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Geschichte

Stadtwerke feiern Vierfach-Jubiläum

Das Unternehmen blickt zurück auf die Anfänge.

So sah das Gebäude der Stadtwerke früher aus.  Foto: SWN (Archiv/Melanie Sedlatschek)
So sah das Gebäude der Stadtwerke früher aus. Foto: SWN (Archiv/Melanie Sedlatschek)

Neumarkt.Für die Stadtwerke Neumarkt stehen in diesem Jahr gleich vier Jubiläen an: Die Stromversorgung wird 95 Jahre, die Wasserversorgung 125, die Gasversorgung 130 und die Stadtwerke werden 80 Jahre alt. Zusammengerechnet kommen mit Blick auf alle Sparten und Betriebsformen sogar 430 Jubiläumsjahre zusammen, schreiben die Stadtwerke in einer Pressemitteilung. Darauf wolle das Unternehmen in den kommenden Monaten aufmerksam machen. Deswegen würden viele Fotos der Stadtwerke die Zahl 430 enthalten: Mit etwa ein Meter hohen Ballon-Zahlen, die zu einigen Anlässen mitgenommen werden.

„Die Idee mit den Ballonzahlen ist zugegebenermaßen eine kleine Spielerei. Und die 430 Jahre sind selbstverständlich eine Addition von Betriebsjahren je nach Sparte; das ist uns schon klar. Da überlappen sich auch einige“, sagt SWN-Geschäftsführer Dominique Kinzkofer. Wichtig sei, den Menschen zu verdeutlichen, dass die qualitativ hochwertige Belieferung mit Gas, Wasser, Strom und Wärme keine Selbstverständlichkeit sei. „Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten die Neumarkter ihr Wasser noch aus Brunnen schöpfen und ihre Häuser ausschließlich mit Feuerholz warmhalten.“

Die Wurzeln der Gasversorgung reichten bis 1889 zurück, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Stadtväter hätten damals aber noch nicht das Ziel gehabt, Wärme in die Häuser zu bringen. Es sei darum gegangen, die Straßenbeleuchtung zu verbessern. Laternen habe es zwar schon seit 1830 gegeben– sie seien aber mit Schweineschmalz betrieben worden und hätten nur spärliches Licht gespendet. Die Umstellung auf Gas sei ein enormer Fortschritt gewesen. So sei der Bau eines Gaswerks beschlossen worden. Am 16. September 1889 hätten zum ersten Mal 91 Gaslaternen in der Stadt gebrannt. Erst 35 Jahre später seien sie von Elektrolampen abgelöst worden.

Am 23. August 1924 sei in Neumarkt das erste Niederspannungsortsnetz in Betrieb gegangen und Ende des 19. Jahrhunderts sei der Grundstock der heutigen Wasserversorgung gelegt worden. 1894 habe man das Wasserwerk mit dem Gaswerk zum „Städtischen Gas- und Wasserwerk“ zusammengeführt. 45 Jahre später sei das Elektrizitätswerk dazugekommen. „Das war die Geburtsstunde der Stadtwerke Neumarkt“, sagt Kinzkofer.

Heute kümmerten sich die Stadtwerke nicht nur um die Versorgung von 22 000 Haushalten – sondern auch um den Ausbau des Glasfasernetzes, den Stadtbus, das Freibad, die mobile Eislaufanlage. Und man biete 868 Parkplätze in den Parkhäusern Rosengasse und Ringstraße sowie in der Tiefgarage am Residenzplatz.

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