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Jura-Volksfest

Sie garantieren allen viel Vergnügen

Die MZ stellt drei Fahrgeschäfte vor, die den Neumarktern eine rasante, kribbelnde oder romantische Tour bieten werden.
Von Lothar Röhrl

  • Ein Dauerbrenner am Neumarkter Volksfest: Franz Kinzler (blaues T-Shirt), sein Team und das Fahrgeschäft „Wilde Maus“. Für alle ist heuer 20-jähriges Jubiläum bei diesem Volksfest.Fotos: Röhrl
  • Schausteller-Boss Günter Wunderle (links) hat wieder neue und bewährte Fahrgeschäfte nach Neumarkt gelotst. Rechts neben ihm Manfred Böttcher vom Riesenrad, Neumarkts Volksfest-Wahrzeichen.
  • Letzte Handgriffe: Es soll ja auch alles sauber sein.
  • Hier werden zwei Leitungen gleich keine Stolpersteine mehr sein können.
  • Ein Jubiläum: Seit 20 Jahren gibt es die „Wilde Maus“ und genau so lange steht sie auch bei einem Jura-Volksfest.

Neumarkt.Das Riesenrad ist das Wahrzeichen jedes Jura-Volksfests, die „Wilde Maus“ haben viele als Kind gefahren, die heutzutage selbst Vater und Mutter sind. Und das „Magic“ ist völlig neu bei einem Jura-Volksfest. Das sind drei Fahrgeschäfte, die bis 17. August heuer auf dem Vergnügungspark stehen. Engagiert worden ist diese Auswahl wieder einmal von Günter Wunderle. Der Boss der Schausteller hat es auch heuer geschafft, neue Fahrgeschäfte nach Neumarkt zu lotsen.

Eines davon ist der „Burner“, der immerhin schon beim Frühlingsfest heuer seine Visitenkarte abgegeben hatte. Ganz neu ist der „Jumanyi“, eine Art „Irrgarten“. Und gleich daneben ist das „Magic“. Es gehört dem Chemnitzer Familienunternehmen Müller. Mutter Clara sitzt dort an der Kasse; Sohn „Seppl“ bedient den Fahrschalter und ist der Disc-Jockey. Neumarkt ist für die Müllers Neuland. Noch nie waren sie beim Jura-Volksfest auf dem Festplatz. Noch nie zuvor würden die Neumarkter ein Fahrgeschäft erlebt haben, bei dem die Gondeln so viele Drehbewegungen machen – versprach Seppl Müller der MZ bei deren kleinem Rundgang am Freitag. „Fünf Bewegungen sind das: Mehr gibt es in keinem anderen vergleichbaren Fahrgeschäft“, sagte er. Allerdings wird je nach Tages- und Nachtzeit unterschiedlich „Speed“ geboten: „Am Nachmittag geht es eher gemütlich zu. Aber abends geht es in die Vollen. Auch ein Breakdancer kann nicht mehr an Richtungsänderungen bei seinen Bewegungen bieten“, erklärte Müller. Und er versprach „Erfrischung“: Diese werde es nicht nur durch den Fahrtwind, sondern auch durch Wasserspiele geben. „Und für 3,50 Euro wird es eine lange Fahrt geben“, sagte Müller, der auch auf Wünsche des Publikums – 48 Gäste pro Fahrt sind möglich – eingehen möchte. Schließlich wollten die Müllers bei ihrer Premiere in Neumarkt eine gute Visitenkarte abgeben.

Seppl Müller verspricht den Neumarktern eine neue Spaß-Dimension beim Fahren in seinem „Magic“...
Seppl Müller verspricht den Neumarktern eine neue Spaß-Dimension beim Fahren in seinem „Magic“...

