MyMz
Anzeige

Justiz

Schwarzarbeit: Kamin-König Kago vor Gericht

Karl-Heinz Kago, sein Sohn Pierre und ein ehemaliger Geschäftsführer müssen sich vor dem Neumarkter Amtsgericht verantworten.

Karl Heinz Kago muss vor Gericht.

Neumarkt/Postbauer-Heng. Am kommenden Montag wird es für Karl-Heinz Kago ernst: Der 70-Jährige ist in 131 Fällen wegen Schwarzarbeit angeklagt, sein 37-jähriger Adoptivsohn Dr. Pierre Kago sogar in 161 Fällen und ein Ex-Geschäftsführer in 95 Fällen. Zudem wird den Kagos erheblicher Sozialbetrug vorgeworfen. Ihnen drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Kago soll jahrelang Schwarzarbeiter – vor allem aus Osteuropa – in seinem Privatzoo und dem Holzwerk beschäftigt haben. Der Zoo ist mittlerweile geschlossen.

Bereits in der Vergangenheit mussten sich die Kagos mehrfach vor Gericht verantworten. So wurde Karl-Heinz Kago, der in Postbauer-Heng ein schlossähnliches Wohnhaus errichten ließ, wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffengesetz angeklagt. Bei einer Hausdurchsuchung waren bei Kago zuvor mehrere Waffen gefunden worden, die er eigentlich nicht hätte besitzen dürfen. Außerdem stand Kago wegen Missbrauchs von Titeln und Steuerhinterziehung vor dem Kadi.

Kago war außerdem 2010 in die Schlagzeilen geraten, als sein Unternehmen Insolvenz hatte anmelden müssen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht