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Region Neumarkt
Dienstag, 25. September 2018 13° 5

Kommunalpolitik

Stadtrat spart beim Ganzjahresbad

Gäste der künftigen Neumarkter Attraktion werden eine abgespeckte Version vorfinden – eine „Nachattraktivierung“ ist geplant.
Von Lothar Röhrl

So sieht aktuell die Baustelle für das Ganzjahresbad aus. Das benachbarte Hallenbad könnte locker in die riesige Baugrube passen.Foto: Röhrl
So sieht aktuell die Baustelle für das Ganzjahresbad aus. Das benachbarte Hallenbad könnte locker in die riesige Baugrube passen.Foto: Röhrl

Neumarkt.Diese Anfrage sorgte für einen kurzen Schrecken in Stadtrat: Hat es als Folge der Bauarbeiten am Ganzjahresbad im Keller des Hallenbades einen Wasserschaden gegeben? Das wollte SPD-Stadtrat Günther Stagat wissen. Doch er traf damit auf verbreitete Unwissenheit beim OB und auch den anwesenden Amtsleitern. Diese hatte ihren guten Grund, denn an der vermeintlichen Beschädigung ist nichts dran. Das erfuhr das Neumarkter Tagblatt am Tag nach der Sitzung des Stadtrats durch Nachfrage im zuständigen Landratsamt.

Real ist, dass bei einzelnen Vergaben nun konsequent auf Einsparungen geachtet wird, wenn das möglich ist. Das lobte OB Thomas Thumann, als der Stadtrat entscheiden wollte, wie es etwa bei der Sprunganlage oder der angepeilten Attraktion „Waterclimbing“ – von einer Kletterwand kann man sich ins Wasser plumpsen lassen – weitergehen soll.

Wo sich ab Mitte Mai Badegäste tummeln sollen, sind noch Baumaschinen im Einsatz. Foto: Röhrl
Wo sich ab Mitte Mai Badegäste tummeln sollen, sind noch Baumaschinen im Einsatz. Foto: Röhrl

Bei der Sprunganlage wurde vorerst einmal die Reißleine gezogen, weil das einzige Angebot gleich um rund 60 Prozent über dem Ansatz liegt, das Bauherr Stadt dafür ausgeben wollte. Die Sprunganlage wird nun neu ausgeschrieben in der Hoffnung, dass ein günstigeres Angebot erreicht wird. Notfalls werde auf die Anlage verzichtet. Das soll keinesfalls beim „Waterclimbing“ geschehen. An der schon mit merklicher Vorfreude bedachten Attraktion hält der Stadtrat fest, obwohl die Kletterwand mit Überhang laut ebenfalls einzigem Angebot um 1970 Euro (gleich 2,81 Prozent) teurer wird. Sozusagen als Ausgleich wurde die Überdachung des Anlieferhofes gestrichen. Auch bei der Rutschanlage wurde der Rotstift angesetzt und nur die Grundvariante bestellt.

Trotz der Streichungen gilt: Das alles kann nach der für Ende 2019 angepeilten Eröffnung noch nachgerüstet werden. Denn es sei bei solchen Vorhaben laut OB Thumann immer nötig, dass eine „Nachattraktivierung“ folgt.

Wichtig für jetzige und künftige Eltern ist, dass der Stadtrat ganz zwei Vorschlägen des Verwaltungssenats folgte: Einerseits werden diese künftig mehr für die Mittagsbetreuung sowie für das Mittagessen (künftig einheitlich 4,20 Euro pro Essen) entrichten müssen. Denn hier habe sich das Defizit der Stadt stark erhöht. Andererseits ordnet sie die Elternbeiträge in Kindergärten neu. Das geschieht für das vorletzte Kindergartenjahr. Denn im letzten Jahr übernimmt der Freistaat Bayern die Kosten bis zu maximal 100 Euro pro Monat. Im vorletzten Kindergartenjahr ist die Stadt Neumarkt künftig mit bis zu 105 Euro dabei. Und das pro Kind, denn die bisher übliche Geschwisterförderung fällt weg. Die Neuregelung gilt schon für das laufende Kindergartenjahr.

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