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Austausch

Senioren klagen über ÖPNV und Radfahrer

Neumarkts Oberbürgermeister Thumann hatte ein „offenes Ohr für Senioren“. Diese machten viele Vorschläge.
Von Josef Wittmann

Der Seniorenbeirat lädt regelmäßig zum Bürgergespräch ein. Foto: Wittmann
Der Seniorenbeirat lädt regelmäßig zum Bürgergespräch ein. Foto: Wittmann

Neumarkt.Am Montag kam Thomas Thumann zur Fragestunde des Seniorenbeirats ins Bürgerhaus. Der Oberbürgermeister führte aus, Neumarkt stehe trotz der Kosten für Schlossbad und Hochschulstandort finanziell sehr gut da. Und die Hochschule brächte neuen Wohnraum, Gastronomie und Impulse für die Stadtentwicklung mit sich. Auch die Senioren fühlen sich in der Stadt sehr wohl. Allerdings hatten sie doch noch einige Wünsche mitgebracht.

Reihum wurden Klagen laut, dass abends und am Wochenende kein Bus fahre. Das mache es den Senioren sehr schwer, die schönen Veranstaltungen in der Stadt zu besuchen.

Angebote für Senioren

  • Seniorenbeirat:

    Er nimmt die Belange der Senioren wahr, besteht aus acht Mitgliedern und der Seniorenreferentin. Vorsitzende ist Sieglinde Harres, Tel. (01 79)2 01 15 58)

  • Seniorennachmittag:

    26. November von 14 bis 17 Uhr im Johanneszentrum mit dem Salonorchester Regensburg. Dazu gibt es Vorträge und kostenlose Kaffee und Kuchen. Keine Anmeldung nötig.

Eine Stunde zusätzliche Busfahrt am Abend koste die Stadtwerke ca. 150000 Euro zusätzliches Defizit, rechnete Thumann vor. Da sei Taxifahren die bessere Lösung. Im Lauf der Diskussion entstand die Idee, einen kleinen Rufbus mit pensionierten Busfahrern auf 450-Euro-Basis einzuführen. Das werde man prüfen, fasste Harres zusammen.

Radfahrer sollen Rücksicht nehmen

In Rage kamen einige Redner wegen der Radfahrer in der Fußgängerzone und rund ums Schlossbad, die keine Rücksicht auf Fußgänger nähmen. Die Polizei solle da nicht mehr wegsehen. Auch die kommunale Verkehrsüberwachung habe hier ein lohnendes Aufgabenfeld. Der OB notierte sich den Vorschlag. Auch der Wohnraummangel bewegt die Senioren. Bei mehr als 200 Anfragen reichten die 27 am Deininger Weg neu geschaffenen günstigen Wohneinheiten nicht aus. Thumann versprach, dass weitere Projekte folgen sollen. Bis zur Fertigstellung werde es einige Jahre dauern. Rund um Klostergasse und Hochschule entstünden aber aktuell viele weitere Appartements.

Die Liste der Fragen war lang. Ampelschaltungen, Lebensmittelangebot in der Innenstadt, Pflaster in der Marktstraße. Alle wurden von Thumann beantwortet.

Im neuen Jahr werde er frühere Pläne vom Neuen Markt und der Neugestaltung der Innenstadt mitbringen, die zeigten, welche verschlungenen Wege Projekte in Neumarkts Kommunalpolitik oft gingen, versprach der Oberbürgermeister.

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