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Verwaltungssenat

Stadt lässt auf Friedhöfen mehr zu

Die neue Bestattungssatzung gibt in bestimmten letzten Ruhestätten Neumarkts der Gestaltungsfreiheit absolute Vorfahrt.
Von Lothar Röhrl

  • 13 Jahre ist dieses Bild alt. Am ordentlichen Aussehen der Gräber soll sich nichts ändern. Foto: Röhrl
  • Turnusgemäß beliefert die Lammsbrauerei 2020 das Jura-Volksfest. Foto: Röhrl

Neumarkt.Nichts Neues ist, dass auf Neumarkter Friedhöfen feste Grabeindeckungen aus Stein zugelassen werden sollen. Die entsprechende Willensbekundung des Verwaltungssenats und der gleichlautende Beschlusses des Stadtrats (beide aus dem Februar) sind in die Bestattungssatzung der Stadt aufgenommen worden. Mit dieser hat sich am frühen Donnerstagabend der Verwaltungs- und Kultursenat befasst. Einstimmig hat der Senat zugestimmt. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat. Wenn dieser auch noch zustimmt, ist die neue Satzung ab dem kommenden Neujahrstag gültig.

Das mit der Grabeindeckung ist laut Rechtsrat Andreas Werner, Leiter des Rechtsamtes der Stadt, nur ein Punkt in der neuen Satzung. Dieses regelt übrigens noch, dass Voraussetzung für so eine Komplettabdeckung eine Grabeinfassung ebenfalls aus Stein sein müsse. Generell sei die gesamte, aus dem Jahr 2010 stammende Bestattungssatzung auf den Prüfstand gekommen. Und zwar so gründlich, dass die neue Fassung einer neuen Satzung entspreche.

Neu ist etwa, dass es auf Antrag „pflegearme Grabstätten“ geben dürfe. Dazu muss der als „Nutzungsberechtigter“ bezeichnete Grabbesitzer nachweisen, dass er nicht mehr in der Lage ist, die Grabstätte im erforderlichen Umfang zu pflegen. Liegt das Grab in einem bestimmten Bereich des Friedhofs kann es nach Absprache mit der Friedhofsverwaltung erst eingeebnet werden. Danach dürfe dort Rasen angesät werden.

Laut Andreas Werner werden zukünftig auf den Friedhöfen Woffenbach, Stauf und Labersricht/Wolfstein Bereiche ausgewiesen, in denen eine Gestaltung eines Grabes nicht vorgeschrieben sein wird. Damit werde „Selbstverwirklichung“ ermöglicht. Neu ist eine Ausnahmeregelung. Dank des entsprechenden Paragraphen 61 darf die Friedhofsverwaltung aus gestalterischen Gründen Ausnahmen von der Satzung zulassen. Das gilt auch für verwendetes Material. Absolut verboten sind jedoch Grabsteine, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen.

Zumindest im Verwaltungssenat war eine Frage kein Thema: Lockert Neumarkt die Sargpflich?. Auf Debatten in anderen Städten wies in dieser Hinsicht Stadtrat Rainer Hortolani hin. Der OB wollte eine solche Debatte bei der Behandlung des Themas im Stadtrat nicht ausschließen-. Diesem Gremium empfahl Thomas Thumann die Annahme der neuen Satzung, weil sie eine Verbesserung sei.

Pflichtaufgabe war für diesen Senat die Erteilung der Bierlieferung beim Volksfest 2020 und beim Frühlingsfest 2021 an die Lammsbrauerei. Diese ist als Festbrauerei turnusgemäß dran,

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