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Gemeinderat

Stock-Bahnen sind abgenutzt

Energetische Sanierung, sozialer Wohnungsbau und die Stockschützen waren Themen in der Sitzung in Hohenfels.
VON SIMON VOGL

Der Marktrat machte sich ein Bild von den Einrichtungen der Stockschützen. Foto: Vogl
Der Marktrat machte sich ein Bild von den Einrichtungen der Stockschützen. Foto: Vogl

HOHENFELS.Mit einem Vor-Ort-Termin begann die Sitzung des Marktgemeinderats. Auf dem Sportplatz Siedafür machte sich das Gremium zusammen mit der Vorstandschaft der Hohenfelser Stockschützen ein Bild von der Spielstätte, genauer: den vier Stockbahnen. Diese seien nicht mehr gut zu bespielen und wiesen Schäden auf. Die Neigung mache es für den SSC unmöglich, auch überörtliche Turniere auszurichten, weshalb der Verein das Ansinnen habe, die Bahnen zu asphaltieren oder, besser noch, zu pflastern.

Über die verschiedenen Realisierungsmöglichkeiten hinsichtlich der erforderlichen Arbeiten, die Entwässerung, Fördermöglichkeiten, eine etwaige Zeitschiene, die lokale Gegebenheiten und Beläge debattierten die Vereins- mit den Volksvertretern ausführlich. Der SSC hatte auch bereits zwei Angebote eingeholt, es gebe aber noch Unabwägbarkeiten, weshalb es das Gremium diesmal bei einer Aussprache beließ.

Zurück im Sitzungssaal befasste sich der Gemeinderat zuerst mit dem Energieverbrauch des Klärwerks. Ingenieur Christoph Vögerl vom Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden stellte die Ergebnisse der energetischen Untersuchung ausführlich vor. Er würdigte die bereits von der Gemeinde unternommenen Maßnahmen zur Energieeinsparung wie etwa den Einbau von Frequenzumrichtern oder den Austausch der Membranen der Belüfterkerzen. Dadurch sei der Energieverbrauch seit 2016 bereits um rund ein Viertel gesenkt worden.

Der größte Energieverbraucher

Vögerl ging auf Möglichkeiten zur weiteren Effizienzsteigerung der Anlage ein, die der größte Energieverbraucher in der Gemeinde sei. Als die beiden Hauptstromverbraucher im Klärwerk selbst identifizierte er die Belüfter für die Belebung der Biologie und die Schwenkpumpen, die zusammen 90 Prozent des Stromverbrauchs verantworteten. Das Gutachten schlage den Austausch von Elektromotoren bei den Rührwerken vor, den Wechsel der Belüfter und Gebläse bei Sandfang und Belebung sowie die Reduzierung der Laufzeit von zweien der drei Hebeschnecken. Auch verschiedene Varianten für Photovoltaikanlagen zur Strom-Eigennutzung stellt der Ingenieur vor, dafür sei es aber nötig, die Verschattung zu reduzieren. Auch mögliche Fördermittel thematisierte Vögerl. Nach Bürgermeister Graf sei die Grundaussage des Gutachtens, dass die Marktgemeinde bereits einiges getan habe und auf dem richtigen Weg sei. Die Untersuchung liefere „tolle Ansätze, von denen wir sicher einige weiterverfolgen werden“, so Graf. In der nächsten Sitzung solle ein Beschluss gefasst werden.

Nachdem Architekt Christian Weinmann vom Büro schoen+gut in der vergangenen Sitzung die Machbarkeitsstudie zum Kommunalen Wohnungsbau im Bereich Schießstättweg vorgestellt hatte, entschieden sich die Gemeinderäte nun einstimmig für eine der drei darin ausgearbeiteten Gebäudevarianten, mit der das Gremium bereits beim letzten Mal „geliebäugelt“ hatte, so Graf. Die Eckdaten dazu fassten Weinmann und Bürgermeister Graf zusammen: Die Aufteilung der Wohnungen ist variabel, das erlaube einen guten Mix wie etwa Wohnungen für Familien, ältere Alleinstehende oder etwa auch eine Alters-WG.

Lage ist schwierig, aber reizvoll

Der Komplex passe gut in die Umgebungsbebauung und bediene gleich mehrere kommunale Aufgaben, wobei der Rathauschef neben dem sozialen Wohnungsbau auch Leerstands-Management und die Verdichtung innerorts aufzählte. Er bezeichnete das Grundstück wegen der Hanglage als „schwierig aber reizvoll“, nicht zuletzt deshalb biete es einen tollen Blick auf Hohenfels. „Insgesamt ist es ein gelungenes Projekt mit mehreren positiven Effekten für Kommune und Bevölkerung“, resümierte Graf.

Im Hinblick auf das bevorstehende Jubiläum 150 Jahre FFW Hohenfels beantragte die Vorstandschaft der Feuerwehr die Teilsanierung der Außenfassade des Feuerwehrhauses. Die Verwaltung soll nun die Kosten ermitteln.

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