Um diese muss sich Fritz Kinzler schon lange nicht mehr bemühen. Seine „Wilde Maus“ ist „Kult“. 1995 wurde dieses nur von Weitem an eine Achterbahn erinnernde Fahrgeschäft von der renommierten Firma Mack gebaut. Diese hat übrigens auch den „Europapark Rust“ ausgestattet. Seit 1995 betreibt die Familie Kinzler dieses Fahrgeschäft. Die schienengebundene Führung der Gondeln ahmt den Zickzack-Lauf einer wild umher wuselnden Maus nach. Kribbelnd wird es, wenn die Gondel in luftiger Höhe auf das Ende einer Geraden zusteuert und gleich über deren Ende hinaus in die Tiefe zu kippen scheint – doch im letzten Moment bekommt die Gondel doch noch im wahrsten Sinn des Wortes nach rechts oder links die Kurve. Kurvenreiche Fahrt mit Tempowechseln en masse: Generationen von Neumarktern als Gäste habe er in den 20 Jahren, die er heuer genau in Neumarkt ist, schon erlebt.

Mit dabei war immer Fritz Kinzlers Familie: Sie hat stets im 1972 gebauten, klimatisierten Wohnwagen die elf Tage von Neumarkt zugebracht. Mittlerweile ist dieser für Fritz Kinzler und seine Gattin Karin sehr geräumig geworden. Denn die Kinder Laura und Robert sind schon lange „flügge“ geworden. Doch Neumarkt gehört für beide Kinder zum festen Anlaufpunkt eines jeden Jahres. Laura feiert immer am 7. August in Neumarkt ihren Geburtstag (heuer den 26.). Und für Sohn Robert (28) ist Neumarkt eh nur einen Katzensprung von seinem Arbeitsplatz als Staatsanwalt am Landgericht Nürnberg-Fürth entfernt.

Fritz Kinzlers Gattin Karin am 43 Jahre alten Wohnwagen, der wieder einmal neben der „Wilden Maus“ während der Neumarkter Volksfesttage steht.
Fritz Kinzlers Gattin Karin am 43 Jahre alten Wohnwagen, der wieder einmal neben der „Wilden Maus“ während der Neumarkter Volksfesttage steht.

Während die Kinzlers gerade von Festen etwa in Ravensburg und Biberach quer durch Süddeutschland angereist gekommen sind, ist das Riesenrad am vergangenen Wochenende noch beim Main-Ufer-Fest in Frankfurt gestanden. Jetzt sind die elf Tage in Neumarkt dran, danach die Herbstdult in Regensburg und später im Jahr unter anderem das Oktoberfest. Kompakt legt die Firma Willenborg aus München den Reiseplan für jedes ihrer drei Riesenräder an. Deren Technischen Leiter Manfred Böttcher trafen wir an, als die letzten Handgriffe am 44 Meter hohen Inbegriff einer romantischen Fahrt getätigt wurden. Dieses ist seit drei Jahren im Besitz der Firma. Das blau-weiße zuvor, das oft in Neumarkt war, ist mittlerweile verkauft.

Manfred Böttcher ist Technischer Leiter beim Riesenrad-Betreiber Willenborg. Er ließ sich kurz von den letzten Handgriffen beim Aufbau fürs Foto ablenken. Außer in Neumarkt drehen sich die insgesamt drei Willenborg-Räder auch in Straubing und im Münchener Olympiapark.
Manfred Böttcher ist Technischer Leiter beim Riesenrad-Betreiber Willenborg. Er ließ sich kurz von den letzten Handgriffen beim Aufbau fürs Foto ablenken. Außer in Neumarkt drehen sich die insgesamt drei Willenborg-Räder auch in Straubing und im Münchener Olympiapark.

Zweieinhalb Tage dauert der Aufbau einer solchen Attraktion; in 15 Stunden sei schon einmal der Abbau geschafft worden. Ob das in Neumarkt klappen wird? „Wir haben in den nächsten Tagen alle drei laufen. Unter anderem auch in Straubing. Da sind alle gut 40 Mann voll gefordert“, sagte Böttcher. Dennoch ist Sicherheit Trumpf: Vor jeder ersten Fahrt mit Publikum werden alle Teile TÜV-mäßig abgenommen. Schließlich muss so ein Riesenrad am besten von allen Fahrgeschäften bei einem Sturm abgesichert sein.

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