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Kirche

Simon Heindl wird zum Diakon geweiht

Früher war der 26-Jährige mehrere Jahre lang Ministrant in Sengenthal. Nun will er auch selbst Priester werden.
Von Andreas Meyer

Als Bischof Gregor Maria Hanke St. Elisabeth besuchte, traf er Simon Heindl. Der war damals ein engagierter Ministrant, nun wird er zum Diakon geweiht. Foto: Meyer
Als Bischof Gregor Maria Hanke St. Elisabeth besuchte, traf er Simon Heindl. Der war damals ein engagierter Ministrant, nun wird er zum Diakon geweiht. Foto: Meyer

SENGENTHAL.Die Pfarrei Reichertshofen scheint, was den Beruf des Priesters anbelangt, ein gutes Pflaster für die Diözese Eichstätt zu sein. 2003 und 2008 wurden die Brüder Roland und Christian Klein aus Sengenthal zu Priestern geweiht, im vergangenen Jahr Ulrich Schmidt aus Reichertshofen. Nun steht in zwei Wochen die Diakonenweihe von Simon Heindl aus Sengenthal an. Zusammen mit seinem Studienkollegen Michael Polster (aus dem Erzbistum Bamberg) erhält er am 24. Juni um 9 Uhr in der Schutzengelkirche in Eichstätt die Weihe.

Kein Unbekannter ist der heute 26-Jährige in Sengenthal. Während seiner Schulzeit war er ein engagierter Ministrant in der Filialkirche St. Elisabeth. Von 1997 bis 2001 besuchte er die Grundschule Sengenthal, anschließend bis 2007 die Realschule für Knaben in Neumarkt und bis 2010 die Maximilian-Kolbe-Schule, wo er das Abitur ablegte. „Prägend für mich war natürlich meine Ministrantenzeit in Sengenthal und die beiden Priesterweihen und Primizen von Roland und Christian Klein, die ich als junger Ministrant ganz vorne am Altar miterlebt habe“, sagt Heindl. Dabei sei er zum ersten Mal mit dem Priestersein in Kontakt gekommen.

Eines bleibe für ihn aber weiter ein Rätsel: Innerhalb von 15 Jahren erlebte die Pfarrei Reichertshofen drei Primizen, während so ein Ereignis in den meisten anderen Pfarreien teilweise 30 oder 50 Jahre zurückliege. Derzeit macht der angehende Diakon in der Katholisches Pfarrei Maria Himmelfahrt in Roth sein Pfarrpraktikum.

Von 2010 bis 2011 absolvierte Heindl ein Propädeutikum im Erzbischöflichen Priesterseminar in Bamberg mit 17 weiteren Kandidaten. „Seitdem habe ich immer mehr Freude an diesem Beruf gefunden“, sagt er. Studiert hat Heindl an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und an der Katholischen Fachtheologie an der Universität Wien. 2016 legte er den „Magister Theologiae“ ab. Durch die Ausbildung fühle er sich gut vorbereitet auf den Priesterberuf, sagt Heindl. „Mir ist es sehr wichtig, meinen persönlichen Glauben an die Menschen weiterzugeben. Gelegenheiten dazu hat man als Diakon und Priester sehr viele, das sehe ich in meiner täglichen Arbeit in Roth“, sagt Roth.

Lebenserfahrung habe er bei Jobs während der Semesterferien gesammelt – egal ob als Tankwart am Autobahnrasthof, als Mitarbeiter in der Bischöflichen Seminargärtnerei oder bei der Besucherregistrierung der Messegesellschaft in Nürnberg. Auch seine Eltern Edith und Roland sowie sein -nen jüngerer Bruder Lukas hätten ihn auf seinem Weg immer unterstützt: „Nie wurden mir Steine in den Weg gelegt.“ (nyr)

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