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Region Neumarkt
Dienstag, 24. April 2018 20° 3

Tradition

Sternsinger auf dem Weg nach Berlin

Kinder aus Hausheim schauen bei Kanzlerin Angela Merkel vorbei. Auch der Bundespräsident bekommt Besuch aus der Region.

Im Januar bekommen Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Besuch von den Sternsingern. Fotos: Norbert Staudt

Landkreis.Die Vorfreude steigt bei den Sternsingerinnen und Sternsingern aus dem Bistum Eichstätt. Bei mehreren Vortreffen wird derzeit geübt, geprobt und getestet: Es soll schließlich alles passen, wenn die 39 Jungen und Mädchen am Samstag, 6. Januar, an der Tür von Schloss Bellevue in Berlin anklopfen werden, um den Segen zu Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zu bringen.

Sie vertreten dabei nicht nur die Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem Bistum Eichstätt, sondern die etwa 300 000 Kinder und Jugendlichen aus den bundesweit über 10 000 Gemeinden und Einrichtungen, die sich jedes Jahr an der Aktion Dreikönigssingen beteiligen. Anschließend werden sie außerdem dem päpstlichen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterovi, sowie der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund einen Besuch abstatten.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Dreikönigssingen

  • Organisation:

    Die Aktion Dreikönigssingen wird seit 1959 vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert. Die 60. Auflage der Sternsingeraktion steht unter dem Leitwort: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“

  • Beispielland:

    Indien wird als Beispielland in den Mittelpunkt der Aktion gestellt: Es ist das Land mit den meisten arbeitenden Kindern weltweit. Die Schätzungen internationaler Organisationen schwanken zwischen zwölf und 60 Millionen Kindern, die in Indien arbeiten müssen – oft unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen.

  • Erlös:

    Der Erlös der Sammlung wird jedoch für Projekte auf der ganzen Welt verwendet. Bei der vergangenen Aktion waren das über 46 Millionen Euro, die in 1639 Projekte in 107 Ländern geflossen sind. Seit 1959 konnten mit mehr als einer Milliarde Euro über 1700 Projekte für Kinder gefördert werden.

Zu Jahresbeginn werden die Sternsinger wieder von Haustür zu Haustür ziehen, den Segen für die Bewohner erbitten und Spenden für Kinder in Not sammeln. Seit vielen Jahren laden auch Bundeskanzlerin, Bundespräsident und Ministerpräsident Sternsingergruppen zu sich ein. Ins Bundeskanzleramt reisen jedes Jahr jeweils drei Vertreter aus jeder der 27 deutschen Diözesen. Aus dem Bistum Eichstätt dürfen deshalb am Montag, 8. Januar, auch vier Kinder aus der Pfarrei St. Peter und Paul in Hausheim (Gemeinde Berg) zu Kanzlerin Angela Merkel fahren.

Das Dreikönigssingen in der bayerischen Staatskanzlei absolviert jedes Jahr eine andere Gruppe aus einer der sieben bayerischen Diözesen im Wechsel, zum Bundespräsidenten fahren Kinder- und Jugendliche aus dem Bistum, welches im Vorjahr die bundesweite Sternsingeraussendung ausgerichtet hat. Nachdem diese Ende Dezember 2016 in Neumarkt in der Oberpfalz stattgefunden hat, stellt das Bistum Eichstätt nun zum ersten Mal in der Geschichte der Sternsingeraktion die Vertreterinnen und Vertreter für den Besuch beim Staatsoberhaupt. Bundesweit eröffnet wird die Sternsingeraktion am 29. Dezember, in Trier.

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