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Festwochenende

Stimmige Berchinale wird erwartet

Licht, Kunst und Architektur erzeugen in Berching vom 20. bis 22. September in der Altstadt einen stimmigen Dreiklang.
Von Markus Rath

Das Organisationsteam: Aniko Kerl, Veronica Platzek, Dr. Hans Rosenbeck, Gerlinde Delacroix, und Ludwig Eisenreich (von oben) Foto: Markus Rath
Das Organisationsteam: Aniko Kerl, Veronica Platzek, Dr. Hans Rosenbeck, Gerlinde Delacroix, und Ludwig Eisenreich (von oben) Foto: Markus Rath

Berching.Wenn es vom 20. bis 22. September Nacht wird in Berching, kommt das Licht besonders zur Geltung. Besonders, wenn es sich wie bei der Berchinale zu einem Dreiklang mit Kunst und Architektur zusammenfügt. Bei dem Festwochenende in der historischen Altstadt sorgen Studenten der Fachhochschule Coburg dafür, dass ein Stadtviertel romantisch in Szene gesetzt wird.

Das Lichtevent taucht dieses Jahr den Innenstadtbereich zwischen Hubstraße, Storchenturm, Ringmauerweg und Pettenkoferplatz in besonderes Licht. Auch im Hans-Kuffer-Park und im Bereich zwischen dem Caritas-Altenheim und der Stadtmauer werden die Besucher auf ein besonderes Wochenende eingeladen. Architekturbeleuchtung entlang der wunderschönen Häuserfassade des Pettenkoferplatzes und der Hubstraße, aber vor allem die Lichtkunstobjekte, die sich über die gesamte Aktionsfläche verteilen, laden zu einem Besuch nach Berching ein. Stadtführungen und Lichtführungen und eine spezielle Führung für Hobbyfotografen dürfen natürlich nicht fehlen. Und auch wenn die Schönheit der Illuminationen erst nach Einbruch der Dunkelheit wirklich erlebbar ist, bieten auch die drei Festtage ein umfangreiches Programm, zu dem Vereine mit kulinarischen Leckereien im Adolf-Hollnberger-Park, Künstler und weitere Mitwirkende beitragen.

Eröffnungskonzert am Freitag

Der Freitag bietet sich an, die Lichtkunst ohne großen Trubel zu erleben. Nach dem Eröffnungskonzert der Staufersbucher Blaskapelle um 19 Uhr auf der Sulzbühne ist ein anschließender Spaziergang durch die Straßen und Gassen ein einzigartiges Erlebnis.

Der Samstag startet dann mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm bereits ab 14 Uhr. Kreatives und handwerklich gefertigte Waren werden beim Künstlermarkt zum Kauf angeboten. An mehreren Orten, unter anderem im Chinesenturm, im Storchenturm und im Rathaus, präsentieren Künstler ihre Werke. Man erhält nicht nur Einblick in deren Arbeit, sondern kann das historische Ambiente der alten Stadtmauertürme hautnah erleben.

Roman Mayer, ein Berchinger, feiert mit seinem extra für die Berchinale produzierten animierten Film „Berchinale – ein Roadmovie“ Premiere. Leuchtende Formen aus Holz präsentiert die Schreinerklasse des Berufsgrundschuljahres aus Neumarkt. Zum ersten Mal wurde erfolgreich ein Wettbewerb für Lichtkunst ausgelobt. Insgesamt 24 Leuchtobjekte beteiligen sich an diesem Wettbewerb. Jeder Besucher ist aufgerufen, sein Lieblingslichtobjekt zu küren.

Mitmachen ist auch beim Fotowettbewerb angesagt, den die Stadt Berching zusammen mit dem Neumarkter Tagblatt veranstaltet. Nachmittags stehen Fachleute für Fragen rund um das Thema Beleuchtung im Innen- und Außenbereich Rede und Antwort. Interessierte sollen Pläne oder Fotos des Objekts mitbringen, welches mit Licht betont werden soll. Zwischendurch präsentiert der ARTICO art sports e. V. aus Neumarkt akrobatische Kunst in luftiger Höhe. Das beliebte Entenrennen wird zum 13. Mal in der Sulz ausgetragen. Start ist um 16 Uhr an der Sulzbrücke beim Pettenkoferhaus – die Enten können an den bekannten Verkaufsstellen erworben werden, es warten tolle Preise.

Abends wird mit Live-Musik an vier Orten für Unterhaltung gesorgt. Unter anderem präsentieren am Pettenkoferplatz Goodly & her Goodlingers Welthits aus den 60ern bis zur Gegenwart. Ein besonderes Highlight wird eine interaktive Beleuchtung zum Mitmachen im Adolf-Hollnberger-Park sein.

25 Jahre Bolivienhilfe

Berching feiert an diesem Wochenende aber nicht nur die Berchinale, sondern auch die Fiesta Boliviana. Die Bolivienhilfe Berching wird am Sonntag ab 11.30 Uhr den Pettenkoferplatz mit bolivianischen Tänzen und Musik füllen sowie typische Spezialitäten aus Bolivien anbieten und ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Die Fiesta Boliviana beginnt um 10 Uhr mit einem besonderen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Schirmherr ist der bayerische Finanzminister Albert Füracker.

Am Abend wartet ein selten gewordenes Ereignis auf die Besucher: Heiner Bauer wird durch die dunkle Stadt ziehen. Um seinen Hals hat er ein altes Horn geschlungen, in seiner zweiten Hand trägt er eine schwere Hellebarde. Sein großer und kräftiger Körper steckt in einem dunkelbraunen Umhang, auf dem Kopf trägt er einen großen Hut. Bauer will die Menschen in seinem Outfit mitnehmen auf eine Reise in die Vergangenheit, will ihnen erzählen, wie es damals war in Berching: als es kein elektrisches Licht gab, als die Stadt den übermäßigen Bierkonsum ihrer Männer mit einem städtischen Biersieder subventionierte und als ein Nachtwächter durch die Gassen zog.

Damit geht dann das Festwochenende zu Ende, die Architekturbeleuchtung wird aber noch eine Woche zu sehen sein. Am 28. September bilden ein fränkisches Weinfest im Altstadtbiergarten und die Lichtführung um 22 Uhr den Abschluss der Lichtwoche, die von Kulturbüro, Tourismusbüro und Stadtmarketing zusammen mit Co.inc lighting designer organisiert wird.

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