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Kirche

Stadtpfarrer verlässt Freystadt

Pater Amadeus Buchtzik nimmt am heutigen Samstag Abschied von seiner Pfarrgemeinde. Er war 20 Jahre in der Pfarrgemeinde.
Von Heike Regnet

Stadtpfarrer Pater Amadeus Buchtzik OFM verlässt nach 20 Jahren Freystadt. Sein Weg führt ihn nun nach Bezau (Vorarlberg).  Foto: Regnet
Stadtpfarrer Pater Amadeus Buchtzik OFM verlässt nach 20 Jahren Freystadt. Sein Weg führt ihn nun nach Bezau (Vorarlberg). Foto: Regnet

Freystadt.„Es ist keine offene Baustelle, die ich hier hinterlasse. Alles ist gut geregelt“, stellt Stadtpfarrer Pater Amadeus Buchtzik OFM zufrieden fest. Dem heutigen Samstagabend sieht er dennoch mit gemischten Gefühlen entgegen: Nach zwei Jahrzehnten nimmt er Abschied von Freystadt. Künftig wird er in Bezau (Vorarlberg) als Seelsorger tätig sein.

Blickt Pater Amadeus auf die vergangenen 20 Jahre zurück, zeigt sich rasch, dass es 20 arbeitsintensive Jahre waren. Zunächst war er Stadtpfarrer in Freystadt, Thannhausen und Sondersfeld, 2003 kam auch Mörsdorf hinzu. Neun Jahre war der Geistliche Guardian des Franziskanerklosters, 2011 und 2012 zudem Pfarradministrator der Pfarrei Möning mit Expositur Pavelsbach. Seit 2011 ist er Vertreter der Ordenspriester im Priesterrat, 2012 bis 2016 war er Mitglied des Diözesanpastoralrats und vor zwei Jahren wurde er zum Leiter des Pastoralraumes „Pfarrverband Freystadt“ ernannt. Auch an der Schule war Pater Amadeus im Einsatz. 16 Jahre gab er in Freystadt Religionsunterricht. Zudem hat die Pfarrei Freystadt mit der Kirchenverwaltung die Trägerschaft der beiden katholischen Kindertagesstätten in Freystadt und Thannhausen übernommen.

Viele gute Begegnungen

Die genaue Zahl der Gottesdienste, Taufen, Erstkommunionen, Firmungen, Hochzeiten und Beerdigungen, die Pater Amadeus in den vergangenen 20 Jahren gehalten hat, kann er nicht benennen. Hinzu kamen viele Feste und Feierlichkeiten. Doch es sind nicht die großen Jubiläen, an die sich der Geistliche an erster Stelle erinnert – es sind die Menschen, die er im Lauf der vergangenen zwei Jahrzehnte kennenlernen durfte. „Sie sind mit mir älter geworden“, stellt er schmunzelnd fest.

Abschied

  • Gottesdienst: Am Samstag, 31. August, beginnt um 18 Uhr der Pfarrgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, anschließend ist ein Stehempfang mit Zeit für persönliche Gespräche zum Abschied geplant.

  • Nachfolger: Pater Bartimäus Trabecki wurde von Bischof Gregor Maria Hanke zum neuen Leiter des Pfarrverbands Freystadt ernannt. Wallfahrtsseelsorger Pater Maxentius OFM wird als pastoraler Mitarbeiter im Pfarrverband Freystadt aushelfen.

Vieles hat sich in den 20 Jahren verändert, auch die Kirche selbst. „Es ist eine Herausforderung für alle Pfarreien“, sagt Pater Amadeus mit Blick auf die Strukturen. „Manchmal ist man schon frustriert. Man sät und will auch ernten. Aber für die Qualität des Bodens bin ich nicht verantwortlich.“ Gemeinsam habe man in den zwei Jahrzehnten dennoch so manches bewegen können. Neben den vielen schönen Erinnerungen, gab es aber auch schmerzliche Erfahrungen. „In den 20 Jahren musste ich auch viele junge Menschen beerdigen“, sagt Pater Amadeus nachdenklich. Stets aber habe er sich auf die Unterstützung in den vielen Gremien der Pfarrgemeinde- und Kirchenverwaltungen verlassen können. Auch auf die Mitarbeiter im Pfarrbüro war immer Verlass.

„Ich kann mich noch gut erinnern, als ich im September 1999 nach Freystadt kam und wie alles begonnen hat. Damals hätte ich nie geglaubt, dass ich 20 Jahre hierbleiben werde“, sagt Pater Amadeus. Gerne erinnert er sich an die früheren, monatlichen Jugendgottesdienste mit der Band um Konrad Fuchs zurück, zudem an die vielen Familien- und Kindergottesdienste. Heute sind es die Demenzgottesdienste im Seniorenheim, die Pater Amadeus mit initiiert hatte, die neue Impulse setzen.

Arbeitsintensive Sanierungen

In bester Erinnerung bei allen Beteiligten werden sicher auch die zahlreichen Studienfahrten bleiben, die der Geistliche organisierte. Von Polen übe Assisi, Petersburg und Rom bis hin zu Israel oder Irland führten die Reisen. Pfarrausflüge hatten Städte wie Regensburg, Köln, Freiburg und viele andere mehr zum Ziel.

Arbeitsintensiv waren die Jahre vor allem auch wegen der zahlreichen Sanierungen. Alle Pfarr- und Filialkirchen (außer Frettenshofen) wurden grundsaniert, die umfangreichsten Sanierungen waren die des Franziskanerklosters und der Stadtpfarrkirche. „Langweilig wurde es in Freystadt wirklich nie“, sagt Pater Amadeus.

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