einer Partie Schach vergnügen.

Schon Grundschüler begeistert

Am Samstagnachmittag fand von 12.30 bis circa 18 Uhr das sechste Schulschachturnier der Theo-Betz-Schule statt. Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der besagten Schule hatten sich für das Turnier angemeldet, womit ein neuer Teilnahmerekord aufgestellt worden ist. Dass die ganz Kleinen auch schon begeisterte Schachspieler sind, zeigen die Zahlen, denn 90 der über 100 Schüler besuchen noch die Grundschule.

Schon seit Jahren gibt es an der Schule eine Schachgruppe am Nachmittag. Von Jahr zu Jahr sei die Teilnehmerzahl jedoch erheblich gestiegen, berichtet die Lehrerin und Schachlehrerin Sabine Goehrke. Mittlerweile gebe es sechs Schachgruppen mit jeweils mehr als 20 Kindern. Folglich brauchte sie Verstärkung: Deshalb unterrichten nun zusätzlich die Lehrerin Susanne Harrer und Jugendschulsozialarbeiter Heiko Sabatka den Denksport.

Einmal in der Woche treffen sich die Gruppen für eine Übungsstunde, bei der Strategien geübt werden. Beigebracht wird den Schülern das Schachspielen zunächst ohne klassisches Schachbrett. Das Brett ist nämlich zehn mal zehn Meter groß und die Kinder sind selbst die Figuren. „Dadurch lernen sie Schach mit dem eigenen Körper und diese Methode ist sichtlich erfolgreich“, erzählt Goehrke lächelnd.

Das Schachspielen bringt auch pädagogisch wertvolle Vorteile mit sich. „Ich merke, dass die Kinder im Unterricht nicht mehr so schnell verzweifeln, wenn sie bei einer Aufgabe nicht weiter kommen, da sie beim Spielen ja ständig ihren Plan umwerfen müssen“, erklärt die Lehrerin. Die Flexibilität im Denken und das Sprechen miteinander werden stark gefördert – und das ganz nebenbei.

Bei Wettbewerben erfolgreich

Erfolge hat die Schule auch bei den Meisterschaften. Im November 2017 hatte eine Schulmannschaft aus vier Kindern an der oberpfälzischen Schulschachmeisterschaft in Regensburg teilgenommen. Das Team aus Zweit- und Viertklässlern belegte den ersten Platz. Danach ging es weiter nach Kempten zu den bayerischen Schulschachmeisterschaften. Dort kamen die Vier auf den sechsten von zehn Plätzen, was für die Kinder trotzdem ein großer Erfolg gewesen sei, so Sabine Goehrke.

Beim Schulschachturnier am Samstag spielten die Schüler gegeneinander. Die Paarungen wurden jeweils zufällig ausgelost und dann ging es auch schon los. Zwischen den Spielen tobten sich die Mädchen und Jungen an der frischen Luft aus. Gespielt haben alle Kinder selbstständig; die Lehrer fungierten ausschließlich als Schiedsrichter. Am Ende gab es eine kleine Preisverleihung, bei der jedes Kind eine Medaille und einen Sachpreis erhielt. Für die ersten drei Plätze gab es einen Pokal.

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