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Aufführung

Spielfreude auf hohem Niveau

Die Theaterabteilung des BSC Woffenbach glänzte mit einem ausdrucksstark gespielten Stück.
Von Gerhard Hahn

Aus dem Bauer wurde ein Engel. Foto: Gerhard Hahn
Aus dem Bauer wurde ein Engel. Foto: Gerhard Hahn

Neumarkt.Bei der Premiere des Dreiakters „Im Himmel gibt’s koa Parlament“ von Marianne Santl ist die Theaterabteilung im Ballspiel Club Woffenbach (BSC) vor randvollem Saal in der „Au“, wieder einmal über sich hinaus gewachsen. Das fast drei Stunden dauernde Spektakel, einschließlich zweier Pausen, beeindruckte die Zuschauer so heftig, dass allerorten Lob zu hören war.

Das gesamten Sück über konnten sich die Zuschauer über pannenlose Spielfreudigkeit der 14 Akteure, über Kurzweiligkeit und permanente Angriffe auf die Lachmuskeln erfreuen. Das Trio Ziach Klang stimmte die Zuschauer mit heimatlichen Klängen ein, ehe BSC-Vorsitzender Peter Schnell und Theater-Abteilungsleiter Karl-Heinz Nisselbeck die Premieren Begrüßung vornahmen. Am Bauernhof Burgstaller ist einiges los, seitdem der Bauer Hans, authentisch gespielt von Routinier Reinhard Lang, seinen Einzug ins bayerische Landtags-Parlament hinter sich gebracht hat, in das er eigentlich nie gewollt hatte. Dazu gehört seine Ehefrau Jutta, die stimmgewaltige Debütantin Sandra Sturm gab sehr glaubwürdig eine vornehme Bäuerin, die die Stallarbeit nicht so richtig mochte und stattdessen ihre Träume von Empfängen in einer komfortablen Villa, Realität werden sah. Zusammen mit dem nachbarlichen Freund, Ökonom und eingefleischten Junggesellen Alois Holzwurn (souverän von Max Baumann dargestellt) haben beide das Kunstück geschafft, aus dem kleinen Landwirt und Bürgermeister Hans einen großkopferten Politiker zu machen. Nun weht ein anderer Wind in der guten Stube, was zu allererst die Magd Urschl (Margit Blomenhofer) auszubaden hatte.

Das gesamte Ensemble war von den Regisseurinnen Christa Fink und Maria Fersch bestens eingestellt, aber nach der Margit Blomenhofen würden sich bestimmt Profibühnen die Finger lecken. Ihre Ausstrahlung war bis ins kleinste Detail hinein wunderbar und das Publikum dankte immer wieder mit Szenenapplaus.

Jedenfalls regte den Bauer seine Gattin, die Tochter Lisa (Steffi Seger) besser verheiraten will wenn der Hof verkauft ist, so brutal auf, dass er einen Infarkt erlitt und bei Petrus (Christian Waffler) im Vorparadies der Himmelwerkstatt ankam.

Die Engel im Wartestand Nr. 13, gleichsam der verstorbene CSU-Ministerpräsiden FJS (Karl-Heinz Nisselbeck) und der Sozi Nr 25 (Neuling, Matthias Seger) politisieren beim Petrus immer weiter, was diesen so ärgert, dass er sogar von der Stimme Gottes (Franz Vögerl) ermahnt werden musste. Jedenfalls ist da oben kaum Platz und der Hans darf sich seine Flügel fürs Paradies eigenhändig verdienen, wenn er als Geist auf die Erde zurückkehrt und seine Gattin zur Reue und zum Beten bringt. Ordensfrau Bernadette (Franziska Vögerl) und Tante Hilde (Sylvia Moosburger) sind dabei behilflich, den Geist wieder zu verteiben. Prologsprecherinnen sind Verena Härtl und Franziska Vögerl.

Rund um das Stück

  • Wann und Wo:

    Beginn jeweils um 19.30 Uhr im Saal zur Woffenbacher Au.

  • Kartenvorverkauf:

    Karten für das Stück gibt es bei Uhren Stang in der Rosengasse 3.

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