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Region Neumarkt
Montag, 16. Juli 2018 28° 8

Umbau

Seniorenzentrum rüstet sich für Zukunft

Der Stadtrat stimmte den Plänen für das Seniorenzentrum Beilngries zu. Im Sommer sollen die Baumaßnahmen beginnen.
Von Johann Grad

Mit dem Umbau von Altenwohnungen zu modernen Einzelzimmern soll das Seniorenzentrum Beilngries für die Zukunft gerüstet sein. Foto: Grad
Mit dem Umbau von Altenwohnungen zu modernen Einzelzimmern soll das Seniorenzentrum Beilngries für die Zukunft gerüstet sein. Foto: Grad

Beilngries.Ein positives Jahresresümee zum Seniorenzentrum Beilngries zog Manfred Fuchs, der Bereichsleiter für Finanzen bei den Kliniken Altmühltal. Die Einrichtung verfüge über eine gesunde finanzielle Basis, ein sehr engagiertes Pflege- und Betreuungsteam sowie eine attraktive Ausstattung. Die 75 Plätze konnten annähernd voll belegt werden. Das Haus habe einen guten Ruf in der Bevölkerung, beste Prüfungsergebnisse und erfreue sich guter Nachfrage.

Der Wirtschaftsplan 2018 werde durch den hohen Personalkostenanteil bestimmt. Aufgrund der neu eingeführten fünf Pflegegrade wurden mit den Pflegekassen Anfang Oktober 2017 neue Vergütungsvereinbarungen getroffen. Für die Kurzzeitpflege sei für alle Pflegegrade ein einheitlicher Tarif vereinbart, die Personalbesetzung wurde angepasst. Für 2018 rechne man mit einer 97,5 prozentigen Auslastung, außerdem stehen acht Plätze für die Tagespflege zur Verfügung. „Zusätzliche Präsenzkräfte können eingestellt werden, Auszubildende erhalten einen Zuschlag in Höhe von 1,60 Euro.“ Die Personalaufwendungen werden etwa
2,2 Millionen Euro betragen, 67 Prozent der Gesamtaufwendungen.

Wohnungen werden umgebaut

Schwerpunkt ist der Umbau von ehemaligen sechs Altenwohnungen im ersten Obergeschoss zu zwölf Einzelzimmern, im Erdgeschoss können zwei weitere Zimmer entstehen. Die Kosten betragen den Umbau im Obergeschoss 967 000 Euro, im Erdgeschoss 197 000 Euro. Für die Einrichtung der neuen Zimmer sind 35 000 Euro vorgesehen. Es sind zwei Bauabschnitte geplant. Eigene Finanzmittel in Höhe von 750 000 Euro stehen zur Verfügung, 217 000 sind Kredite. Tilgungsleistungen gegenüber der Stadt Beilngries werden ausgesetzt. Es sei mit leicht negativen Jahresergebnissen zurechnen. In den Folgejahren können weitere Investitionen aus den Eigenmitteln der Lazarettstiftung finanziert werden. Es stehe dann ein jährlicher Überschuss von 100 000 Euro zur Verfügung. Die Rücklagen steigen bis 2021 auf 415 000 Euro an.

Stadtrat Bernhard Merkl (BL-PB/FW) fragte nach dem Zeitraum für die Aussetzung der Tilgungsraten. Bürgermeister Alexander Anetsberger nannte als Beitrag, der Stadt zu den Investitionen entweder einen Zuschuss zu geben oder auf den Tilgungsanteil zu verzichten. Für den Haushalt sei ein Tilgungsverzicht besser. Laut Bereichsleiter Fuchs richte sich der Zeitraum nach der Fortschreibung des Finanzplanes. Einstimmig genehmigte der Stadtrat die Haushaltssatzung, den Stellenplan und die Finanzpläne für die Lazarettstiftung 2018.

Stadtbaumeister Thomas Seitz stellte den angesprochenen Umbau im Seniorenheim vor. Grund dafür sei der deutliche Überschuss an Mietwohnungen und ein Mangel an Einzelzimmern. Aus den sechs Wohnungen im Obergeschoss werden zwölf neue Einzelzimmer mit Eingangsbereich, Nasszelle und Wohnbereich. Die Fläche betrage gesamt an die 21 Quadratmeter, was den neuen Vorgaben entspreche.

Im Erdgeschoss werden aus drei kleinen Zimmern zwei neu gemacht, eines ist dann für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Fläche entspreche bei beiden Zimmern den neuen Maßstäben. Es sei geplant, im Sommer 2018 im Obergeschoss mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Der Stadtrat beschloss einstimmig den Entwurfsplan und die Kostenberechnung.

Im Januar 2015 hatte der Stadtrat zur geordneten Weiterentwicklung der Ortsteile ein Entwicklungskonzept für die Gemeinde beschlossen. Den bisherigen Ablauf und das erarbeitete Konzept stellte Gunter Schramm vom Büro Planwerk in Nürnberg vor. Daran beteiligt waren auch die Büros Städte Bau, Bamberg und Team Vier, Nürnberg. Als Erstes wurden Stärken und Schwächen der Orte festgestellt, gemeinsame Zeile und Leitlinien entwickelt. Es wurden Projekte und Ideen, eine Prioritätenliste und Schlüsselprojekte festgelegt sowie die Einleitung der Umsetzung.

Experten beurteilten die Wege

Eine Ortssprecherrunde und eine Auftaktveranstaltung mit der Bevölkerung seien ein erster Ansatzpunkt für Ideen. Bei Ortsteil-Spaziergängen gab es weitere Vorschläge, die besprochen und in die Planungen aufgenommen wurden. Experten beurteilten Flur- und Radwege, Innenentwicklung und Leerstände in den Orten.

Für alle Ortsteile gibt es 117 Maßnahmen. Einige werden sofort erledigt, andere Top-Maßnahmen brauchen länger, bis sie umgesetzt werden. Dazu gehören Flächenmanagement, Baugebietsausweisungen, Maßnahmen für den Verkehr, Radtourismus und landwirtschaftliches Wegenetz.

Maßnahmen können mit der einfachen oder einer umfassenden Dorferneuerung durchgeführt werden. Bei der einfachen Erneuerung handle es sich um punktuelle Maßnahmen, welche die Kommune durchführt und dann Finanzmittel bekommt. Die andere Dorferneuerung sei aufwendiger, sie habe einen längeren Vorlauf mit Teilnehmergemeinschaft und Arbeitskreisen. Diese erstellen Ziele. Die Maßnahme wird vom Amt für ländliche Entwicklung begleitet. Das Entwicklungskonzept der Gemeinde beschloss der Stadtrat einstimmig in der vorgelegten Form.

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