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Sport

Stadtlauf: Erfolge für die Routiniers

Beim Jubiläumslauf in Neumarkt standen bekannte Gesichter auf dem Treppchen – und sorgten mit für einen Teilnehmerrekord.
von Bettina Dennerlohr

In diesem Jahr war eine Rekordzahl an Läufern am Start. Foto: Bettina Dennerlohr
In diesem Jahr war eine Rekordzahl an Läufern am Start. Foto: Bettina Dennerlohr

Neumarkt.Zwanzig Jahre Stadtlauf in Neumarkt – das bedeutete nicht nur ein Jubiläum für Zuschauer und Organisatoren. Auch viele Läufer, die auf der Strecke unterwegs waren, feierten bei dieser Veranstaltung ihr Jubiläum. Gar nicht so selten verkündete der als Moderator agierende Armin Wolf über einen der Teilnehmer kurz vor der Zielgerade, dass es sich um einen der Jubiläumsläufer handelte. Das Jubiläum hat offenbar auch viele Läufer angestachelt, sich für eine Teilnahme einzuschreiben. Andreas Winter, Kopf des Organisationsteams, konnte kurz vor der Siegerehrung seit einigen Jahren wieder einen Teilnehmerrekord vermelden: Er vermeldete knapp 2000 Läufer am Sonntag und 250 Teilnehmer beim Elementelauf am Samstag. „Seit Jahren haben wir damit wieder einen Rekord“, sagte Winter.

Sieger kennt das Treppchen schon

Keine Rekorde fielen dagegen bei den gelaufenen Zeiten. Schon gegen Ende der ersten Runde der Halbmarathonläufer verkündete Wolf, dass es diesmal keine neue Bestzeit geben werde. Stefan Böllet vom Team FitterTec, der als erster Halbmarathonläufer ins Ziel kam, kratzte mit 1:10:58 aber an der Zeit des Vorjahressiegers von 1:10:52. Damit lief er einen komfortablen Vorsprung auf den zweitplatzierten Sascha Lorenz von der LG Erlangen (1:18:19) heraus. Beide fielen sich im Ziel in die Arme, während der Drittplatzierte Toms Komass seine Freude laut herausschrie. Schon die erste Runde beendete Böllet als souveräner Spitzenreiter. Das kleine Siegerpodest vor dem Neumarkter Rathaus kennt er allerdings schon: 2017 wurde Böllet bei seiner Premiere Zweiter mit einer damals persönlichen Bestzeit von 1:11:15.

Stadtlauf in Neumarkt bei Kaiserwetter

Auch den Halbmarathon der Frauen gewann eine Läuferin, die in Neumarkt keine Unbekannte ist: Christine Ramsauer kam nach 1:27:42 ins Ziel und bewegte sich damit in Richtung ihrer persönlichen Bestzeit von 1:25:24, aufgestellt 2013 in Bad Füssing. Im vergangenen Jahr war Ramsauer in Neumarkt langsamer gewesen und hatte sich den dritten Platz erlaufen. Zu gewinnen ist für die Sportlerin allerdings nichts Neues: Sie nennt mehrere bayerische Meistertitel im Halbmarathon und Marathon ihr eigen, außerdem kürte sie sich 2018 in ihrer Altersklasse zur Deutschen Meisterin im Halbmarathon. In Neumarkt ließ die Anfang-Fünfzigerin mit durchschnittlich 14,43 Kilometern pro Stunde auch die deutlich jüngere Konkurrenz hinter sich. Platz zwei holte Ramsauers Teamkollegin, die Vorjahressiegerin Eva Schau vor Dr. Stephanie Bötzl, die ebenfalls schon mehrfach beim Neumarkter Stadtlauf auf dem Treppchen stand.

Christine Raumsauer, die Gewinnerin des Halbmarathons, auf der Strecke kurz nach dem Start (l.) Foto: Bettina Dennerlohr
Christine Raumsauer, die Gewinnerin des Halbmarathons, auf der Strecke kurz nach dem Start (l.) Foto: Bettina Dennerlohr

Ebenso bekannt beim Neumarkter Publikum waren die Gesichter bei der Siegerehrung über 10,5 Kilometer. Bei den Herren holte den Titel Jonathan Zipf vom Team Memmert. Er hat sich in Neumarkt bereits in die Rekordlisten eingetragen: Bei seinem ersten Start 2012 lief er die zweitbeste Zeit, die jemals ein Sportler beim Stadtlauf auf die Strecke gebracht hat. Auch der zweitplatzierte Florian Lang stand nicht zum ersten Mal beim Stadtlauf auf dem Treppchen und verriet gleich noch sein Geheimrezept für gute Laufergebnisse: Knödel am Tag vor dem Start. „Knödel machen schnelle Beine“, kommentierte Winter.

