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Sie sorgen für mehr Sicherheit

In Pyrbaum und Seligenporten sind seit vielen Jahren Schulweghelfer im Einsatz. Neue Helfer sind stets willkommen.
Von Heike Regnet

Schulweghelfer sorgen in Seligenporten und Pyrbaum für mehr Sicherheit auf dem Schulweg.
Schulweghelfer sorgen in Seligenporten und Pyrbaum für mehr Sicherheit auf dem Schulweg. Foto: Regnet

Pyrbaum.Wenn sich Schüler morgens auf den Weg machen, ist der Berufsverkehr bereits in voller Fahrt. Autos, Lastwagen, Motorräder und Busse sorgen für regen Verkehr. Wenn dann die Straße überquert werden muss, ist das oft gar nicht so einfach. Wie gut, dass es die Schulweghelfer gibt, die für Sicherheit sorgen.

In Pyrbaum sind die Helfer gleich an zwei Zebrastreifen im Einsatz, in Seligenporten am Straßenübergang und an der Schule. „Je mehr Schulweghelfer sich hier engagieren, umso besser verteilt sich die Arbeit“, sind sich Edeltraud Krauß, Susanne Montanus und Sven Melerski einig. Sie sind drei der etwa 20 Schulweghelfer in der Marktgemeinde. Da zum Schuljahresende aber einige aus dem Team aufhören werden, sind neue Schulweghelfer gesucht. „Mitmachen kann jeder“, sagt Petra Traboulsi, Geschäftsführerin der Kreisverkehrswacht Neumarkt. „Das müssen nicht immer die Eltern der Schüler sein.“

Schulweghelfer gibt es nicht überall im Landkreis. An den Mittelschulen sind in der Regel Schülerlotsen, meist Jugendliche aus der siebten Jahrgangsstufe, im Einsatz. In Pyrbaum hingegen ist die Hilfe der Erwachsenen gefragt, denn in den Schulhäusern in Seligenporten und Pyrbaum werden nur Erst- bis Viertklässler unterrichtet.

Durch die Polizei geschult

„Dass sich Eltern und Großeltern als Schulweghelfer engagieren, ist hervorragend“, lobt Bürgermeister Michael Langner. „Wir sind froh, dass wir sie haben.“ Als kleine Anerkennung sind die Helfer alljährlich zu einem Abendessen und zu einem Tagesausflug eingeladen. Ausgerüstet und geschult werden sie von Verkehrswacht und Polizei. Ansprechpartner sind Polizeioberkommissare Martin Schlaffer und Thomas Quaas. Vor Ort erklären sie, worauf es beim Einsatz ankommt.

Seit Oktober gehört Sven Melerski zum Helferteam. „In Seligenporten stehen wir zwischen 7.30 und 8 Uhr am Übergang“, sagt er. Beim Elternabend von Tochter Lea, die im September in die Schule kam, informierte die Lehrerin auch über die Schulweghelfer. „Da ich es mir zeitlich einrichten konnte, hab ich beschlossen, mitzuhelfen“, sagt Melerski. Fünf Schulweghelfer wechseln sich in Seligenporten täglich ab, nötige Absprachen werden in der Whatsapp-Gruppe getroffen. Als die Schule wegen Corona mehrere Wochen ausfiel, habe Melerski seinen Einsatz sogar ein wenig vermisst.

Bereits seit vielen Jahren ist Edeltraud Krauß, eine der engagierten Seniorinnen bei den Schulweghelfern, in den Mittagsstunden in ihrer leuchtend gelben Warnweste am Zebrastreifen bei der Pyrbaumer Schule anzutreffen. „Im Augenblick sind wir mittags nur noch zu dritt, also bin ich jede dritte Woche im Einsatz“, sagt sie. „Das ist fast etwas viel, daher wäre es schön, wenn wir noch ein paar für die Aufgabe gewinnen könnten.“ Um 11.20 Uhr und um 13 Uhr sorgen die Helfer dafür, dass die Schüler sicher über die Straße kommen. „Helfen zu können, tut auch der eigenen Seele gut“, sagt Krauß. „Ich kann nur empfehlen, bei uns mitzumachen.“

Bewegung zu Fuß tut gut

Dem kann Susanne Montanus nur zustimmen. Sie ist die Koordinatorin der Pyrbaumer Schulweghelfer. Wenn sie selbst Dienst hat, ist sie von 7.15 bis 7.45 Uhr am Zebrastreifen nahe des Feuerwehrhauses im Einsatz. Obwohl viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht würden, rentiere sich der Einsatz. „Meine Kinder sind zu Fuß unterwegs. Der Schulweg tut ihnen gut. Sie sind im Klassenzimmer nicht mehr so zappelig,“ sagt Montanus und lacht.

Die Kinder, die bei ihr über die Straße gehen, kennt sie alle. Wie schnell etwas passieren könnte, weiß Montanus aus eigener Erfahrung. Als sie ein Auto am Zebrastreifen stoppen wollte, war die Fahrerin abgelenkt und fuhr weiter. „Sie hat wohl aufs Handy gesehen.“ Erst im Vorbeifahren bemerkte sie die Schulweghelferin. „Zum Glück ist Keinem was passiert“, sagt Montanus. „Gut, dass die Kinder nicht alleine über die Straße mussten.“

Gut zu wissen

  • Rechte:

    Die Verkehrsteilnehmer haben der Aufforderung der Schulweghelfer Folge zu leisten.

  • Kontakt:

    Wer Schulweghelfer werden will, setzt sich mit der Schule vor Ort oder der Verkehrswacht Neumarkt auf www.kreisverkehrswacht-neumarkt.de in Verbindung.

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