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Benefiz

Seubersdorf: Guter Zweck machte Beine

Die Seubersdorfer Schulkinder haben 4000 Euro an Spendengeldern erlaufen, um einer Schule in Kenia zu helfen.
Von Günter Treiber

Strahlende Augen gab es auch bei den Schulkindern in Seubersdorf, als sie die 4000-Euro-Spende überreichen durften. FOTO: TREIBER
Strahlende Augen gab es auch bei den Schulkindern in Seubersdorf, als sie die 4000-Euro-Spende überreichen durften. FOTO: TREIBER

Seubersdorf.Der Landessieger im Sportabzeichen Wettbewerb der Schulen, die Mittelschule Seubersdorf, war erneut sehr sportlich unterwegs, diesmal gemeinsam mit der Grundschule. Konrektor Markus Eigenstetter und die Lehrerin Johanna Hirsch hatten unter dem Thema „Lauf Dich Fit“ einen Spendenlauf für die ganze Schule organisiert. Hintergrund war zunächst die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler 15 oder 30 Minuten laufen mussten, um eine Urkunde zu erhalten.

Nahezu gleichzeitig kam ein Antrag von Josef Regnet an die Schule, doch in sein von Hemau übernommenes Projekt „Strahlende Kinderaugen in Kenia“ mit einzusteigen, da es dabei auch um eine Schule ging. Nun musste sich Markus Eigenstetter etwas überlegen, denn noch einen Lauf zu organisieren, wäre des Guten zuviel gewesen. Also legte man „Lauf Dich Fit“ und einen Spendenlauf zusammen, und der Erfolg war grandios. Die Schüler spulten jetzt ihre Minuten ab, auch einige Lehrer waren dabei, und die Eltern „durften“ für jede gelaufene Minute ihres Kindes einen vorher selbst genannten Betrag pro gelaufener Minute spenden.

Eltern mit Engagement dabei

Rektor Karl Staudinger freute es, dass sich die Eltern, aber auch viele Großeltern miteinbinden ließen. „Wir haben dabei eine positive Bilanz gezogen“, so Karl Staudinger, „denn es war ein sehr emotionales Erlebnis“. Der Schulleiter fand die Aktion pädagogisch sehr wertvoll, da man miterleben durfte, wie sich Kinder engagieren, wenn sie etwas Gutes durch eigene Leistung tun können. Und alle freuten sich, wie sich auch Eltern und Großeltern engagierten.

Wie emotional es war, erzählte Staudinger von der Mutter einer Grundschülerin, die augenzwinkernd zu ihrer Tochter sagte: „Das Lausmädel ist nie zum Laufen zu bewegen, aber da ist sie 30 Minuten gelaufen, bloß damit ich viel spenden muss“. Aber, so Staudinger, sie hat es gerne gegeben. Am Ende mussten dann doch alle staunen, denn die Aktion hat 4000 Euro gebracht, die sich am letzten Mittwoch Kathrin Orlamünder, Maria Schneider und Hans Gnann vom Verein „Leben im Licht e.V.“ abgeholt haben, um es an die „Precious Hope School“ in Mtwapa/Kenia weiterzugeben. Bei einem Gespräch erfuhren alle Beteiligten, wie es zu den „Strahlenden Kinderaugen in Kenia“ kam und was weiter geschieht.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Projekt Urlaub

  • Urlaubsreise:

    Um zu sehen, wohin das Geld fließt, startet der Verein eine Informations- und Urlaubsreise nach Kenia zum Besuch der Schule und auch in Familien in den Slums von Kenia.

  • Zeit:

    Vom 27. November bis 6. Dezember 2018

  • Anmeldung:

    Anmeldung und weitere Info unter info@strahlende-kinderaugen-kenia.de

„Die Menschen in Kenia wissen, dass ohne Bildung nichts geht“, berichtete Hans Gnann, einer der Personen, die die Aktion ins Leben gerufen hat, „aber das Fatale ist, dass die kenianischen Kinder um einen Schulbesuch betteln müssen, während es für unsere Kinder Pflicht ist“. Aber, so Kathrin Orlamünder, wir geben ihnen Hoffnung. Das Ganze laufe aber nicht nur als finanzielle Hilfe, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe.

Und nun kommt noch einmal Rektor Staudinger ins Spiel, als er erfährt, dass der dortige Schulleiter, Lehrer und Theologe, Jairus Orangi, nächstes Jahr nach Deutschland und auch nach Seubersdorf kommen werde. „Das Fundament ist gelegt“, sagte Staudinger, „und wir haben bei der letzten Schulforumssitzung beschlossen, diesen Spendenlauf alle Jahre durchzuführen“. Man brauche jetzt aber noch die Zustimmung des Elternbeirats, fügte er an.

Weitere Projekte sind geplant

Wenn der Schulleiter dann die Seubersdorfer Schule besuchen werde, werde man auch sehen, was man sonst noch tun könne. Dazu berichtete Maria Schneider von ihrer 21-jährigen Enkeltochter Magdalena Schneider, die Lehramt studiert und ihr sechswöchiges Praktikum ab Ende August an der Precious Hope School in Kenia verbringen wird. Eine weitere Aktion hat Josef regnet im Blickfeld: Beim Feuerwehrfest in Seubersdorf wird es einen Luftballonweitflug Wettbewerb.

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