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Heiligabend

So feiert Neumarkt Weihnachten

Dies stellten die christlichen Geistlichen von Hofkirche und Christuskirche in den Mittelpunkt ihrer Predigten zum Fest.
Von Michael Schrafl und Nicole Selendt

  • In der Hofkirche führten Kinder ein Krippenspiel auf; Pfarrer Stefan Wingen dankte den Kindern und dem Vorbereitungsteam. Foto: Michael Schrafl
  • Den Gottesdienst „Festliche Weihnacht“ in der Christuskirche leitete Dekanin Christiane Murner. Foto: Michael Schrafl

NEUMARKT.Mit stimmungsvoll gestalteten Gottesdiensten in den festlich geschmückten Kirchen feierten die Christen in Stadt und Landkreis das Weihnachtsfest. Kirchenchöre, Orchester, Werkvolkkapelle, Jugendblasorchester sowie Kantorei und Posaunenchor hatten die Gottesdienste feierlich gestaltet, ebenso die Pfarrer, die vielen Ministranten und die Kinder mit ihren Hirten- und Krippenspielen. Der Dank galt allen Mitwirkenden.

Bei den Gottesdiensten waren die Gläubigen aufgerufen, mit ihrer Spende die kirchlichen Aktionen „Adveniat“ und „Brot für die Welt“ zu unterstützen. Vor der Hofkirche hatten Pfadfinder das Friedenslicht, das an der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet worden war, verteilt.

Pfarrer Stefan Wingen brachte in der Hofkirche in seiner Predigt Gedanken zur Größe Gottes zum Ausdruck. Denn ebenso wie die Christen, die in ihrem Gloria mit dem Ausruf „Du allein bist der Höchste!“ diese vor Augen führen, tun das auch Muslime mit dem Ausruf „Alahu akbar“. Und während Christen dabei Unbehagen, Unsicherheit, Schrecken fühlen, bedeute es doch nichts anderes als „Gott ist groß“, beziehungsweise „der Größte“.

Gott ist wie die reine Liebe

Warum sich Gott grade zu Weihnachten klein mache, verletzlich, abhängig und wehrlos, das sei das Wunder, das die Kirche an Weihnachten verkünde, wie Wingen sagt. Denn Gott sei die Liebe. Reine, unschuldige Liebe sei immer wehrlos, verletzlich und bereit, alle Konsequenzen zu tragen. Gott sei bereit, „sich verletzlich und schwach zu machen, um uns die Angst zu nehmen, vor einen über alles erhabenen Gott zu treten.“ Gott mache sich zum Kleinsten, und sei genau deshalb der Größte.

Eine Heimat in Gott finden

Die evangelische Dekanin Christiane Murner hat sich in ihrer Weihnachtspredigt des Themas Heimat angenommen. Wo fühlen die Menschen sich beheimatet? Wie wichtig ist ihnen die Heimat? Ist die Heimat nun ein Ort, zu dem man gerne zurückkommt oder in dem man sich eingeengt und unverstanden fühlt? Wichtig sei es vor allem, dass die Heimat ein Ort des Friedens sei. Und da sei es schlimm, dass gerade die Heimat von Jesus Christus dies nicht sei – und womöglich noch lange nicht sein werde. Obwohl doch die Sehnsucht nach Heimat und Frieden bei den israelischen Siedlern und Steine werfenden jungen Palästinensern wohl mindestens so groß wie in uns sei.

Umso wichtiger sei des dann, eine geistliche Heimat zu haben. Und die könne man – bei allem Zweifel, den viele Menschen fühlen – in der Kirche finden. „Gott bringt Sie und mich nach Hause, indem er uns zur Krippe führt. Indem er uns jetzt über diese Weihnachtstage Zeit schenkt, in uns hinein zu hören und zu sehen.“

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