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So spart man Steuern im Home-Office

Wer von daheim aus arbeitet, kann Kostenabzüge geltend machen.

Heute geht Heimarbeit oft noch mit nachteiligen Bedingungen für Arbeitnehmer einher.  Foto: Patrick Pleul/dpa
Heute geht Heimarbeit oft noch mit nachteiligen Bedingungen für Arbeitnehmer einher. Foto: Patrick Pleul/dpa

Neumarkt.Viele Arbeitnehmer gehen ihrer beruflichen Tätigkeit aufgrund der Corona-Epidemie von zu Hause aus nach. Steht keine Ausweichmöglichkeit zur Verfügung, können sie darum ihre Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer steuerlich geltend machen, obwohl das normalerweise keine Option wäre.

Ein Abzug aller Kosten ist aber nur umsetzbar, wenn der Arbeitsplatz daheim den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit darstellt. Das ist dann der Fall, wenn die Leistungen, die für die jeweilige berufliche Tätigkeit prägend sind, hauptsächlich im Home-Office erbracht werden. Das gilt vor allem, wenn der betriebliche Arbeitsplatz ganz oder teilweise nicht mehr aufgesucht werden kann. Bei einer Kombination aus betrieblicher Anwesenheitspflicht und Home-Office muss die Zeit zu Hause überwiegen.

Mindestens drei von fünf Arbeitstagen müssen von zu Hause aus erfolgen, damit die Voraussetzungen für einen unbegrenzten Kostenabzug erfüllt sind. Bei kürzerer Dauer überwiegt die zeitliche Tätigkeit im Büro des Arbeitgebers. Dann können maximal 1250 Euro für ein Kalenderjahr als Werbungskosten steuerlich in Abzug gebracht werden.

Dafür ist es Voraussetzung, dass an Home-Office-Tagen kein Arbeitsplatz im Büro des Arbeitgebers zur Verfügung steht, der Arbeitgeber die Nutzung zum Beispiel wegen eines Kontaktverbots mit den Kollegen untersagt. Da es sich nicht um eine Pauschale handelt, sind alle Kosten einzeln aufzulisten und zu belegen.

Eine weitere Voraussetzung für den Steuerabzug ist ein abgeschlossener Raum als Arbeitszimmer, der funktionell wie ein Büro ausgestattet ist. Der Laptop am Wohnzimmertisch gilt, aus steuerlicher Sicht, nicht als Home Office. Auch Durchgangszimmer sind nicht abzugsfähig. Als Nachweis wird am besten der Grundriss der Wohnung der Steuererklärung beigefügt. Erlaubt ist, dass sich Eheleute und Lebenspartner ein Arbeitszimmer teilen und jeder die Aufwendungen als Werbungskosten absetzt.

Mieter können ihre Mietkosten anteilig absetzen. Entfallen zum Beispiel in einer 120 qm großen Wohnung 12 qm auf das Arbeitszimmer, so sind das anteilig 10 Prozent. Entsprechend werden dann 10 Prozent der Mietkosten als Werbungskosten eingetragen. Immobilienbesitzer können daran angepasst die Gebäudeabschreibung und Kreditzinsen ansetzen.

In jedem Fall werden alle Nebenkosten, wie Heizung, Strom, Wasser, Abwasser, Strom, Grundsteuer, Müllabfuhr, Kaminkehrer, Wohngebäude- und Hausratversicherung, sowie der Immobilienrechtsschutz ebenfalls anteilig angesetzt. So lassen sich aus der Not heraus für viele Bürgerinnen und Bürger Steuern sparen.

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