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Skepsis bei neuem Seniorenheim

Die Markträte informierten sich in Seligenporten.
Von Heike Regnet

Neben dem Tor soll ein Fußgängerdurchgang geschaffen werden.
Neben dem Tor soll ein Fußgängerdurchgang geschaffen werden. Foto: Regnet

Pyrbaum.Vor der Bauausschusssitzung am Donnerstag trafen sich die Markträte in Seligenporten. Hier wurden das Schlereth-Hauses und der Standort eines neuen Seniorenheims in Augenschein genommen.

Rund 813 000 Euro kostet die Sanierung des Schlereth-Hauses im Klosterhof, so Bürgermeister Michael Langner. Die Gemeinde habe das Haus, das 1493 erbaut wurde, auch erworben, um einen sicheren Zugang für Fußgänger zum Klosterhof zu schaffen. Hierzu soll neben der Torzufahrt ein Durchgang geschaffen werden. Das Gebäude ist zur Büronutzung oder als Arztpraxis geeignet. Im Sitzungssaal standen viele Bauanträge und -voranfragen zur Beratung an, darunter der Neubau eines Senioren- und Pflegeheims in Seligenporten.

Langner informierte über die Planung, die Toni Bauer eingereicht hatte. So soll ein dreigegliederter Baukörper, 92 Meter lang, nahe der Klosterkirche gebaut werden. Etwa 80 Wohnplätze für Tagespflege, betreutes Wohnen und Wohnungen für Mitarbeiter finden hier Platz. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Kirche wird als erstes die Meinung des Amtes für Denkmalpflege eingeholt. Die Zufahrt zum Seniorenheim erfolgt über die Gaststätte Klosterhof.

Günther Fischer betonte, dass ein Seniorenheim in Seligenporten sicher grundsätzlich positiv zu bewerten sei. Allerdings müsse vor Baubeginn garantiert sein, dass es nach Fertigstellung auch als Seniorenheim genutzt werde und nicht als Hotel oder ähnliches. „Wir sind da halt schon ein gebranntes Kind“, meinte Fischer mit Blick auf zurückliegende Bauprojekte. Diese Meinung teilten viele der Markträte. Gerd Kärgelein und Dirk Lippmann fragten nach, welchen Einfluss die Gemeinde auf das Projekt nehmen könne. Langner erklärte, dass eine Nutzungsänderung wohl jederzeit möglich sei. Gerhard Meyer forderte, zunächst zu klären, wer baut, wer investiert, wer das Seniorenheim betreibt und ob eine Nutzungsänderung nach Genehmigung für ein Seniorenheim möglich sei. Dies soll nun geschehen.

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