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Jubiläum

Seit 65 Jahren gemeinsame Hobbys

Ernst und Ilse Spies feierten Eiserne Hochzeit.
Von Hans Stepper

Bürgermeister Helmut Himmler gratulierte dem Ehepaar Ilse und Ernst Spies zur „Eisernen Hochzeit
Bürgermeister Helmut Himmler gratulierte dem Ehepaar Ilse und Ernst Spies zur „Eisernen Hochzeit". Foto: Hans Stepper

Berg.Viel zu erzählen hatten der Schreinermeister Ernst Spies (90 Jahre) und dessen Gattin Ilse (88 Jahre), die aus Niederschlesien stammt, anlässlich ihrer Eisernen Hochzeit. Bürgermeister Helmut Himmler und überbrachte die Glückwünsche und Präsente des Ministerpräsidenten. Himmler bedankte sich bei Ernst Spies für dessen Engagement als Gemeinderat der Altgemeinde Stöckelsberg Die Glückwünsche der Pfarrei kamen von Pfarrvikar Markus Müller. Liebste Gratulanten am Ehrentag waren der Sohn und die Schwiegertochter, zwei Enkelkinder und zwei Urenkel. Die Jubilare berichteten von ihrem Leben, in dem es nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen gab. Ein schwerer Schlag war für die Niederschlesierin die Zwangsausweisung aus der Heimat 1945.

Über Neumarkt kam sie mit ihrer Familie nach Stöckelsberg. „Auf dem Tanzboden im Saal des Gasthauses Kellermann in Stöckelsberg habe ich meinen Mann kennengelernt“, sagt die Ehejubilarin, die eine geborene Bauch ist. Ihr um zwei Jahre älterer Ehemann wurde in Nürnberg geboren und kam mit dem Vater nach dem Krieg ebenfalls in die Oberpfalz. Er erlernte im elterlichen Betrieb, den sein Vater im Juraort gründete, das Schreiner-Handwerk. Stöckelsberg wurde für das Jubel-Paar, das im Juni 1954 zuerst standesamtlich vor dem Stöckelsberger Bürgermeister Matthias Schuster geheiratet hat und sich danach in der Stadtpfarrkirche St. Ludwig in Nürnberg das Jawort gab, zur zweiten Heimat. Neben dem Tanzen auf Kirchweihfesten in der Umgebung war vor Jahrzehnten das Singen im Stöckelsberger Kirchenchor gemeinsames Hobby. Ilse Spies sang die Sopran-Stimme während ihr Ehegatte, der später von den Eltern den Handwerker-Betrieb übernahm und ihn 46 Jahre mit kräftiger Unterstützung seiner besseren Hälfte führte, als Gründungsmitglied des Kirchenchors die hohe Tenor-Stimmlage bevorzugte.

Tanzen und Singen gehört für das Jubelpaar zwar zur Vergangenheit, nicht aber das Lesen des Neumarkter Tagblattes, das seit Jahrzehnten tägliche Morgenlektüre ist. Ein gemeinsames Hobby ist die Arbeit im Garten. Der Schreinermeister, der mit knapp 15 Jahren noch zum Kriegsdienst eingezogen wurde, engagierte sich in Stöckelsberg viele Jahre im öffentlichen Leben und bei den Vereinen. Über 40 Jahre war er bei der Feuerwehr und engagierte sich beim Sportheimbau.

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