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Jubiläum

So lange blicken Neumarkter ins Weltall

Die Neumarkter Volkssternwarte wird 50. Aus Bildung und Veranstaltungsprogramm ist sie nicht mehr wegzudenken.

Heimatminister Albert Füracker wollte als Kind selbst Astronaut werden. Foto: Nicolas Keckl
Heimatminister Albert Füracker wollte als Kind selbst Astronaut werden. Foto: Nicolas Keckl

Neumarkt.Am vergangenen Samstag feierte die Bayerische Volkssternwarte Neumarkt e.V. ihr 50-jähriges Bestehen. Der Erste Vorsitzende Andreas Leonhardt eröffnete die Veranstaltung im Vortragssaal der Sternwarte mit einer Begrüßung und einleitenden Worten. Hierauf trat Oberbürgermeister Thomas Thumann äußerte seinen Stolz auf die Sternwarte, da sich diese in der Umgebung durch die Himmelsführungen und diverse Veranstaltungen etabliert habe. In seiner Festrede lobte er zudem die Jugendarbeit.

Jubiläum

Magische Momente in der Sternwarte

Seit 50 Jahren beobachten Neumarkter Sterne durch das große Teleskop. Für Laien gibt es noch weitere romantische Orte.

Danach ergriff der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker das Wort. Er habe immer gerne Astronaut werden wollen, was jedoch durch seine Flugangst verhindert worden sei. In seiner Schulzeit habe er ebenfalls Interesse an der Astronomie gezeigt, aber durch die Landwirtschaft konnte er diesem Interesse nicht nachgehen.

Hier begreift man die Größe des Universums

Mit humorigen Worten riet der stellvertretende Landrat Helmut Himmler dazu, dass jeder Mensch im Leben zwei Orte besuchen sollte: zum einen ein Altersheim, wo man froh sein könne, wenn man es wieder verlassen könne und sich freue, dass es einem doch sehr gut gehe, zum anderen eine Sternwarte oder ein Planetarium, wo man die Größe des Universums begreifen könne.

Die Sternwarte

  • Lage:

    Auf dem Mariahilfberg außerhalb der Stadt gelegen entgeht die Sternwarte der störenden Verschmutzung durch die Lichter Neumarkts.

  • Beobachtungsabende:

    Die nächsten Beobachtungsabende durch die Teleskope der Sternwarte finden bei gutem Wetter am 26. Juli am 2. August und am 23. August, jeweils um 21 Uhr, statt. Der Eintritt beträgt vier Euro pro Person.

Dass die Sternwarte auch mit den Schulen aus Stadt und Landkreis zusammenarbeitet, verdeutlichte Oberstudiendirektor Bernhard Schiffer vom Willibald-Gluck-Gymnasium: Im Laufe der Schullaufbahn dürfen sich die Schüler des Gymnasiums einen Fachbereich aussuchen und wählen gerne das Seminar Astronomie. Dadurch kämen diese Schüler regelmäßig in die astronomische Einrichtung am Höhenberg 31, um ihr Wissen aufzufrischen und zu erweitern.

Von Neumarkt aus in alle Welt funken

Als letzter Redner der extern geladenen Gäste sprach Peter Frank für den DARC Ortsverband Neumarkt i. d. OPf - U10. Die Funker, die nach dem Bau der Sternwarte in das Bürogebäude eingezogen sind und für den Notfall Funkverbindungen zum Rest der Welt aufbauen können, sind ein wichtiger Bestandteil von Neumarkt. Da sich die Amateurfunker lokal erweitern wollten, wurde ein Container gekauft, in dem sie ihre neue Bleibe mit den auffälligen Funkantennen eingerichtet haben.

Den zweiten Block eröffnete Dr. Gerhard Fenzl, der stellvertretend für seinen verstorbenen Schwiegervater Fritz Weithas, den Mitgründer und ehemaligen Ehrenvorsitzenden der Sternwarte, aus seinem Wissen plauderte. Beim Bau der Sternwarte lernte er seine jetzige Ehefrau Dr. Annette Fenzl (Mädchenname Weithas) kennen. Dass die komplette Familie Weithas die Feierlichkeit besuchte, war eine besondere Ehre und Freude.

Im Anschluss sprachen die ehemaligen Vorsitzenden Dr. Gero Rupprecht, Götz Scheithauer und Hans-Werner Neumann über ihre Wirkungszeit, gefolgt von Andreas Leonhardt, der aus den letzten drei Jahren als erster Vorsitzender der Sternwarte berichtete.

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