Impressionen vom Stadtlauf in Neumarkt

Die schnellsten Beine über die klassischen 10,5 Kilometer hatte bei den Damen Nicole Gundel vom Team CIS Amberg. Im vergangenen Jahr war sie zwar rund 31 Sekunden schneller, musste sich aber mit Domenika Mayer einer Läuferin der erweiterten deutschen Langstreckenspitze geschlagen geben. Diesmal verwies sie Eva Haberl auf den zweiten Platz, die im vergangenen Jahr Zweite über die Halbmarathondistanz geworden war.

Dritter Sieg in Folge beim FunRun

Zum dritten Mal in Folge gewann Christoph Sturm den FunRun. Serienerfolge gab es auch bei den Damen: Siegerin Vanessa Sturm war zum 17. Mal beim Stadtlauf dabei, wiederholte nicht nur ihren Erfolg aus dem Vorjahr, sondern verbesserte ihre Zeit auch um 2:12 Minuten. Melanie Walk war in diesem Jahr zwar schneller als 2018, belegte aber statt dem zweiten den dritten Platz und musste sich Marina Kölbl geschlagen geben.

Auch beim Jugendlauf gab es auf dem Treppchen Wiederholungstäter: Benedikt Menner belegte 2018 Platz 3 und siegte diesmal. Bei den Mädchen siegte Lea Stigler vor Eva Juhre und Noemi Stengl, die schon im vergangenen Jahr den dritten Platz belegt hatte.

Die Sieger

  • Halbmarathon Männer: 1. Stefan Böllet (FitterTec) 1:10:58, 2. Sascha Lorenz (LG Erlangen) 1:18:19, 3. Toms Komass (raumbox) 1:18:36, 4. Hynek Frauenberg (Sneci v Behu) 1:19:33, und 5. Markus Müller (Ski-Club/Lauftreff Schwandorf) 1:19:56

  • Halbmarathon Frauen: 1. Christine Ramsauer 1:27:42, 2. Eva Scheu (beide Team Memmert) 1:28:34, 3. Dr. Stephanie Bötzl (TSV Wolfstein) 1:31:11, 4. Viola Greil (twenty.six Roth) 1:34:47, 5. Sina Brauer (Memmert) 1:36:53

  • 10,5 Kilometer Männer: 1. Jonathan Zipf (Memmert) 34:31, 2. Florian Lang (Partl) 36:05, 3. Andreas Maier (Syscad Team) 36:21

  • 10,5 Kilometer Frauen: 1. Nicole Gundel (CIS Amberg) 42:25, 2. Eva Haberl (LG Telis Finanz) 42:38, 3. Theresa Keller 42:58

  • FunRun Männer: 1. Christoph Sturm (PEKU Folien) 19:56, 2. Andrei Heinz (Pfleiderer Running) 20:31, 3. Marc Fleischmann (LG Telis Finanz) 21:19

  • FunRun Frauen: 1. Vanessa Sturm (SWC Regensburg) 23:02, 2. Marina Kölbl (Dehn) 26:05, 3. Melanie Walk (Rail.One) 26:16

  • Jugendlauf Jungen: 1. Benedikt Menner (SV Lupburg) 13:33, 2. Lukas Hiereth (FSV Berngau) 13:42, 3. Moritz Kaunz (FC Deining) 13:54

  • Jugendlauf Mädchen: 1. Lea Stigler (TV Parsberg) 15:24, 2. Eva Juhre 15:35 und 3. wurde Noemi Stengl (TSV Freystadt LA) 16:06

Doch nicht nur der Nachwuchs, sondern auch die Senioren waren vertreten: Die älteste Teilnehmerin absolvierte mit über 70 Jahren die 10,5 Kilometer in 1:19:43. Bei den Herren waren in der Altersklasse über 70 Jahren sogar sieben Teilnehmer am Start – der Scnellste blieb knapp unter einer Stunde.

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