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Region Neumarkt
Mittwoch, 26. September 2018 14° 1

Auszeichnung

Sie haben die „grüne Hand“

Die VR-Bank Niederbayern-Oberpfalz und die Mittelbayerische Zeitung zeichneten Grundschüler aus Seubersdorf aus.
von Günter Treiber

  • „Danke“ sagte die Klasse 4c für den Preis. FOTOS: TREIBER
  • Die Schüler unterhielten mit einem kreativen Bühnenprogramm bei der Feierstunde.

SEUBERSDORF.Die „Grüne Hand“ ist ein Wettbewerb für Schulklassen, der den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt als Thema in den Fokus stellt und bei dem eine Schulklasse 1000 Euro gewinnen konnte. Initiiert und veranstaltet wurde der Bewerb von der VR-Bank Niederbayern-Oberpfalz und der Mittelbayerischen Zeitung. Im Landkreis Neumarkt hat den Preis die 4c der Grundschule Seubersdorf gewonnen. Alexandra Mauff-Grotrian von der VR-Bank würdigte die Siegerklasse mit ihrer Klassleiterin Corinna Meier.

Während einer groß angelegten Feierstunde stellten die Schülerinnen und Schüler der 4c ihre Idee vor. Sie hatten den Verbrauch von Papierhandtüchern an der Grund- und Mittelschule ermittelt und den dadurch entstehenden Schaden für die Umwelt. Sie hatten aber auch Lösungen parat, die sie während eines Rollenspiels der Schule vorstellten.

In seiner Begrüßungsrede schlug Rektor Karl Staudinger einen Bogen zwischen der Schule und der VR-Bank. Der Grundsatz der Selbsthilfe, wie er auch Teil des Lehrplans ist, sei auch Ursprungsgedanke für den Post-Spar und Darlehensverein gewesen. Zudem passe auch das Thema Umwelt ganz gut, da die VR-Bank auch die „Grüne Bank“ genannt werde.

Lob vom Bürgermeister

Alexandra Mauff-Grotrian nannte die Idee der 4c eine ganz tolle Idee, auf die man erst mal kommen müsse. „Man glaubt, dass es leicht ist, den Verbrauch von Papierhandtücher zu ermitteln. Aber daraus resultierte etwas ganz Großes.“

Auch Bürgermeister Eduard Meier zeigte sich erfreut, dass einmal mehr die Seubersdorfer Schule einen großen Preis erhalten habe. „Ich gratuliere euch ganz herzlich“, sagte Meier.

Und dann staunte man doch sehr, dass zehnjährige Schülerinnen und Schüler nicht nur tolle Ideen kreieren, sondern das Ganze vor Publikum souverän präsentieren können. Unterstützt wurden sie dabei von den Klassen 4b, der Klasse „im.puls 5“ und der Klasse 5, die musikalische Beiträge zum Thema Umwelt vortrugen, was ihnen viel Beifall der Gäste einbrachte.

Besonders stolz zeigte sich die Klassleiterin Corinna Meier auf ihre beiden jungen Moderatoren Mia Sossau und Fabian Glas, die wiederum von einzelnen Klassenkameradinnen und -kameraden unterstützt wurden.

Die Folgen der Papierverschwendung für die Umwelt, so hat die Klasse ermittelt, seien ein riesiger Holz- und Wasserverbrauch. Für ein Kilogramm Papier brauche man 2,2 Kilogramm Holz, erklärte Mia. Etwa 40 Prozent aller abgeholzten Bäume werden für die Papierherstellung verwendet. Dadurch schreite die Erderwärmung weiter voran und wichtige Lebensräume für Flora und Fauna werden zerstört.

Das sei aber bei weitem nicht alles, wusste die 4c. Mehr Energie und chemische Stoffe seien bei der Herstellung nötig und schadeten der Umwelt. „Denn gebrauchte Tücher können kaum wiederverwendet werden“, betonte Fabian. Zwei Wochen lang hatte die Klasse Hausmeister und Reinigungskräfte interviewt, wie es in der Schule mit dem Verbrauch von Papierhandtüchern aussieht und nach Lösungen gesucht.

Die Schüler stellten dabei fest, dass es 50 Papierspender für 16 Klassen mit 324 Schülern, 35 Lehrern, einem Hausmeister und einer Sekretärin in der Schule gibt. In der eigenen Klasse werden pro Woche 406 Papierhandtücher verbraucht.

„Stop! Nimm höchstens zwei“

Während eines Rollenspiels der ganzen Klasse wurde nach Lösungen gesucht, die dann in Vorschlägen wie einem elektrischen Händetrockner, Stoffhandtuchrollen oder eigenen Handtücher gipfelten. „Was sollen wir tun?“, war die große Frage, die die Schüler sich und ihren Kollegen stellten. Elektrische Trockner seien zu laut und zu teuer, war das Ergebnis. Stoffhandtuchrollen müssten aufwendig gereinigt werden. Eigene Handtücher seien zwar umweltfreundlich, aber in der Realität schlecht umzusetzen.

Die Ergebnisse sahen dann so aus: „Wir müssen so viele Papierhandtücher wie möglich sparen. Jeder Papierspender in der Schule bekommt den Aufkleber: ,Stop! Nimm höchstens zwei‘.“ Eine weitere Idee wurde kreiert, indem für künftiges Papierschöpfen in der Schule gesammelte Papierhandtücher verwendet werden. Außerdem erklären die 4. Klassen den ersten Klassen am Schuljahresanfang den richtigen Umgang mit Papierhandtüchern.

Alexandra Mauff-Grotrian überreichte den Siegerpokal.

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