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Kirche

Sie bezeugen öffentlich ihren Glauben

Seit 30 Jahren pilgern Heribert Mörtel und Xaver Stiegler aus Arzthofen nach Altötting. Sie und weitere Wallfahrer der Günchinger Gruppe wurden geehrt.
Von wolfgang Schön

Die geehrten Fußwallfahrer bekamen schöne Marienkerzen. Foto: Schön

Neumarkt.Zum 328. Mal sind die Oberpfälzer Fußwallfahrer in diesem Jahr zur Gnadenmutter nach Altötting gepilgert. Allein 400 Teilnehmer waren im „Günchinger Pilgerzug“ unterwegs. Nach den fünf Pilgertagen im Mai kamen die Männer und Frauen nun zum traditionellen Wallfahrertreffen in Neumarkt zusammen.

Zunächst traf man sich zum gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche „Heilig Kreuz“ und danach im Landgasthof Sammüller am Schafhof, wo auch die Wallfahrtsjubilare geehrt wurden. Die Oberpfälzer Altötting-Fußwallfahrer sind wie eine große Familie, wenn ein Treffen geplant ist, dann ist man mit dabei. Für die Günchinger Gruppe gilt dies ganz besonders. Deshalb freute sich Pater Christoph auch sichtlich und er bedankte sich herzlich, weil am Samstagabend so viele Pilger den Weg in seine Kirche gefunden hatten. „Für unsere Pfarrgemeinde ist dies kein gewöhnlicher Gottesdienst, schon allein deshalb, weil hier die schönen Marienlieder gesungen werden“, bedankte sich der Geistliche der Pfarrei „Heilig-Kreuz“, Er lud die Wallfahrer dann auch gleich für das kommende Jahr wieder ein. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte die Instrumental- und Gesangsgruppe des Günchinger Pilgerzuges übernommen.

Zum anschließenden Treffen im Gasthof Sammüller kam dann auch der Wallfahrtsgeistliche Pfarrer Jan Lamparski aus Günching, der vor der Ehrung die Jubiläumskerzen vor der Ehrung segnete. Lamparski nannte die Wallfahrer „Missionare Gottes und Mariens“, weil hier auf dem oftmals auch strapaziösen Pilgerweg durch das immerwährende Beten des Rosenkranzes der Glaube öffentlich bezeugt werde. Man solle aber nicht nur bei Wallfahrten den Rosenkranz beten, sondern auch im Alltag während des Jahres. Das Rosenkranzgebet ist eine Kraftquelle für den Menschen, wenn es darum geht, seinen Lebensweg auch anzunehmen und zu meistern, sagte Pfarrer Jan Lamparski.

Einen Extrabeifall gab es beim Wallfahrertreffen für den Günchinger Pilgerführer Christian Weigert und seine beiden Stellvertreter Theo Dirnhofer und Johann Stigler als Dank für eine gelungene 328. Altötting-Wallfahrt. Der Pilgerzugleitung war es dann auch vorbehalten, die Wallfahrtsjubilare auszuzeichnen. Für 15 Teilnahmen gibt es hier die erste dieser wunderbaren Marienkerzen, die bei den Wallfahrern sehr geschätzt werden, danach für jeweils fünf weitere Teilnahmen.

Für Christian Weigert ist das Nachtreffen bereits wieder die Vorbereitung für die nächste, dann 329. Oberpfälzer Fußwallfahrt nach Altötting im kommenden Jahr. Hier wird man dann vom 30. Mai bis zum 3. Juni 2014 auf den rund 160 Kilometern unterwegs sein. Bewährt habe sich die Zeitenänderung für den Auftakt, sagte Christian Weigert. Deshalb wird der Treffpunkt mit der Verabschiedung am Donnerstag nach Christi Himmelfahrt wieder um 10.30 Uhr sein, um 10.45 Uhr machen sich die Teilnehmer dann von Günching aus auf den Weg nach Altötting.

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