MyMz
Anzeige

Preis

Sonderpreis für Jugendblaskapelle

Die Jugendblaskapelle Seubersdorf war bei der Verleihung des Zwieseler Finks. Die Musiker hielten dem Druck stand.
Von Vera Gabler

Der Grundstein für die Jugendblaskapelle war im September 2009 gelegt worden. Fotos: Gabler
Der Grundstein für die Jugendblaskapelle war im September 2009 gelegt worden. Fotos: Gabler

Seubersdorf.Fast wäre der Zwieseler Fink nach Seubersdorf geflogen, nachdem sich die Jugendblaskapelle Seubersdorf mit ihrer Dirigentin Karin Riel um den Wanderpreis bemüht hatte. Das Neumarkter Tagblatt durfte die 30 Jugendlichen mit ihrer Dirigentin sowie dem Vorsitzenden des Musikvereins Seubersdorf Jochen Brandl und dem Jugendvertreter Wolfgang Brandmüller am Samstag nach Zwiesel begleiten.

„Wir sind schon sehr nervös“, verriet Karin Riel. Man habe sogar den Dienstag als zusätzlichen Probetermin eingeschoben, um wirklich in jeder Note sicher zu sein, schließlich durfte man ja den Landkreis Neumarkt vertreten. Kreisheimatpfleger für den Landkreis Neumarkt Roland Frank sei bei einem Konzert in Postbauer-Heng auf die Jugendblaskapelle Seubersdorf nicht nur aufmerksam geworden, sondern er habe sie dazu ermutigt, am diesjährigen Sänger- und Musikantentreffen in Zwiesel teilzunehmen. Dass es sich bei dem Zwieseler Fink um den ältesten Wettbewerb seiner Art in Bayern handelt, habe man dann erst im Laufe der Zeit dann realisiert. „Der Jugendpreis war schon Ansporn für die Jugendlichen“, sagte Brandmüller auf der Fahrt nach Zwiesel. Und dass man sich nicht verstecken brauche, das habe man schon bei zahlreichen Auftritten bestätigt bekommen.

Grundstein wurde 2009 gelegt

Der Grundstein für die Jugendblaskapelle war im September 2009 gelegt worden, als an der Grund- und Mittelschule Seubersdorf eine Bläserklasse gegründet worden war. Den ersten Auftritt absolvierte die Bläserklasse ein Jahr später beim Bunten Abend des Männerchors. Zum erfolgreichen Auftritt überreichte der Musikverein Seubersdorf T-Shirts. „2011 fand die erste Probe mit 20 Kindern im Musikheim statt, die Leitung übernahm Theresa Spangler aus Hohenfels“, ergänzt Brandmüller. Noch im gleichen Jahr trat das Nachwuchsorchester beim Weihnachtsmarkt auf, und im September 2012 bestand das Orchester, wie es damals noch bezeichnet wurde, schon aus 34 jungen Musikern.

Seit dem Jahr 2015 spielen die Jugendlichen dann unter dem Namen der neuen Jugendblaskapelle, die bisherigen Mitglieder der Jugendblaskapelle wechselten zu der Blasmusik Seubersdorf über. Nachdem Karin Riel im Februar 2016 die musikalische Leitung der Kapelle übernommen hatte, gab es gleich noch neue Westen und Jacken, zudem hatte bereits die Hälfte der Musiker ihre Leistungsabzeichen D 2 in Silber abgelegt.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Der Zwieseler Fink

  • Zwieseler Fink:

    Der jährlich im November stattfindende Volkstumswanderpreis Zwieseler Fink geht auf eine Stiftung der Stadt Zwiesel im Jahre 1939 zurück.

  • Wanderpreis:

    Er ist der älteste Volkstumswanderpreis in Bayern – für die Jugend gibt es den Jugendfink und für die erwachsenen Gruppen einen Zwieseler Fink. Dieser dient als Auszeichnung für die besten Ergebnisse.

  • Jugendblaskapelle Seubersdorf:

    Neben einem Ehrenpreis gab es zusätzlich einen Sonderpreis für das erfolgreiche Mitwirken, der noch gesondert übergeben wird.

In Zwiesel angekommen wurde der Gruppe dann ein kleiner Proberaum im Waldmuseum angeboten, bevor sie sich der Bewertungskommission stellen durften. Allen voran Jurysprecherin Traudi Siferlinger – bekannt als Moderatorin im Bayerischen Fernsehen – überzeugte die Jugendblaskapelle schon bei der Kirmespolka.

Es folgten die Stücke „Dianei Shottisch, der Walzer „Heimatklänge“ und der „Bayerische Bauer“ als Zwiachfach, was letztendlich die Aussage bei der Preisverteilung bestätigte: „Ein gekonntes, sauber intoniertes Spiel und ein passend gewähltes Repertoire aus der Volksmusik.“

Sonderpreis bei Feierstunde

Dies brachte einen eigens an diesem Tag für Seubersdorfs Jugendblaskapelle geschaffenen Sonderpreis ein. „Der Sonderpreis wird im Rahmen einer besonderen Feierstunde überreicht“, ergänzte der Veranstaltungsmanager Hermann Wellisch. Ob in Zwiesel oder in Seubersdorf, darüber werde man noch beraten.

Gleichzeitig bekam Riel im Namen der Jugendblaskapelle aber auch noch den Ehrenpreis überreicht. Die Kapelle wurde zudem dazu aufgefordert, den anschließenden Festabend mit Musik und Gesang musikalisch zu eröffnen. Bei der Heimreise freuten sich die Jugendlichen schon auf den nächsten Auftritt, nämlich am 16. Dezember von 11 bis 12 Uhr im Neuen Markt in Neumarkt.

Hier finden Sie weitere Nachrichten aus Neumarkt und Umgebung.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht